Gabeln | Dämpfer

12 Federgabeln für All Mountain und Enduro im BIKE-Test

Peter Nilges

 · 21.12.2016

12 Federgabeln für All Mountain und Enduro im BIKE-TestFoto: Matt Wragg

Kiesel, Wurzelfelder oder Geländestufen, moderne Federgabeln haben viele Gegner. Vor allem im All-Mountain- und Enduro-Bereich. Wir sagen, welche Gabeln Hindernisse am besten schlucken.

Sie war der Testsieger in diversen Magazinen. Ausgezeichnete Bildqualität, hochwertiger Prozessor und eine schier nicht enden wollende Fülle an Einstell­optionen. Die Kompaktkamera von Sony schien exakt die richtige für mich. Auch zwei Jahre später bereue ich zwar nicht den Kauf, muss aber eine ausgeprägte Automatikfaulheit feststellen. Die Flut an Optionen überfordert mich. Statt langem Ausprobieren, Nachlesen oder Im-Menü-Herumirren, lehne ich mich gerne zurück und überlasse der Programm­automatik die Suche nach der optimalen Einstellung.

Beim aktuellen Federgabeljahrgang gibt es einige Parallelen zu entdecken. Mit wachsenden Federwegen nimmt die Fülle an Einstelloptionen zu, wie dieser Test mit fünf All-Mountain- und sieben Enduro-Gabeln beweist. Wer zum Top-Modell greift und dieses wird am Nachrüstmarkt bevorzugt gewählt, erhält nicht selten die volle Breitseite an Einstell-Features. Selbst die günstigste Gabel in diesem Vergleich für 699 Euro verfügt über das Komplettpaket an
eloxierten Einstellknöpfen.


Diese Federgabeln haben wir getestet:


All Mountain Federgabeln:
• Formula 33 EX
• Fox 34 Float (BIKE-Tipp: Testsieger)
• Magura TS8 R 150
• Öhlins RXF 34
• Rock Shox Pike RCT3


Enduro Federgabeln:
• DVO Diamond
• Formula 35 EX
• Fox 36 Float RC2 (BIKE-Tipp: Testsieger)
• Manitou Mattoc Pro II
• Rock Shox Lyrik RCT3
• SR Suntour Durolux R2C2 (BIKE-Tipp: Preis/Leistung)
• X-Fusion Sweep Roughcut HLR

Test 2016 Federgabeln: X-Fusion Sweep Roughcut HLR (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: X-Fusion Sweep Roughcut HLR (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Formula 33 EX (All Mountain)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Formula 33 EX (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Fox 34 Float (All Mountain)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Fox 34 Float (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Magura TS8 R 150 (All Mountain)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Magura TS8 R 150 (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Öhlins RXF 34 (All Mountain)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Öhlins RXF 34 (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Pike RCT3 (All Mountain)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Pike RCT3 (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: DVO Diamond (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: DVO Diamond (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Formula 35 EX (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Formula 35 EX (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Fox 36 Float RC2 (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Fox 36 Float RC2 (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Manitou Mattoc Pro II  (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Manitou Mattoc Pro II  (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Lyrik RCT3 (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Lyrik RCT3 (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: SR Suntour Durolux R2C2 (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: SR Suntour Durolux R2C2 (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: X-Fusion Sweep Roughcut HLR (Enduro)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: X-Fusion Sweep Roughcut HLR (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Formula 33 EX (All Mountain)Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Formula 33 EX (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Formula 33 EX (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Fox 34 Float (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Magura TS8 R 150 (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Öhlins RXF 34 (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Pike RCT3 (All Mountain)
Test 2016 Federgabeln: DVO Diamond (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Formula 35 EX (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Fox 36 Float RC2 (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Manitou Mattoc Pro II  (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Lyrik RCT3 (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: SR Suntour Durolux R2C2 (Enduro)
Test 2016 Federgabeln: X-Fusion Sweep Roughcut HLR (Enduro)

Die beiden Basiseinstellungen Luftdruck (Anpassung aufs Fahrergewicht) und Zugstufendämpfung (Kontrolle der Ausfedergeschwindigkeit) regulieren die Grundbedürfnisse, die sich in Verbindung mit einem Fahrwerk ergeben. Selbst mit diesen beiden Größen, die immer zuerst eingestellt werden sollten, kann man einiges falsch machen. Unwissen, wenig geschulte Wahrnehmung oder einfach unregelmäßige Wartung können schnell das Grund-Setup verhageln. Oder wissen Sie etwa, wann Sie das letzte Mal den Luftdruck Ihrer Gabel überprüft haben und wie hoch dieser sein muss, um einen Sag von 25 Prozent zu erreichen?

So weit so gut. Bei allen von uns getesteten Gabeln gesellt sich zudem noch eine Druckstufendämpfung (Kontrolle der Einfedergeschwindigkeit) hinzu. Entweder in Form einer vorwählbaren Plattform mit wenigen Klicks, feinjustierbar über einen breiten Bereich, oder in der Kombination von beidem. Letzteres verwendet Fox in der 34 mit Open-, Medium-, Firm-Adjust und Rock Shox mit ihrer RCT3-Dämpfung. Bei beiden Systemen lässt sich eine Plattform dreifach vorwählen und zusätzlich die Druckstufe in dem offenen Modus nochmals fein einstellen.

