Test 2020: MTB-Federgabeln Test 2020: MTB-Federgabeln

Test 2020: MTB-Federgabeln

Knautschzone: 21 MTB-Gabeln im Labor- und Praxistest

Ludwig Döhl am 28.12.2019

Ein Bike ist nur so gut wie seine Gabel. Funktioniert sie nicht, wird die Abfahrt zur Qual. Können die Exoten unter den 21 getesteten Gabeln den Platzhirschen von Fox und Rockshox das Wasser reichen?

Die Unterarme der Tester glühen. Für diesen Test von 22 Federgabeln haben wir knapp 50.000 Tiefenmeter auf den Drei-Länder-Enduro-Trails am Reschensee abgespult. Jede einzelne Federgabel wurde von drei Testfahrern jeweils 700 Tiefenmeter ins Tal pilotiert. Die Wurzeln, Sprünge und Gesteinsbrocken am Schön­eben-Trail haben nicht nur die feinen Unterschiede zwischen den 14 Enduro- und All-Mountain-Gabeln zum Vorschein gebracht, sondern auch die Körper der Testfahrer geschunden. Deshalb protestierte niemand gegen den Vorschlag, die kurzhubigeren Cross-Country- und Trail-Gabeln mit 100 bis 120 Millimetern Federweg auf sanfterem Terrain rund um die Berg­kastelbahn zu testen. Angesichts schmerzender Arme und einiger Tausend Tiefenmeter stellt sich natürlich die Frage: Wozu dieser enorme Aufwand? Zumal nach den aufwändigen Labormessungen, die bereits fundierte Fakten über das Können der Gabeln geliefert haben?


Den gesamten Federgabel-Test in den Kategorien Enduro, All Mountain, Trail und Cross Country mit allen Informationen, Übersichtstabellen und Noten finden Sie als PDF unten im Download-Bereich:

ENDURO 160 mm

ALL MOUNTAIN 140 mm

TRAIL 120 mm

CROSS COUNTRY 100 mm 

Fotostrecke: Test 2020: MTB-Federgabeln


Ein Mountainbike besteht aus vielen Einzelteilen. Das Fahrwerk mit der Federgabel als wichtigem Element prägt das Fahrverhalten eines Mountainbikes. Arbeitet sie störrisch, durchfährt man technische Trail-Passagen wie mit angezogener Handbremse. Filtert sie dagegen feinfühlig alle Unebenheiten und sorgt damit für Grip am Vorderrad, fühlt sich der Fahrer selbst im fiesesten Steinfeld sicher und genießt die Abfahrt. Eventuell kann er sogar mehr Speed riskieren, um sein Fahrkönnen zu verbessern. Neben dem großen Einfluss auf das Fahrverhalten ist die Gabel zumeist auch das teuerste Bauteil an einem Komplett-Bike. Dieser umfassende Test liefert damit maßgebliche Informationen für eine wichtige Kaufentscheidung – entweder für winterliche Tuning-Sessions am bereits vorhandenen Rad, oder für den bevorstehenden Kauf eines Komplett-Bikes. Jedes Bike ist nur so gut wie seine Gabel. Deshalb liefert der Federgabeltest im BIKE-Magazin seit Jahrzehnten fundierte Ergebnisse. Auch in diesem Jahr wieder durch drei Labormessungen und 2100 Höhenmeter Singletrail bergab mit jedem einzelnen Probanden – und inzwischen schmerzen die Arme auch nicht mehr.

Insgesamt 14 Firmen bestücken das Testfeld dieses Federgabeltests. Kaum einer unserer Leser könnte vermutlich auf Anhieb alle benennen. Denn im Testkeller des BIKE-Magazins stammen 90 Prozent der Gabeln von zwei Herstellern: Fox und Rockshox teilen sich den Markt der Erstausrüster für hochwertige Mountainbikes nahezu brüderlich. Selten findet sich eine Manitou, SR Suntour oder Formula an einem Serienrad. Auch Öhlins wurde aus den Top-Modellen von Specialized verbannt. Die Dominanz von Fox und Rockshox liegt an der Qualität und der Performance ihrer Produkte. Damit gewinnen sie alle vier Kategorien dieses Tests. Die beiden Hersteller sind zudem, anders als viele kleine Spezialanbieter, in jeder Nische und bei allen Varianten von Mountainbikes präsent. Gründe für diese Überlegenheit? Langjährige Erfahrung, leistungsfähige Entwickler-Teams und finanzielle Ressourcen gehören sicher dazu. Doch für unser Test-Team stellt sich in erster Linie die Frage: Was können die Gabeln von Fox und Rockshox im Labor und auf dem Trail einfach besser? Unsere Testergebnisse basieren auf den Laborwerten (Gewicht und Steifigkeit), der Handhabung und den Fahreigenschaften in der Praxis.


Federgabel-Lexikon: Wir erklären die Fachbegriffe.

Test 2020: MTB-Federgabeln

Fachbegriffe: Lexikon Federgabeln


Den kompletten Vergleichstest inkl. aller Daten, Punktetabellen und der Notenübersicht finden Sie in BIKE 11/2019. Als PDF kostet der Vergleichstest 1,99 Euro. Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Tests in BIKE. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Hunderttausende Euro jedes Jahr.

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Ludwig Döhl am 28.12.2019
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