Schon gefahrenMTB-Bremse TRP G-Spec Trail SLC

Stefan Frey

 · 29.12.2019

Schon gefahren: MTB-Bremse TRP G-Spec Trail SLCFoto: Georg Grieshaber
Schon gefahren: MTB-Bremse TRP G-Spec Trail SLC
Es hat in der Szene also für etwas Aufsehen gesorgt, als sich Aaron Gwin ausgerechnet für eine Bremse des taiwanesischen Herstellers TRP entschied, dessen Name ja eher für preisgünstige Stopper steht.

Wenn sich Downhill-Star Aaron Gwin gezwungen sieht, Tempo abzubauen – wegen einer nahenden Kurve oder was auch immer – dann muss es zackig gehen. Die Bremswirkung eines Worldcup-Bikes ist mindestens ebenso wichtig wie die Fahrwerksfunktion. Es hat in der Szene also für etwas Aufsehen gesorgt, als sich Gwin ausgerechnet für eine Bremse des taiwanesischen Herstellers TRP entschied, dessen Name ja eher für preis/leistungsgünstige Stopper steht. Die unlängst auf den Markt gekommene Trail SLC ist die leichtere Version von Gwins Downhill-Bremse. Der Star war an der Entwicklung rege beteiligt. Wobei das Hauptaugenmerk beim Modifizieren hauptsächlich auf dem Hebel lag. Der Einsatz von Carbon (Hebel, Abdeckung) spart etwas Gewicht. Von filigraner Bauweise ist der Hebel aber dennoch weit entfernt. Praktisch ist die Hebelweiteneinstellung per Rändelschraube. Die Vierkolbensättel mit den Kühllamellen sind weitgehend die gleichen geblieben wie bei der Downhill-Ausführung. Sie wurden nur minimal verändert. Angesichts des prominenten Namens, der die Bremse umflirrt (das G in G-Spec ist das Initial von Gwin), ist die Erwartungshaltung riesig. Kleine Enttäuschung zunächst: Die Bremswirkung ist nicht besser als die einer Shimano-XT-Bremse – gut, aber keineswegs beeindruckend. Die nötige Handkraft ist verhältnismäßig hoch. Nach längerem Einbremsen zeigt sich die TRP deutlich bissiger, an die Ankerwirkung einer Magura MT Trail oder einer Trickstuff Piccola reicht sie aber nicht heran. Die Stärke der äußerst solide gefertigten TRP ist eher die Standfestigkeit. Eine zuverlässige Bremse für den Hardcore-Einsatz, die Gewichtsfetischisten einen Ticken zu schwer sein dürfte.

  TRP G-Spec Trail SLC: Hebel und Abdeckplatte sind bei der Trail-Version von Aaron Gwins DH-Stopper aus Carbon, das spart ein paar Gramm. Foto: Georg Grieshaber TRP G-Spec Trail SLC: Hebel und Abdeckplatte sind bei der Trail-Version von Aaron Gwins DH-Stopper aus Carbon, das spart ein paar Gramm. 


PLUS Solide Bauweise; gute Hebel-Ergonomie; hohe Standfestigkeit; Hebelweite werkzeuglos einstellbar


MINUS Hohe Handkraft für maximale Power nötig. Schwer, was aber zu einem großen Teil auch an der massiven Bremsscheibe liegt.


Gewicht 510 Gramm (*Gilt für eine Bremse inkl. Scheibe und Befestigungsschrauben)


Preis 177,90 Euro (VR-Bremse mit 180er-Scheibe)

  Downhill-Bremse TRP G-Spec Trail SLCFoto: BIKE Magazin Downhill-Bremse TRP G-Spec Trail SLC


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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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