Schritt drei ist die Unterteilung der Druckstufendämpfung in eine High- und Lowspeed-Dämpfung. Entsprechend der Bezeichnung reguliert die Lowspeed-Druckstufe die Einfedergeschwindigkeit der Gabel bei langsamen Bewegungen und sorgt dafür, dass sie beim Anbremsen oder im steilen Gelände nicht unkontrolliert wegtaucht. Die Highspeed-Druckstufe soll ein Durchschlagen bei schnellen Federbewegungen verhindern. Bis auf die Formula 35 EX und die Rock Shox Lyrik besitzen alle Enduro-Gabeln eine geschwindigkeitsabhängige zweifache Druckstufendämpfung. Selbst im All-Mountain-Bereich implantiert Motorrad-Fahrwerksspezialist

  Mediterranes Testen: 16 Grad mit Seeblick, statt Bibbertemperaturen boten die Trails in Finale Ligure.Foto: Matt Wragg
Mediterranes Testen: 16 Grad mit Seeblick, statt Bibbertemperaturen boten die Trails in Finale Ligure.

Öhlins bereits diese Option in die RXF 34. Weiter geht es mit der High- und Lowspeed-Zugstufenverstellung. Ja, auch das gibt es. Dieses Feature lässt sich wenigstens nur an einer Gabel (SR Suntour Durolux) finden. Dabei soll die Highspeed-Zugstufe die Ausfedergeschwindigkeit bei tiefen Federbewegungen nach Landungen, Drops usw. im Zaum halten, während die Lowspeed-Druckstufe weitestgehend den Anfangsbereich und mittleren Bereich abdeckt, wo die Ausfederkraft noch kleiner ist.

Spätestens jetzt wird sich der ein oder andere auch bei der Federgabel nach einer Programmautomatik sehnen. Doch es geht noch weiter. Ebenfalls ein hydraulisches System ist HBO, was Manitou in ihrer Enduro-Gabel Mattoc Pro verbaut. Mit dieser Option lässt sich zusätzlich ein Durchschlagschutz einstellen.

Jetzt geht es ans Eingemachte. Was auf der Dämpfungsseite angefangen hat, wird bei manchen Herstellern auch auf der Luftseite weitergeführt. So kommt die Öhlins serienmäßig mit zwei Positiv-Luftkammern, wodurch sich die Kennlinie beeinflussen und die Progression einstellen lässt. Die richtige Reihenfolge beim Befüllen und das Wissen, welche Kammer welche ist, ist Grundvoraussetzung. Die Möglichkeit, die Hauptkammer mit einem zweiten Ventil zu separieren, bietet auch Manitou optional für die Mattoc an. Weil die Fehlerquote beim Setup jedoch recht hoch war, eliminierte Rock Shox das Zwei-Ventil-System vor einigen Jahren bei ihren Gabeln. Spacer zum Reduzieren des Luftvolumens, um die Gabel progressiver zu machen, haben zudem die meisten Hersteller im Programm. So ausgerüstet gibt es bei manchen Gabeln nicht weniger als sechs Stellgrößen auf dem Weg zum perfekten Setup.

  Steinig und schroff. Je nach Gabelgattung wird die Teststrecke gewählt. Vor allem für den Enduro-Bereich hat Finale Ligure einiges zu bieten. Foto: Matt Wragg
Steinig und schroff. Je nach Gabelgattung wird die Teststrecke gewählt. Vor allem für den Enduro-Bereich hat Finale Ligure einiges zu bieten. 

Formel-1-Technik für Jedermänner. Ob die Einstellvielfalt dabei immer hilfreich ist, bleibt fraglich. Denn nur die Wenigsten stecken so tief in der Materie und fühlen die veränderten Einstellungen, sodass es wirklich ein Vorteil ist. Meine Kompaktkamera hat mich gelehrt: Wo man viel einstellen kann, kann man leider auch viel verstellen. Der rettende Dreh zur Automatikeinstellung entfällt bei Federgabeln. Als kleinen Automatikersatz haben manche Hersteller zumindest eine Setup-Empfehlung als Leitfaden auf der Suche zur optimalen Einstellung. Und wer weiß, was im Elektronikzeitalter noch alles möglich sein wird?


Fazit Peter Nilges, BIKE-Redakteur

"Es sind die beiden großen Namen, die sowohl im All-Mountain-, als auch im Enduro-Bereich ganz oben auf der Punkteliste auftauchen. Fox und Rock Shox lassen sich in diesem Test nicht die Butter vom Brot nehmen und liefern das beste Gesamtbild ab. Während Rock Shox bei den Laborwerten knapp vorne liegt, hinterlässt Fox sowohl mit der 36 als auch mit der 34 den besten Praxiseindruck, was zum doppelten Testsieg führt. Newcomer Öhlins bringt auf Anhieb eine sehr gute Gabel auf den Trail, allerdings schrecken das aufwändige Setup und der hohe Preis von 1349 Euro wohl die meisten Interessenten ab. Der verdiente Preis/Leistungstipp geht an die SR Suntour Durolux. Zwar bringt sie etwas mehr auf die Waage und ist ebenfalls aufwändig im Setup, kann aber durch eine Top-Funktion bei einem Preis von nur 699 Euro überzeugen."

  Peter Nilges, BIKE-TestredakteurFoto: Georg Grieshaber
Peter Nilges, BIKE-Testredakteur

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PROBLEME UND DEFEKTE

Außergewöhnlich hoch war die Ausfallquote beim Praxistest, indem wir lediglich die Funktion prüften. Vier machten Probleme.


