Sportiv, komfortabel, geländegängig, vielseitig – Allroad-Bikes sind Räder für fast alles. Sie sind gemacht für den Straßen- wie den leichten Geländeeinsatz, für Asphalt, Kopfsteinpflaster, Feld- und kompakte Schotterwege. Dabei unterscheiden sie sich von Trekkingrädern durch ihre sportliche Geometrie mit Droplenker, und von reinen Gravelbikes durch ihren Fokus auf Effizienz und Alltag.
Allroad-Bikes bieten generell eine vergleichsweise aufrechte Sitzposition und Platz für Reifen von mindestens 32 Millimetern Breite. Die Rahmen sind auf Robustheit und Komfort ausgelegt. Der Integrationsgrad ist relativ gering, die Bikes sind damit leicht zu warten. Runde Sattelstützen sowie standardisierte Vorbauten und Lenker sind häufig verbaut, damit die Sitzposition mit überschaubarem Aufwand angepasst werden kann. Allroad-Modelle performen auf wechselnden Untergründen und bieten oft mehr Reifenfreiheit, Dämpfungskomfort und komfortablere Geometrien für eine aufrechtere Sitzposition als reine Rennräder.
Allroad-Bikes richten sich an sportliche Fahrer, die keine reinen Asphalt-Renner wollen, denen praktische Fortbewegung und Alltagstauglichkeit wichtiger als ambitionierte Trainingseinheiten sind. Ideal sind sie für Tourenfahrer, Abenteurer und Pendler, die Wert auf Flexibilität legen. Schutzbleche, Lichtanlage und Gepäckträger sind als Zusatzfeatures für den Alltagseinsatz vorgesehen, praktische Anbauvorrichtungen müssen vorhanden sein.
Gerade in den Übergangszeiten sind auch geteerte Wege oft verschmutzt und nicht perfekt eben. Mit einem Allroad-Bike kann man besser und nahezu das ganze Jahr über fahren. Anders als bei reinen Gravelbikes muss man nicht einfach überall entlangfahren können – holperige oder gar verblockte Trails sind die Grenze. Dafür bekommt man auf Asphalt ein sehr direktes, flottes Fahrgefühl. Parkwege, Waldautobahnen und einfache Schotterwege sind kein Grund zum Umkehren.
Die Preisspanne ist breit – und das ist eine gute Nachricht: Es beginnt bei ca. 1.500 Euro, wenn man Gravel-typische Komponenten wie etwas einen Shimano-GRX-Antrieb und hydraulische Scheibenbremsen erwartet. Ab ca. 3000 Euro darf man schon Carbonrahmen erwarten. Die Frage ist nur: Will man das? Wer häufig mit Gepäck fährt, das Bike am öffentlichen Radständer anschließt und auch sonst den universellen Einsatz über die reine Fahrperformance stellt, ist mit einem Aluminium-Modell besser beraten.
| Reifenfreiheit | Mindestens 38–40 mm |
| Bremsen | Hydraulische Scheibenbremsen |
| Antrieb | Breite Übersetzung für Steigungen, Zweifach-Antrieb für feine Abstufung |
| Rahmen/Gabel | Alurahmen + Carbongabel als vernünftiges Mittelmaß |
| Befestigungspunkte | Ösen für Schutzbleche, Licht und Gepäck |
| Geometrie | Aufrecht und komfortabel |
Mit dem neuen Allroad A EQ richtet sich Corratec an Fahrerinnen und Fahrer, die Gravel-Performance mit Alltagstauglichkeit verbinden möchten. Die Bezeichnung EQ steht für „Equipped": Schutzbleche und Lichtanlage sind serienmäßig und harmonisch in das Rahmendesign integriert.
Ein Aluminiumrahmen in Kombination mit einer Carbongabel, die Shimano GRX 10-fach-Schaltung und 40 Millimeter breite Schwalbe G-One Overland Reifen sorgen für zuverlässige Performance auf Asphalt, Schotter und Feldwegen. Der Kurbelsatz mit 46/30T-Kettenblättern und eine Kassette mit 11-36 Zähnen liefern dabei eine Bandbreite, die sowohl flotte Passagen als auch steile Rampen abdeckt. Gebremst wird mit hydraulischen Shimano GRX-Scheibenbremsen – sie sind zuverlässig bei jedem Wetter.
| Preis | 2.099 Euro |
| Rahmen | Aluminium, 12×142 mm Steckachse |
| Gabel | Allroad Carbon Fork Disc |
| Schaltgruppe | Shimano GRX 2×10 |
| Kurbel | Shimano GRX FC-RX600 GRX, 46/30T |
| Kassette | Shimano CS-HG50-10, 11-36T |
| Bremsen | Shimano GRX BR-RX400, 160 mm |
| Reifen | Schwalbe G-One Overland 365, 40-622 |
| Gepäckträger | Sideload Rack |
| Frontlicht | Herrmans MR9 Dynamo, 180 Lumen |
| Rücklicht | Herrmans H-Trace Mini Dynam,o |
| Gewicht | 13,12 kg |
| Serienmäßig | Schutzbleche & Lichtanlage |
| Max. Gesamtgewicht | 120 kg |
Zahlreiche Anschraubpunkte ermöglichen individuelle Setups – vom kompakten Pendelrad mit kleinem Gepäck bis zum Rad für Mehrtagestouren oder leichtes Bikepacking. Wer ein Rad sucht, das den Weg zur Arbeit, Wochenendtouren und Urlaubsetappen gleichermaßen mitmacht, findet im Allroad A EQ eine durchdachte Lösung.
Die Vielseitigkeit hat ihren Preis: Ein Allroad-Bike ist ein Kompromiss und kann in Spezialdisziplinen nicht mit einem darauf ausgelegten Rad mithalten. Gegenüber einem Rennrad bringen breitere Reifen, ein robuster Rahmen und gegebenenfalls Schutzbleche, Licht und Gepäckträger mehr Gewicht und Rollwiderstand mit sich. Auf anspruchsvollen Trails fehlen dagegen die Reserven eines Gravel- oder gar Mountainbikes. Auch der Wechsel zwischen Alltag und Sport ist nicht immer mühelos: Fest montierte Schutzbleche, Gepäckträger oder eine verkabelte Lichtanlage lassen sich häufig nur mit entsprechendem Aufwand demontieren. Wer sein Rad also hauptsächlich für sportliche Einheiten einsetzt, ist mit Rennrad, Gavel- oder Mountainbike besser bedient. Wer Alltag und Sport mit nur einem einzigen Bike abdecken will, für den ist ein Allroad-Bike auf jeden Fall eine Option.

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