Die macht DruckHope XCR Pro X2 im Praxistest

Peter Nilges

 · 21.09.2021

Die macht Druck: Hope XCR Pro X2 im PraxistestFoto: Wolfgang Watzke
Die macht Druck: Hope XCR Pro X2 im Praxistest

Mit neu designtem Geberkolben und filigranen Carbon-Hebelchen wollen die Briten gewichtstechnisch zu den leichtesten Bremsen der Welt aufschließen.

Es gibt zwei Gründe, warum Hope Kultstatus unter Bikern besitzt. Erstens: Die Engländer schaffen es trotz Globalisierung, die Entwicklung, die Produktion und die Vermarktung ihrer Teile im Firmensitz in Lancashire zu halten. Und Zweitens: Hope beweist immer wieder Pioniergeist abseits des Mainstreams. So gab es zum Beispiel mal eine Hope-Scheibenbremse mit sechs Bremskolben pro Sattel. Kürzlich haben die Briten ein Bahnrad mit futuristischem Design entwickelt, das aberwitzige 30000 Euro kostet.

Dagegen wirkt die jüngste Evolutionsstufe der X2-Bremse mit 740 Euro für einen Satz inklusive Scheiben fast wie ein Schnäppchen. Das Ziel der Neuentwicklung: Mit neu designtem Geberkolben und filigranen Carbon-Hebelchen wollen die Briten gewichtstechnisch zu den leichtesten Bremsen der Welt aufschließen. Mit 205 Gramm für die Vorderradbremse, inklusive Schrauben, aber ohne Bremsscheiben, ist die Hope XCR Pro X2 jedoch immer noch über 40 Gramm schwerer als die Königin des Leichtbaus: Die Trickstuff Piccola HD wiegt mit vergleichbarer Leitungslänge nämlich nur knapp über 160 Gramm.

Verlagssonderveröffentlichung

Der Praxistest auf den Trails fällt fast schon Hope-typisch aus. Denn wie alle Bremsen der Engländer hat auch die XCR Pro X2 einen knallharten Druckpunkt, mit dem sich die Bremse gut dosieren lässt. Allerdings hätten wir uns etwas mehr Bremsleistung erhofft. Selbst ein Fahrer mit nur 70 Kilo Körpergewicht muss mächtig am Hebel ziehen, um doch endlich zum Stehen zu kommen. Außerdem weisen die Carbon-Bremshebel im gefrästen Geberkolben minimales Spiel auf, sodass sie bei Fahrten über Schotterwege leicht vibrieren und damit auf Dauer etwas nervige Geräusche erzeugen.

  Sowohl der Carbon-Bremshebel, als auch der Geberkolben und die Bremszange aus Aluminium werden in England gefertigt.Foto: Wolfgang Watzke
Sowohl der Carbon-Bremshebel, als auch der Geberkolben und die Bremszange aus Aluminium werden in England gefertigt.

Gewicht für die komplette Bremsanlage mit 160er-Scheiben: 629 Gramm

Preis: 740 Euro

Foto: BIKE Magazin

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