• Rock Shox: Auf Grund einer verunreinigten Dichtung ölte die Pike zunächst und bekam dann Probleme mit der Luftkammer. Der Dichtring, der die Negativ-Kammer zum Casting abdichtet, war defekt.


• Formula: Im Laufe des Tests klackte die 33 EX mehr und mehr und setzte mit der Dämpfung aus. Durch einen defekten O-Ring in der Dämpfer­kartusche zog diese Luft.


• Manitou: Ein Klappergeräusch im Inneren der Gabel sorgte für Unmut. Das Problem konnte durch Fetten des Ride-Height-Spacers jedoch einfach behoben werden.


• DT Swiss: Auch bei der O.D.L Race aus dem ersten Teil des Gabeltests (BIKE 4/16) konnten wir ein Klacken in der Zugstufendämpfung feststellen. Ein Vorserienproblem auf Grund von zu viel Loctites an der Kolbenstange.

  Ölleck: Rock Shox Pike Foto: Matt Wragg
Ölleck: Rock Shox Pike 

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AUS DER TUNING-KISTE

Es muss nicht immer neu sein. Mit diesen Optionen können Fahrwerks-Tuner auch bestehende Gabeln aufrüsten oder neue Gabel tunen.


1. Formula: Serienmäßig kommen alle Formula-Gabeln (33 und 35) mit einer mittleren Druckstufeneinheit (blau). Optional gibt es eine straffere oder softere Einheit (62 Euro), um die Gabel vom Grund-Setup besser an die Vorlieben anzupassen.

  1. Formula FedergabelnFoto: Georg Grieshaber
1. Formula Federgabeln


2. Manitou: Hinter den Kürzeln IRT (Infinite Rate Tune, links) und IVA (Incremental Volume Adjust) verbergen sich zwei Optionen, die Luftkammergröße und damit die Kennlinie zu beeinflussen. IRT separiert die Hauptkammer und lässt sich über ein zusätzliches Ventil befüllen. Dadurch kann man mit weniger Druck in der Hauptkammer fahren, ohne dass die Gabel im mittleren Bereich wegtaucht oder zu wenig Endprogression besitzt.

  2. Manitou FedergabelFoto: Georg Grieshaber
2. Manitou Federgabel


3. SR Suntour: Die Durolux arbeitet mit einer geschlossenen Kartusche ohne Gummibalg (Bladder). Das soll die Gabel robuster und wartungsfreundlicher machen. Die Stahlfeder im oberen Teil setzt das Öl unter Druck, damit es nicht aufschäumen kann.

  SR Suntour FedergabelFoto: Georg Grieshaber
SR Suntour Federgabel

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STEIFER DURCH BOOST?

Der neue, breitere Nabenstandard macht Laufräder bis zu 18 Prozent steifer (BIKE 4/16). Sind die breiteren Boost-Gabeln ebenfalls steifer?

Das eine geht nicht ohne das andere. Wer Laufräder mit dem breiteren Boost-Standard (vorne 110 x 15 mm, hinten 148 x 12 mm) fahren will, braucht auch die entsprechende Gabel bzw. den passenden Rahmen. Boost soll 29er- und 27,5-Plus-Bikes zu mehr Reifenfreiheit und Steifigkeit verhelfen. Isoliert betrachtet, sind nicht nur die Laufräder, sondern auch die Boost-Gabeln an sich steifer. So verfügt die Rock Shox Lyrik in Boost über 12,6 Prozent mehr Verdrehsteifigkeit als die normale Lyrik in diesem Test. Im System mit entsprechendem Vorderrad beträgt der Zuwachs sogar 20 Prozent.

  Laufrad mit breitem Boost-Standard auf dem PrüfstandFoto: Georg Grieshaber
Laufrad mit breitem Boost-Standard auf dem Prüfstand

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Testergebnisse All Mountain Federgabeln


FORMULA 33 EX / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Formula 33 EXFoto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Formula 33 EX


Info www.formula-italy.com
Preis 889 Euro
Federweg¹/Werksangabe 138 mm/140 mm
Gewicht¹ 1624 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe, Lockout-Härte
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Ja
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 180 mm/nein
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 525 mm
Verdrehsteifigkeit 19,5 Nm/°
Bremssteifigkeit 181,0 Nm/°
Sensibilität (15 %) 11 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 10 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 10 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 8 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 8 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 10 von 12 Punkten


FAZIT Leicht und deutlich unter 1000 Euro sind zwei Attribute, mit denen sich die schwarze Italo-Gabel schmücken darf. Auf dem Trail arbeitet die 33 EX recht geschmeidig und bietet guten Komfort. Bei schnellerer Gangart hätten wir uns etwas mehr Reserven gewünscht. Ein defekter O-Ring in der Dämpfungskartusche sorgte gegen Ende des Tests für ein Klacken und fehlende Dämpfung. Kehrseite des schlanken Gewichts sind die geringe Steifigkeit und die Beschränkung auf 180er-Bremsscheiben.


BIKE-Urteil² SEHR GUT

  Formula 33 EX: Dank zweier Negativ-Stahlfedern ist die Losbrechkraft gering und unterstützt das Einfedern bis 50 Millimeter. Der Arbeitsbereich ist angenehm steil, wodurch die Kennlinie nicht durchhängt. Bereits im zweiten Drittel setzt eine starke Progression ein. Der Federweg war dennoch gut nutzbar.Foto: BIKE Magazin
Formula 33 EX: Dank zweier Negativ-Stahlfedern ist die Losbrechkraft gering und unterstützt das Einfedern bis 50 Millimeter. Der Arbeitsbereich ist angenehm steil, wodurch die Kennlinie nicht durchhängt. Bereits im zweiten Drittel setzt eine starke Progression ein. Der Federweg war dennoch gut nutzbar.


