Farbige Intend-Federgabeln und -Parts schmücken nur in der Creme de la creme der Highend-Mountainbikes. Das Intend-Portfolio ist handgemacht in Deutschland, hochpreisig und heiß begehrt. Gab es ausnahmsweise auch mal eine Upsidedown-Federgabel in einer Farbe außer Schwarz, so war sie ziemlich sicher schon bald für irgendein krasses Showbike reserviert. Jetzt führt Intend ein neues Unter-Label namens “Unicorn” ein, das die bunten Teile besser verfügbar machen soll.
Die lokal in Freiburg gebauten Parts von Intend sind schon in der Basis-Version super cool. Nach den farbigen Versionen lecken sich Mountainbike-Enthusiasten weltweit die Finger. Bislang musste man schon viel Glück haben, um sich die limitierten Sondereditionen zu sichern. Begrenzt ist das Angebot zwar weiterhin, doch dank Unicorn könnte sich die Verfügbarkeit der geilen Teile bald verbessern. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Farbige Intend-Teile waren bislang stets streng limitiert - das wird auch mit Unicorn so bleiben. Der Unterschied: Die Unicorn-Serie wird ausschließlich nach dem Business-to-Consumer-Prinzip (B2C) verkauft, Händler und Bike-Hersteller müssen sich weiter bei Intend in die Warteschlange stellen. Wurden bislang etwa zehn rote Flash-36-Gabeln angeboten, so war es keine Seltenheit, dass ein großer Händler davon fünf für seine Ausstellungs-Bikes orderte und ein Rahmenhersteller drei weitere für seine Messe-Bikes abnahm. So erreichten nur zwei rote Gabeln den Markt für Endkunden. Auch Intend-Produkte mit dem Unicorn-Label werden nur in Batches von zum Beispiel zehn oder zwanzig Teilen angeboten werden. Sie alle sollen aber an einzelne Mountainbiker verkauft werden.
Unicorn-Produkte werden, wie alle anderen Intend-Teile auch, in derselben kleinen Werkstatt im Herzen von Freiburg von Hand gebaut. Für Vertrieb und Service haben Kunden aber einen anderen Ansprechpartner als bisher. Dieser sitzt bei Intend ebenfalls inhouse, agiert aber losgelöst vom sonstigen Tagesgeschäft. Gelauncht werden soll das Projekt im November 2026. Mit den ersten verfügbaren Unicorn-Teilen rechnet Intend noch diesen Winter. Dazu sollen natürlich die Upsidedown-Gabeln aber auch die Trinity-Bremsen und der keramikbeschichtete Hover-Dämpfer in der Cerakote-Version gehören. Weitere Parts, wie etwa Bremsscheiben mit Alu-Spider und Vorbauten könnten folgen. Den Anfang macht die Farbe Lila aber auch Gold und Silber könnten umgesetzt werden. Intend-Fans können bei Unicorn auch Wünsche nach bestimmten Sondereditionen äußern. Bei genügend Interesse setzen die Freiburger diese dann um.
Schon vor circa drei Jahren machte Intend mit Prototypen-Gabeln aus Carbon auf sich aufmerksam. Unicorn will diese nun in den Verkauf bringen. Anstatt das Oberteil aus Alu-Rohren zu fertigen, kommen bei den ebenfalls limitierten Sonderversionen Rohre aus Carbon zum Einsatz. Diese fertigt ein tschechischer Zulieferer für Intend. Die Intend Carbon-Federgabeln versprechen eine nochmals verbesserte Steifigkeit und damit ein besonders gutes Stiffness-To-Weight-Verhältnis. Das soll es Bikern erlauben eine Gabel mit kleinerem Standrohr-Durchmesser zu wählen. Beispielsweise verspricht Unicorn für die Intend Flash 35 in der Carbon-Version eine vergleichbare Steifigkeit, wie bei der Flash 38 aus Aluminium.
Wie seht ihr das: Habt ihr schon mal versucht an eine farbige Sonderversion der Intend-Teile zu kommen? Wie gefallen euch die eloxierten Parts? Schreibt es uns in die Kommentare!

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