Bremsen- & Cockpit-Neuheiten für 2021

Adrian Kaether

 · 25.01.2021

Bremsen- & Cockpit-Neuheiten für 2021Foto: Hersteller
Bremsen- & Cockpit-Neuheiten für 2021

Gold ist im Trend: Von SQLab gibt's eine Fabio-Wibmer-Signature-Series mit passenden Akzenten, TRP bringt die DH-R Evo in exklusivem Gewand. Trickstuff hält mit Silber dagegen.

Wie bei den Schaltungen dominieren Sram und Shimano auch den Bremsenmarkt. In wenigen Fällen gelingt es Magura, sich als Erstausrüster zu platzieren. Der Grund, warum sich die Produkt-Manager von Cube, Specialized und anderen Big-Playern auf Bremsen dieser Marken konzentrieren, ist klar: Bestellt man eine Schaltung bei einem der beiden Hersteller, konfiguriert man eben gleich noch die passende Bremse dazu. Das spart Geld und Kapazitäten, zudem gibt es an den Produkten der Marktführer auch wenig auszusetzen. Schwere Fahrer klagen gelegentlich über man­gelnde Bremsleistung einiger Sram-Modelle, aber generell ist deren Funktion erstklassig. Auch Shimano hat, so zumindest unser Eindruck, das Problem der vergangenen Bremsengeneration mit wanderndem Druckpunkt beseitigt. Die Stopper der Japaner zählen durchweg zu den wartungsfreundlichsten und zuverlässigsten Produkten. Und die Bremskraft ist ohnehin ordentlich. Zudem gibt es seit diesem Jahr für Enduro-Fahrer oder schwere Biker von der XTR bis runter zur Deore jede Bremse mit der Option auf einen dicken Vierkolbensattel. Es spricht also wenig dafür, an den ab Werk verbauten Bremsen etwas zu ändern. Wären da nicht einige Zubehöranbieter, die die Nischen des Marktes extrem charmant ausschmücken. Trickstuff verpasst der Piccola, der ohnehin schon leichtesten Bremse der Welt, für 2021 einen Carbon-Hebel. TRP präsentiert seine DH-R-EVO-Bremse im zur Fox-Kashima-Beschichtung passenden Goldfarbton. Magura verbessert mit verschiedenen Hebeloptionen die Ergonomie für Biker mit großen Händen.

Verlagssonderveröffentlichung

Die Lenkzentrale bestimmt das Fahrverhalten eines Bikes maßgeblich. 2021 reicht es nicht mehr, einfach einen breiten Lenker mit kurzem Vorbau zu kombinieren.

2015 versuchten einige Hersteller, ein neues Lenkermaß auf dem Markt zu etablieren. Die bisher übliche 31,8 Millimeter dicke Schnittstelle zwischen Vorbau und Lenker sollte einer 35 Millimeter dicken Lenkerklemmung weichen. Der 3,2 Millimeter dickere Durchmesser sollte die Lenker bruchsicherer und das komplette Cockpit präziser in der Lenkung machen. Mit Blick auf die Neuheiten von 2021 kann man sagen: Der Versuch ist gescheitert! Zwar schwirrt das 35-Millimeter-Maß immer noch als Option im Markt herum, wirklich durchgesetzt hat es sich aber nicht. Viele Bike-Hersteller wie Scott, Canyon oder Conway gehen aktuell ohnehin den Weg, die Klemmfläche zwischen Vorbau und Lenker komplett zu eliminieren und statten ihre Bikes ab Werk mit Lenker-Vorbau-Kombinationen aus Carbon aus. Einen ganz anderen Weg beschreiten die Amerikaner von Fasstmtb. Sie versuchen, eine Dämpfung mithilfe von Elastomeren im Lenker zu integrieren. Kann das wirklich funktionieren? Es bleibt abzuwarten. Das Thema Ergonomie gewinnt bei Lenkern immer mehr an Bedeutung. Modelle mit einem Backsweep von 7, 9, 12 oder sogar 16 Grad finden immer häufiger ihren Weg ans Bike. Selbst Fabio Wibmer vertraut auf entsprechende Produkte. SQlab widmet dem Superstar deshalb gleich eine ganz eigene Signature-Line.

Seit kurzem zählt Youtube-Star Fabio Wibmer auch die Ergonomie-Spezialisten von SQLab zu seinen Sponsoren. Passend dazu der neue Vorbau für 90 Euro.

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