FedergabelGrundabstimmung

Tomek

 · 06.08.2007

Federgabel: GrundabstimmungFoto: Unbekannt
Federgabel: Grundabstimmung

Sie haben ein neues Traum-Bike oder endlich die neue Gabel? Dann liegt die wichtigste Arbeit noch vor Ihnen. Das Fahrwerk-Setup muss stimmen. Wer das ignoriert, bringt sich schnell um den Genuss der ersten Ausfahrt.


DIE FEDERHÄRTE

Hat die Gabel ein Plattform-System zur Wipp-Unterdrückung,
schalten Sie dieses zunächst aus (Manitou-Druck in der SPV-Kammer auf 2,75 bar reduzieren). Befestigen Sie einen Kabelbinder locker an einem der Standrohre und schieben ihn nach unten. Setzen Sie sich vorsichtig aufs Bike und nehmen Fahrposition ein (mit dem Ellenbogen an der Wand abstützen). Jetzt steigen Sie ab und greifen zum Maßband.

Der Negativfederweg (Sag) ist der Abstand von der Unterkante des Kabelbinders bis zur Oberkante Tauchrohrdichtung. Der Negativfederweg sollte bei Marathon-Einsätzen etwa 15 Prozent des Maximal-Hubs ausmachen. Je ruppiger das Gelände, um so wichtiger wird der Negativweg. Für All-Mountain- Bikes empfehlen wir 25 Prozent. Passen Sie nun den Druck in der Hauptkammer an, bis der Sag stimmt. Bei Gabeln mit getrennter Negativluftkammer entnehmen Sie den passenden Positivluftdruck aus dem Handbuch. Den Negativluftdruck stellen Sie anschließend ein, wie oben erklärt.

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DIE ZUGSTUFE
Dieses Feature reguliert die Ausfedergeschwindigkeit des Vorderrades nach einem Hindernis. Drehen Sie zunächst die Zug- und Druckstufendämpfung in Richtung „ungedämpft“ und lassen Sie die Plattform abgeschaltet. Drehen Sie nun die Zugstufe so weit zu, dass die Gabel nach impulsivem Einfedern im Stand nicht mehr zurückspringt, sondern gerade sichtbar langsamer auftaucht. Diese Grundeinstellung mit leicht veränderten Einstellungen auf der Hausrunde ausprobieren. Vorsicht: Zu viel Zugstufe lässt die Gabel schnellen Stößen nicht mehr folgen.

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Wenn die Gabel minimal verzögert auftaucht, stimmt die Grundeinstellung.

DIE DRUCKSTUFE

Die Druckstufe ist nicht an jeder Gabel justierbar und ihr Einfluss ist im Stand nicht ganz einfach einzustellen. Sie reguliert die Einfedergeschwindigkeit. Ist die zu schnell, hebt das Rad nach heftigen Schlägen vom Boden ab.

So viel als Anhaltspunkt: Bei langgezogenen Wellen kann die Druckstufe offenbleiben. Ist die Strecke ruppig, mit schnellen Schlägen: etwas zudrehen. Setzen Sie die Druckstufe dosiert ein, nur so viel wie nötig.

Häufig wird die Druckstufe als Durchschlagschutz missbraucht, das funktioniert zwar, aber raubt Komfort: besser die Federhärte anpassen. Einige Hersteller regulieren über die Druckstufe das Fahrwerkwippen, ebenfalls auf Kosten des Komforts.
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  Drehen im Uhrzeigersinn sorgt für langsameren ÖlflussFoto: Unbekannt
Drehen im Uhrzeigersinn sorgt für langsameren Ölfluss

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