Gabeln | Dämpfer

Gabel-Setup: Federgabel perfekt einstellen

BIKE Magazin

 · 06.07.2006

Gabel-Setup: Federgabel perfekt einstellenFoto: Daniel Simon

Zu soft? Zu hart? Unharmonisch? Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Federgabel an Ihrem MTB in wenigen Minuten perfekt einstellen.

Mit diesen Schritten stellen Sie eine Federgabel an Ihrem MTB perfekt ein:

Profi-Tipp Larry Westney, Federungsspezialist bei Eightyaid: „Ob Luftdruck oder Federvorspannung – Es gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“Foto: Daniel Simon
Profi-Tipp Larry Westney, Federungsspezialist bei Eightyaid: „Ob Luftdruck oder Federvorspannung – Es gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“
1. Binden Sie einen Kabelbinder um einen der Gabelholme. Der Kabelbinder erfüllt die gleiche Funktion wie der Gummiring am Dämpfer: als Markierung, um den Negativ-Federweg (Sag) zu bestimmen.Foto: Daniel Simon
1. Binden Sie einen Kabelbinder um einen der Gabelholme. Der Kabelbinder erfüllt die gleiche Funktion wie der Gummiring am Dämpfer: als Markierung, um den Negativ-Federweg (Sag) zu bestimmen.
2. Setzen Sie sich in zentraler Position auf Ihr Bike, so dass der Druck auf Sattel und Lenker lastet. So messen Sie, wie weit die Gabel einfedert. Eine zweite Person sollte das Bike dabei halten.

3. Durch Ihr Gewicht rutscht der Kabelbinder am Gabelholm nach oben und zeigt den Negativ-Federweg (Sag) an – der Federweg, um den die Gabel ausfedert, wenn Sie z.B. eine Stufe hinunter fahren.Foto: Daniel Simon
2. Setzen Sie sich in zentraler Position auf Ihr Bike, so dass der Druck auf Sattel und Lenker lastet. So messen Sie, wie weit die Gabel einfedert. Eine zweite Person sollte das Bike dabei halten. 3. Durch Ihr Gewicht rutscht der Kabelbinder am Gabelholm nach oben und zeigt den Negativ-Federweg (Sag) an – der Federweg, um den die Gabel ausfedert, wenn Sie z.B. eine Stufe hinunter fahren.
4. Der Negativ-Federweg sollte etwa 15 bis 25 Prozent des Gesamt- Federweges betragen. Der exakt passende Luftdruck für Ihr persönliches Körpergewicht steht in der Bedienungsanleitung Ihrer Gabel. Tipp: Oft stehen die Drücke auch auf der Rückseite der Gabel (z.B. bei RockShox). Nach dem Aufsitzen federt die Gabel ein, der Kabelbinder rutscht nach oben. Wenn Sie absitzen und die Gabel wieder ausfedert, zeigt der Kabelbinder den Sag an. 5. Schrauben Sie den Deckel der Positiv-Luftkammer ab. Von Gabel zu Gabel ist die Luftkammer unterschiedlich an den Tauch- oder Standrohren positioniert. Beachten Sie deshalb die Bedienungsanleitung. 6. Schrauben Sie eine spezielle Dämpfer- und Gabelpumpe auf das Ventil (ab 25 Euro im Fachhandel).Foto: Daniel Simon
4. Der Negativ-Federweg sollte etwa 15 bis 25 Prozent des Gesamt- Federweges betragen. Der exakt passende Luftdruck für Ihr persönliches Körpergewicht steht in der Bedienungsanleitung Ihrer Gabel. Tipp: Oft stehen die Drücke auch auf der Rückseite der Gabel (z.B. bei RockShox). Nach dem Aufsitzen federt die Gabel ein, der Kabelbinder rutscht nach oben. Wenn Sie absitzen und die Gabel wieder ausfedert, zeigt der Kabelbinder den Sag an. 5. Schrauben Sie den Deckel der Positiv-Luftkammer ab. Von Gabel zu Gabel ist die Luftkammer unterschiedlich an den Tauch- oder Standrohren positioniert. Beachten Sie deshalb die Bedienungsanleitung. 6. Schrauben Sie eine spezielle Dämpfer- und Gabelpumpe auf das Ventil (ab 25 Euro im Fachhandel).
7. Pumpen Sie die Positiv-Luftkammer den Angaben entsprechend auf. Der Druck in der Gabel dient als Anhaltswert. Auf dem Manometer der Federgabelpumpe lässt sich der Druck in der Gabel genau ablesen.

8. Setzen Sie sich nochmals auf das Bike und checken Sie den Kabelbinder erneut. Der Negativ-Federweg sollte nun zwischen 15 und 25 Prozent des Gesamt-Federwegs liegen.

