Das neue Orbea AvantPreiswertes Marathon-Rennrad aus Alu mit Wohlfühl-Geometrie

Julian Schultz

 · 18.10.2024

Das langstreckentaugliche Avant von Orbea bekommt eine Modellpflege.
Foto: Juanj Otazu
Orbea zeigt sein neues Modell Avant, das für 2025 überarbeitet wurde. Mit echter Wohlfühl-Geometrie, integriertem Staufach und einfacher Ausstattung. Das Alu-Rennrad ist ein Marathon-Rennrad für Einsteiger/innen. Auch der Preis erfreut jene mit 1599 Euro als Start.

Wie beim Vorgänger bietet der baskische Hersteller auch das neue Avant ausschließlich mit einem robusten Alu-Rahmen an und kombiniert diesen mit einer Carbon-Gabel. Gesamtgewichte teilte Orbea nicht mit. Die Geometrie bleibt nahezu unverändert. Der Fahrer wird weiterhin in eine sehr aufrechte Sitzposition gebracht. Ein langer Radstand und viel Gabelnachlauf deuten auf ein unaufgeregtes und sicheres Fahrverhalten hin. Teilintegrierte Leitungen und Züge verleihen dem Endurance-Modell eine modernes Design.

Orbea Avant in Zahlen

  • Gewicht Komplettrad: keine Angabe
  • Stack/Reach/STR: 605/391 Millimeter/1,54 (Größe 55)
  • Max. Reifenfreiheit: 35 Millimeter
  • Rahmengrößen: 47, 49, 51, 53, 55, 57, 60
  • Preise: 1599 bis 2099 Euro

Neu ist eine sogenannte Service-Box, die sich ans Unterrohr montieren lässt. Der kleine “Kofferraum” gehört bei allen Ausstattungsvarianten zum Lieferumfang und soll laut Orbea Platz für Ersatzschlauch, CO2-Kartusche, Reifenheber und Hausschlüssel bieten. Außerdem bietet das Endurance-Modell Aufnahmen für feste Schutzbleche. Die maximale Reifenfreiheit liegt bei 35 Millimetern, womit das Avant im Stile eines Allroad-Bikes auch für den Einsatz im leichten Gelände gewappnet ist. Mit Schmutzfängern sind höchstens 32-Millimeter-Pneus möglich.


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Ausstattungen und Preise

Im hauseigenen Konfigurator namens “MyO” lassen sich alle drei Ausstattungsvarianten des Orbea Avant individualisieren. Beim Basis- und Mittelklassemodell können Vorbau und Lenker an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, bei der Top-Version lassen sich unter anderem auch Laufräder, Reifen oder Übersetzung auswählen. Mit hochwertigen Anbauteilen aus Carbon und Powermeter würde sich der Preis mehr als verdoppeln.

Die Basken bieten die drei Modelle zwischen 1399 und 2099 Euro und in sieben Rahmengrößen (47 bis 60) an. Moderne Zwölffach-Schalttechnik bekommt man nur bei der teuersten Variante mit Shimanos mechanischer 105. Die günstigeren Versionen sind mit Zehn- oder Achtfach-Antrieben aufgebaut und wegen des begrenzten Gangspektrums und der größeren Sprünge nicht unbedingt empfehlenswert. Auch die mechanische Scheibenbremse an Basis- und Mittelklassemodell kommt nicht an die Performance der hydraulischen Disc an der Top-Version heran.

Orbea Avant H30

Orbea Avant H30Foto: Juanj OtazuOrbea Avant H30
  • Antrieb/Schaltung: Shimano 105 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
  • Bremsen: Shimano 105
  • Laufräder: Sun Ringle Duroc 40 (Alu)
  • Reifen: Vittoria Zafiro (28 mm)
  • Preis: 2099 Euro

Orbea Avant H40

Orbea Avant H40Foto: Juanj OtazuOrbea Avant H40
  • Antrieb/Schaltung: Shimano Tiagra/FSA Omega Megaexo (2x10; 50/34, 11-34 Z.)
  • Bremsen: Jagwire RideRever (mechanisch)
  • Laufräder: Sun Ringle Duroc 40 (Alu)
  • Reifen: Vittoria Zafiro (28 mm)
  • Preis: 1599 Euro

Orbea Avant H60

Orbea Avant H60Foto: Juanj OtazuOrbea Avant H60
  • Antrieb/Schaltung: Shimano Claris (2x8; 50/34, 11-32 Z.)
  • Bremsen: Jagwire RideRever (mechanisch)
  • Laufräder: Sun Ringle Duroc 40 (Alu)
  • Reifen: Vittoria Zafiro (28 mm)
  • Preis: 1399 Euro

Julian Schultz ist studierter Sportwissenschaftler und gelernter Sportjournalist und zeichnet für Tests von Kompletträdern verantwortlich. Vom Wettkampfboliden bis zum Gravelbike testet er die neuesten Modelle und hält die Augen nach aktuellen Trends offen. So auch bei der Tour de France, wo sich der Test-Redakteur seit 2022 auf die Suche nach technischen Details und Geschichten aus dem Fahrerlager macht.

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