FOX 34 FLOAT / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Fox 34 FloatFoto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Fox 34 Float


Info www.ridefox.com
Preis 1009 Euro
Federweg¹/Werksangabe 150 mm/150 mm
Gewicht¹ 1788 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/ja
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 205 mm/130 kg
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 545 mm
Verdrehsteifigkeit 23,6 Nm/°
Bremssteifigkeit 185,2 Nm/°
Sensibilität (15 %) 12 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 10 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 12 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 9 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 8 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 9 von 12 Punkten


FAZIT Die Fox 34 ist aktuell die Referenz im All-Mountain-Bereich und sorgte für ein Aha-Erlebnis in der Testgruppe. Sie arbeitet absolut feinfühlig und klebt dadurch souverän am Boden. Dennoch vermittelt sie dem Fahrer ein sehr gutes Feedback vom Untergrund, ohne dass der Komfort auf der Strecke bleibt. Diesen Spagat schaffte keine andere Gabel auf so hohem Niveau. Selbst in der mittleren Dämpfungsposition ist die Fox sehr gut fahrbar und bleibt hoch im Federweg. Auch das Gewicht kann sich mittlerweile sehen lassen.


BIKE-Urteil² SUPER

  Fox 34 Float: Die Fox zeichnet sich durch eine geringe Losbrechkraft und einen linearen, relativ steilen Verlauf der Kenn­linie aus. Dadurch sackt die Gabel auch im Steilen nicht weg. Ab etwa 115 Millimeter setzt die Progression als wirkungsvoller Durchschlagschutz ein.Foto: BIKE Magazin
Fox 34 Float: Die Fox zeichnet sich durch eine geringe Losbrechkraft und einen linearen, relativ steilen Verlauf der Kenn­linie aus. Dadurch sackt die Gabel auch im Steilen nicht weg. Ab etwa 115 Millimeter setzt die Progression als wirkungsvoller Durchschlagschutz ein.


MAGURA TS8 R 150 / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Magura TS8 R 150Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Magura TS8 R 150


Info www.magura.de
Preis 750 Euro
Federweg¹/Werksangabe 153 mm/150 mm
Gewicht¹ 1689 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Ja
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 210 mm/130 kg
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 545 mm
Verdrehsteifigkeit 19,4 Nm/°
Bremssteifigkeit 186,1 Nm/°
Sensibilität (15 %) 7 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 10 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 7 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 10 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 8 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 10 von 12 Punkten


FAZIT Sie bringt nur wenig auf die Waage und ist mit 750 Euro obendrein die günstigste Gabel im Vergleich. Genau wie bei der Formula fällt die Steifigkeit jedoch eher gering aus. Durch die einfache Handhabung mit überschaubaren Einstellmöglichkeiten punktet die Magura beim Setup. Im Gelände vermissten wir jedoch Komfort. Die TS8 R spricht hölzern an und arbeitet insgesamt ziemlich träge, wodurch sie Traktion einbüßt. Auf Feinheiten reagiert sie kaum, rauscht dann aber, wenn es heftiger wird, durch den Federweg.


BIKE-Urteil² GUT

  Magura TS8 R 150: Im Vergleich zum Rest des Feldes fällt vor allem der sehr flache Verlauf in der Mitte der Kennlinie auf. Dadurch neigt die Gabel im Arbeitsbereich zum Durchrauschen. Die Losbrechkraft und die benötigte Kraft zum Nutzen des Anfangsfederweges ist recht hoch, was die Gabel unsensibel macht.Foto: BIKE Magazin
Magura TS8 R 150: Im Vergleich zum Rest des Feldes fällt vor allem der sehr flache Verlauf in der Mitte der Kennlinie auf. Dadurch neigt die Gabel im Arbeitsbereich zum Durchrauschen. Die Losbrechkraft und die benötigte Kraft zum Nutzen des Anfangsfederweges ist recht hoch, was die Gabel unsensibel macht.


ÖHLINS RXF 34 / 29 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Öhlins RXF 34Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Öhlins RXF 34


Info www.ohlins.eu
Preis 1349 Euro
Federweg¹/Werksangabe 140 mm/140 mm
Gewicht¹ 2053 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Nein
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 200 mm/130 kg
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 560 mm
Verdrehsteifigkeit 26,1 Nm/°
Bremssteifigkeit 213,9 Nm/°
Sensibilität (15 %) 10 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 10 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 10 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 8 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 9 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 8 von 12 Punkten


FAZIT Im Motorsport zählt die schwedische Firma Öhlins zur Referenz in Sachen Highend-Fahrwerk. Zusammen mit Specialized wurde zunächst ein Downhill-Dämpfer entwickelt und mit der RXF 34 die erste 29er-Bike-Gabel. Durch High- und Lowspeed-Druckstufe sowie zusätzliche Progressionsluftkammer ist die RXF keine Gabel für Technikmuffel. Wer sein Setup gefunden hat, erhält eine Performance, die vor allem Racer glücklich macht. Eher straff, steht stabil im Federweg, arbeitet aber nicht ultrasensibel. Sehr teuer.