9. Zugstufe (Rebound): Mit der Zugstufe stellen Sie die Geschwindigkeit ein, mit der die Gabel ausfedert. Position und Farbe des Einstellrädchens für die Zugstufe variieren von Hersteller zu Hersteller.

Bei Magura: rot (Position variiert); bei Manitou: blau (rechts unten); bei RockShox: rot (rechts unten); bei Fox: rot (rechts oben); bei Marzocchi: Farbe variiert (rechts unten).

10. Ist die Zugstufe ausgeschaltet (also ganz aufgedreht), federt die Gabel extrem schnell aus und würde im Gelände unkontrolliert springen. Ist die Zugstufe zu langsam eingestellt (also ganz zugedreht), federt die Gabel zu langsam aus und kann schnellen Schlägen im Gelände nicht folgen.

11. Deshalb: Um die richtige Geschwindigkeit einzustellen, drehen Sie die Zugstufe zuerst ganz zu. Meist ist die Richtung mit einem “+” einer “Schildkröte” oder ähnlichen Symbolen gekennzeichnet, die “langsam” bedeuten.Foto: Daniel Simon
7. Pumpen Sie die Positiv-Luftkammer den Angaben entsprechend auf. Der Druck in der Gabel dient als Anhaltswert. Auf dem Manometer der Federgabelpumpe lässt sich der Druck in der Gabel genau ablesen. 8. Setzen Sie sich nochmals auf das Bike und checken Sie den Kabelbinder erneut. Der Negativ-Federweg sollte nun zwischen 15 und 25 Prozent des Gesamt-Federwegs liegen. 9. Zugstufe (Rebound): Mit der Zugstufe stellen Sie die Geschwindigkeit ein, mit der die Gabel ausfedert. Position und Farbe des Einstellrädchens für die Zugstufe variieren von Hersteller zu Hersteller. Bei Magura: rot (Position variiert); bei Manitou: blau (rechts unten); bei RockShox: rot (rechts unten); bei Fox: rot (rechts oben); bei Marzocchi: Farbe variiert (rechts unten). 10. Ist die Zugstufe ausgeschaltet (also ganz aufgedreht), federt die Gabel extrem schnell aus und würde im Gelände unkontrolliert springen. Ist die Zugstufe zu langsam eingestellt (also ganz zugedreht), federt die Gabel zu langsam aus und kann schnellen Schlägen im Gelände nicht folgen. 11. Deshalb: Um die richtige Geschwindigkeit einzustellen, drehen Sie die Zugstufe zuerst ganz zu. Meist ist die Richtung mit einem “+” einer “Schildkröte” oder ähnlichen Symbolen gekennzeichnet, die “langsam” bedeuten.
12. Drücken Sie mit Ihrem ganzen Gewicht die Gabel zusammen und lassen sie den Lenker plötzlich los. Die Gabel kriecht langsam aus dem eingefederten Zustand zurück in die Ausgangsposition. Wie schnell federt die Gabel dabei aus?Foto: Daniel Simon
12. Drücken Sie mit Ihrem ganzen Gewicht die Gabel zusammen und lassen sie den Lenker plötzlich los. Die Gabel kriecht langsam aus dem eingefederten Zustand zurück in die Ausgangsposition. Wie schnell federt die Gabel dabei aus?
13. Drehen Sie die Zugstufe nun Click für Click so weit heraus (und prüfen Sie dabei die Geschwindigkeit wie in Schritt 12), bis die Gabel so schnell ausfedert, dass sie das Vorderrad beinahe zum Abheben bringt. Die Gabel muss möglichst schnell ausfedern, aber ohne dass sie Gabei hörbar anschlägt. Die Einstellungsschrauben für die Zugstufen- dämpfung sind fast immer rot gekenn- zeichnet.Foto: Daniel Simon
13. Drehen Sie die Zugstufe nun Click für Click so weit heraus (und prüfen Sie dabei die Geschwindigkeit wie in Schritt 12), bis die Gabel so schnell ausfedert, dass sie das Vorderrad beinahe zum Abheben bringt. Die Gabel muss möglichst schnell ausfedern, aber ohne dass sie Gabei hörbar anschlägt. Die Einstellungsschrauben für die Zugstufen- dämpfung sind fast immer rot gekenn- zeichnet.
Profi-Tipp Larry Westney, Federungsspezialist bei Eightyaid: „Ob Luftdruck oder Federvorspannung – Es gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“Foto: Daniel Simon
Profi-Tipp Larry Westney, Federungsspezialist bei Eightyaid: „Ob Luftdruck oder Federvorspannung – Es gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“
1. Binden Sie einen Kabelbinder um einen der Gabelholme. Der Kabelbinder erfüllt die gleiche Funktion wie der Gummiring am Dämpfer: als Markierung, um den Negativ-Federweg (Sag) zu bestimmen.Foto: Daniel Simon
1. Binden Sie einen Kabelbinder um einen der Gabelholme. Der Kabelbinder erfüllt die gleiche Funktion wie der Gummiring am Dämpfer: als Markierung, um den Negativ-Federweg (Sag) zu bestimmen.
1. Binden Sie einen Kabelbinder um einen der Gabelholme. Der Kabelbinder erfüllt die gleiche Funktion wie der Gummiring am Dämpfer: als Markierung, um den Negativ-Federweg (Sag) zu bestimmen.
2. Setzen Sie sich in zentraler Position auf Ihr Bike, so dass der Druck auf Sattel und Lenker lastet. So messen Sie, wie weit die Gabel einfedert. Eine zweite Person sollte das Bike dabei halten.

