Garmin Edge 1060Sprachsteuerung am neuen Highend-GPS-Computer

Florentin Vesenbeckh

 · 20.10.2026

Der Garmin Edge 1060 ist das Topmodell unter den GPS-Computern. Neu ist die Sprachsteuerung.
Foto: Garmin Deutschland GmbH
Mit dem Edge 1060 bringt Garmin die Sprachsteuerung an den Lenker. Der neue GPS-Radcomputer behält das 3,5-Zoll-Display des Edge 1050, wird aber kleiner und leichter. Dazu kommen neue Routingoptionen und eine Ladefunktion für andere Geräte. Der Preis: 799,99 Euro.

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FAZIT der Redaktion

Die neueste Ausbaustufe des Top-Garmins bringt mit der Sprachsteuerung ein spannendes Feature an die beliebten GPS-Geräte. Die Navigation per Sprachbefehl ändern oder präzisieren - das kann in der Praxis ein massiver Vorteil sein. Wir sind gespannt, wie sich das Feature in der Realität im Fahrtbetrieb bewährt und freuen uns auf einen Test des neuen Edge 1060.


Eine Aufzeichnung starten, Fahrdaten abfragen oder ein Navigationsziel festlegen, ohne auf den Bildschirm zu tippen: Das soll der Garmin Edge 1060 per Sprachbefehl ermöglichen. Neben Mikrofon und Sprachsteuerung zählen ein kompakteres Gehäuse und zusätzliche Optionen bei der Routenplanung zu den wichtigsten Änderungen gegenüber dem Edge 1050.

„Okay Garmin“: Sprachbefehle statt Griff zum Display

Die Sprachsteuerung wird mit „Okay Garmin“ aktiviert. So lassen sich unter anderem Leistungsdaten abrufen und vorlesen, bereits geladene Strecken auswählen sowie interessante Orte entlang der Route suchen. Auch Gefahrenstellen sollen sich auf Zuruf melden lassen.

Für Text- und Sprachnachrichten benötigt der Edge 1060 dagegen ein gekoppeltes, kompatibles Smartphone und die Garmin Messenger App. Ein eigenständiger Mobilfunk-Messenger ist der Radcomputer also nicht. Der integrierte Lautsprecher gibt außerdem Navigations- und Trainingshinweise aus und dient als digitale Klingel.

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Für Mountainbiker ist vor allem interessant, ob sich das Gerät auch bei Fahrtwind und auf ruppigen Trails zuverlässig ansprechen lässt. Garmin weist darauf hin, dass die Leistung der Sprachsteuerung von den Fahrbedingungen abhängt. Zudem steht sie nur in ausgewählten Sprachen zur Verfügung. Wie gut das im Gelände funktioniert, muss ein Praxistest zeigen.

Gleiches Display, kleineres Gehäuse

Das LCD-Touchdisplay misst weiterhin 3,5 Zoll und löst mit 480 × 800 Pixeln auf. Garmin verpackt es allerdings in einem kürzeren und etwas schmaleren Gehäuse: Der Edge 1060 misst 58,5 × 107,0 × 16,3 Millimeter und soll 142 Gramm wiegen. Gegenüber dem Edge 1050 wären das 11,5 Millimeter weniger Länge und 19 Gramm weniger Gewicht. Touch- und Tastenbedienung stehen zur Verfügung.

Die angegebenen Akkulaufzeiten bleiben unverändert: Garmin nennt bis zu 20 Stunden bei intensiver Nutzung mit Navigation und gekoppelten Sensoren sowie bis zu 60 Stunden im Energiesparmodus. Die tatsächliche Laufzeit hängt von Nutzung und Einstellungen ab. Wie sich das bisherige Modell im Gelände schlägt, zeigt unser Praxistest des Garmin Edge 1050.

Navigation mit mehr Auswahl

Bei der Routenberechnung können Fahrer zwischen beliebten Strecken, der schnellsten Verbindung, möglichst wenigen Höhenmetern oder einer Variante mit wenigen Stopps und Kreuzungen wählen. Mehrere Vorschläge lassen sich vorab vergleichen. Eine Routenvorschau liefert unter anderem Angaben zu Distanz, voraussichtlicher Fahrzeit und gemeldeten Gefahren.

„Up Ahead“ zeigt ausgewählte Wegpunkte entlang der Strecke samt Entfernung an, etwa Trinkwasserstellen, Cafés oder öffentliche Toiletten. Strecken lassen sich auch direkt auf dem Gerät ohne Smartphone und Internetverbindung planen. Vorinstallierte Fahrradkarten, ClimbPro und Community-Meldungen zu Hindernissen ergänzen die Navigation.

MTB-Funktionen sind nicht durchweg neu

Für den Geländeeinsatz bietet der Edge 1060 Enduro- und Downhill-Profile, Splitzeiten sowie eine GPS-Aufzeichnung mit fünf Datenpunkten pro Sekunde in diesen beiden Profilen. Hinzu kommen Trailforks-Karten, ForkSight mit Informationen zu vorausliegenden Trails und MTB-Dynamics mit Grit-, Flow- und Sprunganalysen.

Diese Ausstattung ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal des neuen Spitzenmodells. Entsprechende MTB-Funktionen gibt es auch bei den Garmin Edge 550 und 850. Für den Edge 1050 führt Garmin mehrere davon im Datenblatt als Software-Update auf. Wer bereits einen 1050 besitzt, sollte deshalb vor allem Sprachbedienung, Gehäuseformat und neue Navigation als mögliche Wechselgründe betrachten.

Rückwärtsladen nur im Stand

Neu ist die Möglichkeit, andere Geräte über den Edge-Akku zu laden, etwa ein Smartphone oder kompatible Beleuchtung. Dafür ist ein geeignetes USB-C-Kabel nötig. Wichtig: Laut Garmin ist diese Funktion ausdrücklich nicht zum Laden während der Fahrt vorgesehen.

Trainingsfunktionen wie Stamina, Power Guide und Garmin Coach bleiben an Bord. Je nach Funktion sind zusätzliche Sensoren erforderlich. GroupRide wird unter anderem um den Vergleich eigener Leistungsdaten mit dem Gruppendurchschnitt erweitert; vernetzte Funktionen setzen ein kompatibles Smartphone voraus.

Preis und Verfügbarkeit

Der Garmin Edge 1060 ist laut Hersteller ab sofort für 799,99 Euro erhältlich. Zum Lieferumfang gehören eine Standard- und eine Aerohalterung, ein Befestigungsband sowie ein Lade- bzw. Datenkabel.

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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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