BIKE-Urteil² SEHR GUT

  + /– Öhlins: Die aufgedruckte Tabelle erleichtert das Setup. Allerdings müssen zwei Kammern befüllt werden und das in der richtigen Reihenfolge. Foto: Georg Grieshaber
+ /– Öhlins: Die aufgedruckte Tabelle erleichtert das Setup. Allerdings müssen zwei Kammern befüllt werden und das in der richtigen Reihenfolge. 
  + Öhlins: Schaft, Krone und Lagersitz sind aus einem Teil gefertigt. Das soll Stabilität und Steifigkeit bringen und mögliche Knarzgeräusche eliminieren.Foto: Georg Grieshaber
+ Öhlins: Schaft, Krone und Lagersitz sind aus einem Teil gefertigt. Das soll Stabilität und Steifigkeit bringen und mögliche Knarzgeräusche eliminieren.
  Öhlins RXF 34: Die Losbrechkraft der Öhlins fällt gering aus. An den kleinen Stufen in der Kennlinie kann man sehr gut den Einfluss der beiden Positiv-Luftkammern erkennen. Der Arbeitsbereich verläuft relativ flach und linear. Ab etwa 115 Millimetern setzt eine Progression ein.Foto: BIKE Magazin
Öhlins RXF 34: Die Losbrechkraft der Öhlins fällt gering aus. An den kleinen Stufen in der Kennlinie kann man sehr gut den Einfluss der beiden Positiv-Luftkammern erkennen. Der Arbeitsbereich verläuft relativ flach und linear. Ab etwa 115 Millimetern setzt eine Progression ein.


ROCK SHOC PIKE RCT3 / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Pike RCT3Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Pike RCT3


Info www.sram.com
Preis 1075 Euro
Federweg¹/Werksangabe 150 mm/150 mm
Gewicht¹ 1848 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Ja
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 200 mm/nein
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 545 mm
Verdrehsteifigkeit 28,3 Nm/°
Bremssteifigkeit 219,5 Nm/°
Sensibilität (15 %) 11 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 10 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 11 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 10 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 10 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 8 von 12 Punkten


FAZIT Im All-Mountain- und Enduro-Segment hat sich die Pike über Jahre einen soliden Ruf erarbeitet. Umso erstaunter waren wir vom Ölverlust und anschließenden Defekt eines Dichtringes in der Lufteinheit. Wohl ein Einzelfall, wie die vielen tadellosen Pikes im Testbetrieb bestätigen. Bis zu dem Ausfall arbeitet die Gabel einwandfrei und sorgte für guten Komfort, auch wenn sie nicht ganz mit der Fox 34 mithalten konnte. Im direkten Vergleich bietet sie etwas weniger Dämpfungsstabilität und arbeitet dadurch etwas unruhiger.


BIKE-Urteil² SUPER

  Rock Shox Pike RCT3: Die Losbrechkraft der Pike liegt auf einem ähnlich guten Niveau wie die der Fox 34. Auch der über weite Teile lineare Verlauf der Kennlinie ähnelt dem der Fox. Insgesamt fällt die Steigung jedoch etwas flacher aus. In dem von uns gefahrenen Setup ließ sich der Federweg gut nutzen.Foto: BIKE Magazin
Rock Shox Pike RCT3: Die Losbrechkraft der Pike liegt auf einem ähnlich guten Niveau wie die der Fox 34. Auch der über weite Teile lineare Verlauf der Kennlinie ähnelt dem der Fox. Insgesamt fällt die Steigung jedoch etwas flacher aus. In dem von uns gefahrenen Setup ließ sich der Federweg gut nutzen.

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¹BIKE-Messwerte (Gewicht inklusive Steckachse und Remote-Hebel).


²Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Es setzt sich aus sechs Kriterien zusammen und basiert auf gerundeten Werten. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

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Testergebnisse Endura Federgabeln


DVO DIAMOND / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: DVO DiamondFoto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: DVO Diamond


Info www.dvosuspension.com
Preis 1049 Euro
Federweg¹/Werksangabe 152 mm/160 mm
Gewicht¹ 2134 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugst., H.- u. L.-Druckstufe, Vorspannung Negativ-Feder
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Nein
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 203 mm/nein
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 545 mm
Verdrehsteifigkeit 31,5 Nm/°
Bremssteifigkeit 237,7 Nm/°
Sensibilität (15 %) 12 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 9 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 10 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 7 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 11 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 7 von 12 Punkten


FAZIT Mit 2134 Gramm zählt die grüne DVO zu den schwereren Gabeln im Vergleich, dafür bietet sie die höchste Verdrehsteifigkeit, was sich durch ein präzises Handling bemerkbar macht. High- und Lowspeed-Druckstufe sowie zusätzlich die vorspannbare Negativ-Feder machen das Setup aufwändig. Auf dem Trail hinterlässt die DVO einen ausgezeichneten Eindruck. Sie arbeitet sehr komfortabel und bietet eine gute, gleichmäßige Dämpfungskontrolle. Allerdings baut sie sehr kurz und bietet auch nur 152 statt 160 Millimeter.


