Florentin Vesenbeckh
· 11.04.2026
Mit der Vorstellung des Avinox M2 komplettiert das Unternehmen seine zweite Motorengeneration und bietet erstmals eine Einstiegsvariante an, die trotz günstigeren Preises mit beeindruckenden Leistungsdaten aufwartet. Wie angekündigt nehmen die Chinesen damit auch ganz klar das günstige Preissegment ins Visier. Ein krasses Beispiel liefert die DJI-Tochter Amflow mit dem neuen PR Carbon selbst: Für 4499 Euro gibt’s hier bereits ein E-Fully mit Vollcarbonrahmen, M2-Motor und entnehmbarem Akku. Eine Benchmark, an der sich die Konkurrenz messen lassen muss. Ebenfalls deutlich: Immer mehr relevante Marken, darunter Mondraker, Commencal, YT Industries, BH Bikes und Pivot, haben die neuen Avinox-Systeme bereits in ihre Modellpaletten integriert.
Der Avinox M2 überzeugt zunächst durch seine kompakte Bauweise. Mit nur 2,65 kg behält er die nahezu identische Form des erfolgreichen Vorgängers M1 bei und ermöglicht damit schlanke Rahmendesigns. Trotz der kompakten Abmessungen leistet der Motor bis zu 1100 Watt Spitzenleistung und liefert ein maximales Drehmoment von 125 Nm und ist damit stärker als sein Vorgänger. Das sind Werte, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.
Im Vergleich zur ersten Generation M1 steigert der M2 die Leistungsdichte um 4,6 Prozent. Damit positioniert sich der Motor als solide Basis für E-Bikes im mittleren und unteren Preissegment, die sowohl im urbanen Umfeld als auch auf Touren überzeugen sollen. Und das, ohne bei Gewicht und Leistung Einbußen gegenüber der Konkurrenz hinnehmen zu müssen. Eher sogar im Gegenteil.
Wer den M2 mit seinem großen Bruder Avinox M2S vergleicht, erkennt schnell die Unterschiede: Der M2S bietet mit bis zu 1500 Watt und 150 Nm Spitzendrehmoment nochmal mehr Leistungsreserven und noch dazu sogar etwas leichter sein. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Technik: Während der M2S auf ein aufwändiges Doppelzahnraddesign, integrierte Temperatursensoren und spezielle Kühlrippen setzt, kommt der M2 mit einer konventionelleren, aber bewährten Bauweise aus.
Passend zu den neuen Motoren präsentiert Avinox erstmals auch herausnehmbare Akkus: den RS800 und den RS600. Dank Schnellverschlussfunktion lassen sich die Akkus mühelos entnehmen und separat laden – praktisch für Pendler, die ihr E-Bike nicht zur Steckdose bringen können. Alternativ steht der integrierte FP700 mit 700 Wh Kapazität zur Verfügung, der GaN-3-fach-Schnellladen unterstützt und in einer Stunde und 16 Minuten von 0 auf 80 Prozent geladen sein soll. Auch die bekannten Avinox-Batterien mit 600 und 800 Wattstunden, die meist fest verbaut sind, sind mit dem neuen System kompatibel.
Mit dem M2 erweitert Avinox sein Portfolio um eine attraktive Einstiegsoption, die sich wohl nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss. Die Kombination aus kompakter Bauweise, hoher Leistung und fairem Preis dürfte für viele E-Biker ein Schritt in genau die richtige Richtung sein: gute E-Mountainbikes zum fairen Preis! Wir sind gespannt, was die Bike-Hersteller aus dem neuen Motor zaubern und wie sich der “kleine” Avinox im Praxiseinsatz schlägt.

Redakteur CvD