Extended Boost an Boschs E-Bike-MotorenBoschs Superkraft jetzt einstellbar

Florentin Vesenbeckh

 · 02.05.2026

Extended Boost an Boschs E-Bike-Motoren: Boschs Superkraft jetzt einstellbarFoto: Bosch eBike Systems
In der Bosch-App lässt sich jetzt der situative Nachlauf Extended Boost auf persönliche Vorlieben feintunen - von 0 bis 10.
Mit dem Software-Update für die E-Bike-Motoren von Bosch kommt ein weiteres Feature: Der Extended Boost ist künftig individuell einstellbar. Was das bringt und welche Motoren davon profitieren? Wir haben alle Infos.​​

Ein nach wie vor herausragendes Feature für E-Mountainbiker hat Bosch mit dem Extended Boost an Bord. Dieser situativ gesteuerte Nachlauf ist nach wie vor Benchmark und macht den Performance CX zum Uphill-Künstler, der geschmeidig und spritzig zugleich durch Schlüsselstellen navigiert. Das Grundprinzip des Extended Boost: Die Software erkennt automatisch, wie der Fahrer agiert und passt den Nachlauf des Motors entsprechend an. Dabei geht es um das Nachschieben des Motors, wenn der Fahrer aufhört zu treten. Schwungvoll kräftig nach deutlichem Tretimpuls oder unmerklich sanft beim normalen Pedalieren. Mit einem angekündigten Software-Update von Bosch, das ab Mitte 2026 verfügbar sein soll, ist dieser Extended Boost dann individuell einstellbar. So sollen sportliche Fahrer ihr Setup noch genauer nach den eigenen Vorlieben feinjustieren können.

Der Extended Boost gibt E-Mountainbikern den entscheidenden Schub, um Hindernisse wie Wurzeln, Stufen oder Felsen souverän zu überwinden – auch wenn keine volle Pedalumdrehung möglich ist. Maximal liefert das System einen Extra-Schub von bis zu 2 Metern - das ist gesetzlich vorgegeben. Ab Mitte 2026 lässt sich die Länge des Nachlaufs mit einem neuen Schieberegler in der App auf einer Skala von 0 bis 10 einstellen. Und zwar für jeden Fahrmodus separat. Künftig ist der Extended Boost dann in allen Modi verfügbar. Einige Modi, wie zum Beispiel eMTB, eMTB+ oder Race, haben bereits im Default eine vordefinierte Boost-Länge, die zur charakteristischen Eigenschaft des jeweiligen Modus passt. Das System reagiert dabei auf die aktuelle Situation auf dem Trail: kürzer und sanfter für niedrige Absätze, länger und dynamischer für hohe, kantige Stufen.

Zum Verständnis: Der Extended Boost reagiert in jedem Modus unterschiedlich. Von betont kräftig bis aggressiv im Race-Modus bis moderat im E-MTB-Modus. Ausgehend von dieser Logik kann man mit der Einstellung die Länge des Nachlaufs über die App einstellen. Bei gleicher App-Einstellung verhält sich der Boost im Eco-Modus dennoch dezenter, als im Turbo-Modus. Das benötigt ein intensives Auseinandersetzen mit den Modi und dem Thema Nachlauf. für viele Gelegenheits-Biker hat die neue Funktion damit vermutlich wenig Mehrwert. Doch ambitionierte E-Biker können ihr Setup damit ganz nach den eigenen Vorlieben gestalten - oder gar an bestimmte Streckenanforderungen anpassen.

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Übrigens: Auch die Dynamik-Einstellung in der Bosch-App hat einen Einfluss darauf, wie sich der Nachlauf anfühlt. Je höher die Dynamik, desto plakativer fällt auch der Extra-Schub aus.

Bosch hat bei diesem feature auch an ältere Motorengenerationen gedacht. Das neue Feature hilft nicht nur E-Bikern mit dem neuesten Performance CX und CX-R. Es wird auch auf anderen, teils älteren Motoren verfügbar sein. Darunter der Light-Motor Performance SX und die beiden Vorgänger-Versionen BDU37 von Performance CX und CX Race. Auch die beiden letzten Versionen der Cargo-Line (BDU37 und BDU38) sind kompatibel.

Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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