BIKE-Urteil² SEHR GUT

  – DVO:  Zwischen Bremsscheibenschrauben und Casting geht es verdammt eng zu. Die O.T.T.-Verstellung unterstützt das Einfedern.Foto: Georg Grieshaber
– DVO:  Zwischen Bremsscheibenschrauben und Casting geht es verdammt eng zu. Die O.T.T.-Verstellung unterstützt das Einfedern.
  DVO Diamond: Die DVO besitzt eine gleichmäßig steile Kennlinie mit schön linearem Verlauf. Dadurch lässt sich der Federweg gut ausnutzen. Die Negativ-Feder unterstützt über einen langen Bereich. Dafür knausert die DVO mit dem Federweg. Bei 152 Millimetern ist bereits Ende.Foto: Georg Grieshaber
DVO Diamond: Die DVO besitzt eine gleichmäßig steile Kennlinie mit schön linearem Verlauf. Dadurch lässt sich der Federweg gut ausnutzen. Die Negativ-Feder unterstützt über einen langen Bereich. Dafür knausert die DVO mit dem Federweg. Bei 152 Millimetern ist bereits Ende.


FORMULA 35 EX / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Formula 35 EXFoto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Formula 35 EX


Info www.formula-italy.com
Preis 988 Euro
Federweg¹/Werksangabe 180 mm/170 mm
Gewicht¹ 1830 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe, Lockout-Härte
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Ja
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 203 mm/nein
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 565 mm
Verdrehsteifigkeit 20,9 Nm/°
Bremssteifigkeit 192,6 Nm/°
Sensibilität (15 %) 12 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 9 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 10 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 8 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 8 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 9 von 12 Punkten


FAZIT Das längere EX-Modell der Formula 35 vereint üppigen Federweg mit beeindruckend niedrigem Gewicht. Kehrseite ist die etwas geringe Steifigkeit, die in unserem Praxistest jedoch nicht negativ auffiel. Formula-typisch arbeitet die 35 sehr sensibel und vermittelt viel Komfort. Wenn es zur Sache geht, muss das spürbare Plus an Federweg über viel Druckstufendämpfung gezähmt werden. Die 160er-Variante liegt etwas ruhiger und macht weniger Federbewegung. Als Tipp für Racer: stärkere Druckstufeneinheit nachrüsten.


BIKE-Urteil² SEHR GUT

  Formula 35 EX: Die 35 EX arbeitet mit zwei ineinander liegenden Negativ-Federn. Dadurch lassen sich zwei Buckel in der Kennlinie mit niedriger Losbrechkraft ausmachen. Hinten raus wird die Formula sehr progressiv, wodurch es schwer wird, den kompletten Federweg zu nutzen.Foto: BIKE Magazin
Formula 35 EX: Die 35 EX arbeitet mit zwei ineinander liegenden Negativ-Federn. Dadurch lassen sich zwei Buckel in der Kennlinie mit niedriger Losbrechkraft ausmachen. Hinten raus wird die Formula sehr progressiv, wodurch es schwer wird, den kompletten Federweg zu nutzen.


FOX 36 FLOAT RC2 / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Fox 36 Float RC2Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Fox 36 Float RC2


Info www.ridefox.com
Preis 1309 Euro
Federweg¹/Werksangabe 175 mm/170 mm
Gewicht¹ 2026 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, High- und Lowspeed-Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Nein
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 180 mm/120 kg
Verfügbare Schäfte Taper, 1 ¹/8 Zoll
Verfügbare Ausfallenden 15, 20 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 560 mm
Verdrehsteifigkeit 22,8 Nm/°
Bremssteifigkeit 209,5 Nm/°
Sensibilität (15 %) 12 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 9 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 12 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 9 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 9 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 8 von 12 Punkten


FAZIT Innerhalb der Enduro-Gabeln kostet sie am meisten und liegt vom Gewicht im guten Mittelfeld. Wem die fünf Schrauben zum Radwechsel zu viel sind, bekommt die 36 auch mit Schnellspannsteckachse, dann aber nur mit einfacher Druckstufendämpfung. Genau wie die 34, schafft es auch die 36, Feedback und Komfort perfekt in Einklang zu bringen. Durch die effektive Dämpfung steht sie stabil und ruhig im Federweg und ebnet selbst grobe Verblockungen, ohne unnötige Federweg zu verschenken. Testsieger.


BIKE-Urteil² SUPER

  – Fox:  Wer die aufwändige RC2-Dämpfung bei der 36 haben will, muss beim Radwechsel fünffach schrauben. 15- und 20-mm-Achsen sind möglich.Foto: Georg Grieshaber
– Fox:  Wer die aufwändige RC2-Dämpfung bei der 36 haben will, muss beim Radwechsel fünffach schrauben. 15- und 20-mm-Achsen sind möglich.
  Fox 36 Float RC2: Wie schon bei den All-Mountain-Gabeln fällt auch hier die große Ähnlichkeit der Kennlinie zu Rock Shox auf. Die Kennlinie wirkt aus einem Guss, ohne sichtbare Übergänge oder Stufen. Der relativ steile Verlauf verhindert ein Wegsacken, der Arbeitsbereich ist schön linear.Foto: BIKE Magazin
Fox 36 Float RC2: Wie schon bei den All-Mountain-Gabeln fällt auch hier die große Ähnlichkeit der Kennlinie zu Rock Shox auf. Die Kennlinie wirkt aus einem Guss, ohne sichtbare Übergänge oder Stufen. Der relativ steile Verlauf verhindert ein Wegsacken, der Arbeitsbereich ist schön linear.