3. Durch Ihr Gewicht rutscht der Kabelbinder am Gabelholm nach oben und zeigt den Negativ-Federweg (Sag) an – der Federweg, um den die Gabel ausfedert, wenn Sie z.B. eine Stufe hinunter fahren.
4. Der Negativ-Federweg sollte etwa 15 bis 25 Prozent des Gesamt- Federweges betragen. Der exakt passende Luftdruck für Ihr persönliches Körpergewicht steht in der Bedienungsanleitung Ihrer Gabel. Tipp: Oft stehen die Drücke auch auf der Rückseite der Gabel (z.B. bei RockShox). Nach dem Aufsitzen federt die Gabel ein, der Kabelbinder rutscht nach oben. Wenn Sie absitzen und die Gabel wieder ausfedert, zeigt der Kabelbinder den Sag an. 5. Schrauben Sie den Deckel der Positiv-Luftkammer ab. Von Gabel zu Gabel ist die Luftkammer unterschiedlich an den Tauch- oder Standrohren positioniert. Beachten Sie deshalb die Bedienungsanleitung. 6. Schrauben Sie eine spezielle Dämpfer- und Gabelpumpe auf das Ventil (ab 25 Euro im Fachhandel).
7. Pumpen Sie die Positiv-Luftkammer den Angaben entsprechend auf. Der Druck in der Gabel dient als Anhaltswert. Auf dem Manometer der Federgabelpumpe lässt sich der Druck in der Gabel genau ablesen.

8. Setzen Sie sich nochmals auf das Bike und checken Sie den Kabelbinder erneut. Der Negativ-Federweg sollte nun zwischen 15 und 25 Prozent des Gesamt-Federwegs liegen.

9. Zugstufe (Rebound): Mit der Zugstufe stellen Sie die Geschwindigkeit ein, mit der die Gabel ausfedert. Position und Farbe des Einstellrädchens für die Zugstufe variieren von Hersteller zu Hersteller.

Bei Magura: rot (Position variiert); bei Manitou: blau (rechts unten); bei RockShox: rot (rechts unten); bei Fox: rot (rechts oben); bei Marzocchi: Farbe variiert (rechts unten).

10. Ist die Zugstufe ausgeschaltet (also ganz aufgedreht), federt die Gabel extrem schnell aus und würde im Gelände unkontrolliert springen. Ist die Zugstufe zu langsam eingestellt (also ganz zugedreht), federt die Gabel zu langsam aus und kann schnellen Schlägen im Gelände nicht folgen.

11. Deshalb: Um die richtige Geschwindigkeit einzustellen, drehen Sie die Zugstufe zuerst ganz zu. Meist ist die Richtung mit einem “+” einer “Schildkröte” oder ähnlichen Symbolen gekennzeichnet, die “langsam” bedeuten.
12. Drücken Sie mit Ihrem ganzen Gewicht die Gabel zusammen und lassen sie den Lenker plötzlich los. Die Gabel kriecht langsam aus dem eingefederten Zustand zurück in die Ausgangsposition. Wie schnell federt die Gabel dabei aus?
13. Drehen Sie die Zugstufe nun Click für Click so weit heraus (und prüfen Sie dabei die Geschwindigkeit wie in Schritt 12), bis die Gabel so schnell ausfedert, dass sie das Vorderrad beinahe zum Abheben bringt. Die Gabel muss möglichst schnell ausfedern, aber ohne dass sie Gabei hörbar anschlägt. Die Einstellungsschrauben für die Zugstufen- dämpfung sind fast immer rot gekenn- zeichnet.
Profi-Tipp Larry Westney, Federungsspezialist bei Eightyaid: „Ob Luftdruck oder Federvorspannung – Es gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“

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