DT Swiss Trackr SpeedGeschwindigkeitssensor mit Stil

Adrian Kaether

 · 03.09.2026

Mit dem Trckr Speed integriert DT Swiss den Geschwindigkeitssensor in die Nabe.
Foto: DT Swiss
​Wahoo-Technologie trifft auf DT Swiss Design-Philosophie – der neue TRACKR SPEED integriert die Geschwindigkeitsmessung direkt in die Nabe. Das Ergebnis ist funktional vertraut, optisch jedoch ein echter Fortschritt.

Themen in diesem Artikel

​BIKE-Einschätzung

Der DT Swiss TRACKR SPEED ist kein revolutionäres Produkt sondern setzt Akzente bei Ästhetik und Systemintegration zählen. Rennrad- und Gravel-Fahrer, die Wert auf ein stimmiges Gesamtbild legen und mit DT Swiss Laufrädern unterwegs sind, werden die Lösung zu schätzen wissen. Für alle anderen bleiben der klassische Wahoo TRACKR SPEED eine funktional gleichwertige und flexiblere Alternative.


Wer schon einmal einen klassischen Geschwindigkeitssensor am Vorderrad montiert hat, kennt das Dilemma: Das kleine schwarze Kästchen ist funktional tadellos, wirkt an edlen Laufrädern aber stets wie ein Fremdkörper. DT Swiss geht dieses Problem konsequent an – und integriert den Sensor kurzerhand in die Nabe selbst.

Wahoo-Technologie als bewährte Basis

Technologisch betritt DT Swiss dabei kein Neuland: Der TRACKR SPEED basiert auf dem bekannten Wahoo TRACKR SPEED und liefert nach Herstellerangaben identische Performance. Das Herzstück bildet ein 3-Achs-Beschleunigungssensor, der die Rotation der Nabe erfasst und daraus Geschwindigkeit sowie zurückgelegte Distanz berechnet. Der entscheidende Vorteil gegenüber reiner GPS-Messung liegt auf der Hand: Dort, wo Satellitensignale in verbautem Gelände, engen Schluchten oder unter dichtem Blätterdach lückenhaft und ungenau werden, liefert der Beschleunigungssensor weiterhin zuverlässige Daten.

Funktional dürfte sich der DT Swiss TRACKR SPEED gegenüber seinem Wahoo-Pendant allerdings nicht abheben – die Messphysik bleibt dieselbe. Was DT Swiss bietet, ist vielmehr ein konsequentes Upgrade in Sachen Integration, Optik und Handhabung.

Eingebaut statt aufgesetzt

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist die nahtlose Integration in die Nabe. DT Swiss bietet den TRACKR SPEED für beide Hauptlinien an: Für SPLINE-Naben passt sich der Sensor der charakteristischen Nabenform an, bei den DICUT-Naben bleibt das cleane, reduzierte Design der Produktlinie unangetastet. Wer schon einmal ein hochwertiges Laufradsatz-Setup mit einem klobigen Sensorclip kombiniert hat, wird den Unterschied sofort zu schätzen wissen.

Da der Sensor direkt in die Nabe integriert ist, wird er nicht als separates Zubehör erhältlich sein. Stattdessen ist davon auszugehen, dass entsprechend ausgestattete Laufräder mit einem moderaten Aufpreis in den Handel kommen. Für Fahrer, die ohnehin in ein neues DT Swiss Laufrad investieren, ist das ein nachvollziehbares Modell – für Besitzer bestehender DT Swiss Laufräder jedoch keine Option zur Nachrüstung.

Aufladbar statt Batterienwechsel

Praktisch gelöst ist auch die Energieversorgung: Anders als viele klassische Sensoren mit CR2032-Knopfzellen setzt der TRACKR SPEED auf einen integrierten, wiederaufladbaren Akku, der bequem über ein magnetisches Ladekabel befüllt wird. Einwegbatterien entfallen damit vollständig. Die kabellose Verbindung zu Bikecomputer, Smartwatch oder Smartphone erfolgt über ANT+ und Bluetooth, womit die Kompatibilität mit allen gängigen Plattformen gesichert ist.

Der Trackr Speed kostet 59,99 Euro, das Hinterrad G1800 Spline gibt’s für für 280,90 Euro. Vorerst richtet sich das Angebot primär an den Rennrad- und Gravel-Bereich – ob DT Swiss das System perspektivisch auch auf MTB-Naben ausweitet, bleibt abzuwarten.

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Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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