MANITOU MATTOC PRO II / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Manitou Mattoc Pro II Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Manitou Mattoc Pro II 


Info www.manitoumtb.com
Preis 749 Euro
Federweg¹/Werksangabe 164 mm/160 mm
Gewicht¹ 1928 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, H.- und L.-Druckstufe, Durchschlagschutz
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Nein
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 203 mm/nein
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 565 mm
Verdrehsteifigkeit 22,7 Nm/°
Bremssteifigkeit 215,8 Nm/°
Sensibilität (15 %) 9 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 9 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 9 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 7 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 9 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 8 von 12 Punkten


FAZIT Attraktiv im Preis und gut unter der Zwei-Kilo-Marke. Neben diesen beiden positiven Details überarbeitete Manitou zudem die Steckachse, die nun zwar nur noch per Inbus-Schlüssel zu bedienen ist, aber wesentlich intuitiver und sicherer. Die volle Palette gibt es an der Setup-Front. Zweifache Druckstufe, hydraulischer Durchschlagschutz und optionale Volume Spacer verkomplizieren die Handhabung. Im Vergleich zu den Top-Gabeln fehlt es der Mattoc an Sensibilität. Trotz Druckstufenverstellung viel Federbewegung.


BIKE-Urteil² GUT

  + Manitou: Statt der Hexlock-Achse mit fummeliger Arretierung wird die  Achse nun geschraubt. Erfordert einen Inbus-Schlüssel, gelingt aber intuitiv.Foto: Georg Grieshaber
+ Manitou: Statt der Hexlock-Achse mit fummeliger Arretierung wird die  Achse nun geschraubt. Erfordert einen Inbus-Schlüssel, gelingt aber intuitiv.
  Manitou Mattoc Pro II: Die Kennlinie besitzt einen recht flachen Verlauf, wodurch man bei Last auf dem Vorderrad oder steilem Gelände tief im Federweg hängt. Mit der IRT-Option (Seite 88) lässt sich die Kennlinie anheben. Die Losbrechkraft liegt recht hoch, wodurch es an Sensibilität fehlt.Foto: BIKE Magazin
Manitou Mattoc Pro II: Die Kennlinie besitzt einen recht flachen Verlauf, wodurch man bei Last auf dem Vorderrad oder steilem Gelände tief im Federweg hängt. Mit der IRT-Option (Seite 88) lässt sich die Kennlinie anheben. Die Losbrechkraft liegt recht hoch, wodurch es an Sensibilität fehlt.


ROCK SHOX LYRIK RCT3 / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Lyrik RCT3Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: Rock Shox Lyrik RCT3


Info www.sram.com
Preis 1075 Euro
Federweg¹/Werksangabe 171 mm/170 mm
Gewicht¹ 2054 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Ja
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 200 mm/nein
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 565 mm
Verdrehsteifigkeit 30,4 Nm/°
Bremssteifigkeit 238,8 Nm/°
Sensibilität (15 %) 12 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 9 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 11 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 10 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 11 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 8 von 12 Punkten


FAZIT Als potentere Pike wurde die neue Lyrik angekündigt. Trotz identischem Standrohrdurchmesser von 35 Millimetern generiert sie auch bei größerer Länge eine sehr gute Steifigkeit. Dabei liegt das Gewicht nur 28 Gramm über Fox-36-Niveau. Beim Preis haben Lyrik und Pike mit 1075 Euro angezogen. Positiv ist das einfache Setup der Rock-Shox-Gabeln. Im Downhill offenbart die Lyrik ihr volles Poten­zial und glänzt durch gutes Ansprechen. Lediglich die Fox filtert harte, schnelle Schläge noch besser und liegt etwas ruhiger.


BIKE-Urteil² SUPER

  + Rock Shox: Die Lyrik RCT3 besitzt wie die Pike einen Charger-Dämpfer. Das Grund-Setup funktioniert so gut, dass man eigentlich nur die Zugstufe einstellen muss.Foto: Georg Grieshaber
+ Rock Shox: Die Lyrik RCT3 besitzt wie die Pike einen Charger-Dämpfer. Das Grund-Setup funktioniert so gut, dass man eigentlich nur die Zugstufe einstellen muss.
  Rock Shox Lyrik RCT3: Wie auch bei der Fox 36 besitzt die Kennlinie der Lyrik einen sehr harmonischen, gleichmäßigen Verlauf ohne Stufen. Der Arbeitsbereich ist weitgehend linear mit einer guten Steigung, wodurch die Gabel immer genügend Gegendruck bietet. Gegen Ende geht die Lyrik in eine leichte Progression.Foto: BIKE Magazin
Rock Shox Lyrik RCT3: Wie auch bei der Fox 36 besitzt die Kennlinie der Lyrik einen sehr harmonischen, gleichmäßigen Verlauf ohne Stufen. Der Arbeitsbereich ist weitgehend linear mit einer guten Steigung, wodurch die Gabel immer genügend Gegendruck bietet. Gegen Ende geht die Lyrik in eine leichte Progression.


