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Mountainbike Training und Muskelkater

Mythos Muskelkater: Wie kommt er? Wie verschwindet er?

Dr. Stefan Siebert am 25.08.2018

Wir räumen auf mit Mythen rund ums Mountainbiken. Thema heute: der Muskelkater. Dr. Stefan Siebert von der Deutschen Sporthochschule Köln klärt auf.

Mythos Nummer 1: Der Muskelkater ist das Resultat eines effizienten Trainings.

Dr. Stefan Siebert von der DSHS KölnDas ist falsch! Ein Muskelkater ist vielmehr das Resultat einer Überbelastung der Muskulatur. Die tritt vor allem nach langen Trainingspausen ein, wenn sofort mit den gewohnten Trainingsintensitäten eingestiegen wird. Oder, wenn neue, ungewohnte Bewegungen ausgeführt werden.

Mythos Nummer 2: Es ist kontraproduktiv, bei einem Muskelkater erneut zu trainieren.

Dr. Stefan Siebert: Nein, es ist nicht notwendig, das Training komplett auszusetzen, jedoch sollten die Intensität und die Umfänge reduziert werden. Radsportler sollten entsprechend auf abrupte, kraftvolle Sprints verzichten. Läufer beispielsweise auf Läufe bergab. Moderates Sporttreiben ist nicht kontra-produktiv. Manche Untersuchungen gehen davon aus, dass die gesteigerte Durchblutung durch moderates Sporttreiben sogar den Muskelkater schneller beseitigt. Die Meinungen dazu gehen jedoch auch unter Experten auseinander.

Mythos Nummer 3: Durch Dehnen nach der Belastung verhindert man einen Muskelkater.

Dr. Stefan Siebert: Die meisten wissenschaftlichen Studien dazu konnten keinen signifikanten Effekt feststellen. In den Untersuchungen wurde teilweise vor der Belastung gedehnt, teilweise danach. Andere untersuchten eine Kombination aus Aufwärmen und Dehnen. In allen Fällen konnten keine eindeutigen Effekte hinsichtlich einer Reduktion des Muskelkaters nachgewiesen werden.

Dr. Stefan Siebert

Dr. Stefan Siebert von der Deutschen Sporthochschule Köln


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Dr. Stefan Siebert am 25.08.2018