SR SUNTOUR DUROLUX R2C2 / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: SR Suntour Durolux R2C2Foto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: SR Suntour Durolux R2C2


Info www.srsuntour-cycling.com
Preis 699 Euro
Federweg¹/Werksangabe 170 mm/170 mm
Gewicht¹ 2343 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, High- und Lowspeed-Zugstufe sowie -Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Nein
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 203 mm/120 kg
Verfügbare Schäfte Taper, 1 ¹/8 Zoll
Verfügbare Ausfallenden 20 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 575 mm
Verdrehsteifigkeit 31,0 Nm/°
Bremssteifigkeit 255,6 Nm/°
Sensibilität (15 %) 10 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 9 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 10 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 7 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 11 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 7 von 12 Punkten


FAZIT 20-Millimeter-Steckachse, 2343 Gramm und eine über­ra­gende Steifigkeit. Die durchweg solide Durolux schlägt die Brü­cke zwischen Enduro und Freeride und kostet mit 699 Euro am wenigstens. Auf Einstelloptionen muss man dennoch nicht verzichten. Ganz im Gegenteil: Die zweifache Zugstufenverstellung macht das Setup aufwändig. Im Gelände spricht die Durolux gut an, besitzt aber tendenziell einen straffen Charakter, den Racer zu schätzen wissen. Selbst in groben Passagen kam die Gabel nicht an ihre Grenzen.


BIKE-Urteil² SEHR GUT

  + SR Suntour: Für eine schnelle Schmierung zwischendurch lässt sich das Casting im Bereich des Schaumstoffrings öffnen. Clever und einfach.Foto: Georg Grieshaber
+ SR Suntour: Für eine schnelle Schmierung zwischendurch lässt sich das Casting im Bereich des Schaumstoffrings öffnen. Clever und einfach.
  – SR Suntour: Es ist zwar schön, dass man auch die Zugstufe in High- und Lowspeed einstellen kann, aber nicht jede Option bringt auch einen richtigen Benefit für den Nutzer.Foto: Georg Grieshaber
– SR Suntour: Es ist zwar schön, dass man auch die Zugstufe in High- und Lowspeed einstellen kann, aber nicht jede Option bringt auch einen richtigen Benefit für den Nutzer.
  SR Suntour Durolux R2C2: Die Kennlinie der Durolux bestätigt die geringe Losbrechkraft und damit das gute Ansprechverhalten. Die Negativ-Feder unterstützt bis 75 Millimeter und sorgt für einen linearen Verlauf. In dem von uns gefahrenen Setup (Serie kommt mit drei Spacern in der Luftkammer) arbeitet sie sehr progressiv.Foto: BIKE Magazin
SR Suntour Durolux R2C2: Die Kennlinie der Durolux bestätigt die geringe Losbrechkraft und damit das gute Ansprechverhalten. Die Negativ-Feder unterstützt bis 75 Millimeter und sorgt für einen linearen Verlauf. In dem von uns gefahrenen Setup (Serie kommt mit drei Spacern in der Luftkammer) arbeitet sie sehr progressiv.


X-FUSION SWEEP ROUGHCUT HLR / 27,5 ZOLL

  Test 2016 Federgabeln: X-Fusion Sweep Roughcut HLRFoto: Georg Grieshaber
Test 2016 Federgabeln: X-Fusion Sweep Roughcut HLR


Info www.xfusionshox.com
Preis 799 Euro
Federweg¹/Werksangabe 160 mm/160 mm
Gewicht¹ 1812 g


HERSTELLERANGABEN
Einstellmöglich­keiten Federhärte über Luftdruck, Zugstufe, High- und Lowspeed-Druckstufe
Absenkung/Plattf., Blockierung Nein/Nein
Max. Ø Disc/Gewichts-Limit 203 mm/115 kg
Verfügbare Schäfte Taper
Verfügbare Ausfallenden 15 mm


MESSWERTE
Einbaulänge 555 mm
Verdrehsteifigkeit 21,6 Nm/°
Bremssteifigkeit 181,3 Nm/°
Sensibilität (15 %) 11 von 12 Punkten
Uphill (15 %) 9 von 12 Punkten
Downhill (30 %) 9 von 12 Punkten
Handhabung (10 %) 11 von 12 Punkten
Steifigkeit (15 %) 8 von 12 Punkten
Gewicht (15 %) 9 von 12 Punkten


FAZIT Mit nur 1812 Gramm könnte die X-Fusion sogar in der All-Mountain-Klasse bestehen. Dafür fällt die Bremssteifigkeit niedriger aus, und es gibt eine Beschränkung auf 115 Kilo. Komfortorientiert und sensibel notierten die Tester im Protokoll, wodurch sich die Gabel auch an langhubigen Touren-Bikes gut schlägt. Wer bergab schneller unterwegs ist und über den ein oder anderen Renneinsatz nachdenkt, vermisst etwas Gegendruck und damit Feedback vom Untergrund, was durch die Druckstufe nur bedingt gelingt.


BIKE-Urteil² SEHR GUT

  X-Fusion Sweep Roughcut HLR: Die X-Fusion besitzt die geringste Losbrechkraft bei der Kennlinie. Die Steigung passt, ohne durchzuhängen und besitzt insgesamt einen harmonischen Verlauf. Gegen Ende besitzt die Sweep eine gute Progression. Der Federweg lässt sich dennoch sehr gut ausnutzen.Foto: BIKE Magazin
X-Fusion Sweep Roughcut HLR: Die X-Fusion besitzt die geringste Losbrechkraft bei der Kennlinie. Die Steigung passt, ohne durchzuhängen und besitzt insgesamt einen harmonischen Verlauf. Gegen Ende besitzt die Sweep eine gute Progression. Der Federweg lässt sich dennoch sehr gut ausnutzen.

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¹BIKE-Messwerte (Gewicht inklusive Steckachse und Remote-Hebel).
²Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Es setzt sich aus sechs Kriterien zusammen und basiert auf gerundeten Werten. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

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