Trek Fuel EX 27,5 PlusNeues Trail-Fully aus Wisconsin

Stefan Frey

 · 27.05.2016

Trek Fuel EX 27,5 Plus: neues Trail-Fully aus WisconsinFoto: Stefan Frey
Trek Fuel EX 27,5 Plus: neues Trail-Fully aus Wisconsin
Am Trek Stand steht vermutlich das Highlight des BIKE Festivals in Willingen. Mit dem Fuel EX Plus stellen die Amerikaner zum ersten Mal ein Trailbike im immer populärer werdenden Plus-Format vor.

Mit dem Stache hat Trek ja bereits seit einiger Zeit ein Plus-Bike im Programm. Allerdings ein Hardtail mit 29-Zoll-Laufrädern. Zur kommenden Saison legen die Amis jetzt auch das passende Fully nach. Das Fuel EX zählt seit jeher zu den populärsten Trail-Bikes, mit der neuen Plus-Bereifung, mehr Federweg und anpassbarer Geometrie könnte sich der Einsatzbereich des Klassikers noch mal deutlich erweitern.

  Das Fuel EX 27,5 Plus rollt auf 2,8 Zoll breiten Chupacabra Reifen daher.Foto: Stefan Frey Das Fuel EX 27,5 Plus rollt auf 2,8 Zoll breiten Chupacabra Reifen daher.

Die Fakten im Überblick

  • Drei Modelle im Plus-Format verfügbar
  • 130 Millimeter Federweg hinten, 140 Millimeter vorne
  • Verstellbarer Lenkwinkel via Flip Chip: 67,2° oder 66,6°
  • neuer Metric Shock Sizing Dämpfer
  • Die Preise:

Fuel EX 5 27,5 Plus (Alu-Rahmen) 1999 €

Fuel EX 8 27,5 Plus (Alu-Rahmen) 2999 €

Fuel EX 9.8 27,5 Plus (Carbon-Rahmen) 4999 €

Neu designter Rahmen

Schon beim ersten Blick auf das mattschwarze Fully fällt die neu designte Rahmenform auf. Das Unterrohr verläuft nun gerade, um mehr Steifigkeit zu generieren. Für mehr Reifenfreiheit spendiert Trek der Plus-Variante des Fuel EX einen 148 Millimeter breiten Boost-Hinterbau. Zudem konnten die Kettenstreben für ein agileres Handling deutlich verkürzt werden. Sie messen jetzt nur noch 437 statt bisher 453 Millimeter. Alle drei Modelle rollen auf 2,8 Zoll breiten Chupacabra Reifen aus der hauseigenen Bontrager-Produktion.

  Gerades Unterrohr für mehr Steifigkeit.Foto: Stefan Frey Gerades Unterrohr für mehr Steifigkeit.  Für mehr Reifenfreiheit kommt an Front und Heck der neue Boost-Standard zum Einsatz.Foto: Stefan Frey Für mehr Reifenfreiheit kommt an Front und Heck der neue Boost-Standard zum Einsatz.
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  Für mehr Reifenfreiheit wurde der Hinterbau angepasst.Foto: Stefan Frey Für mehr Reifenfreiheit wurde der Hinterbau angepasst.  Da geht noch was. Obwohl die Kettenstreben schon 437 Millimeter kurz sind, ist noch ausreichend Platz vorhanden.Foto: Stefan Frey Da geht noch was. Obwohl die Kettenstreben schon 437 Millimeter kurz sind, ist noch ausreichend Platz vorhanden.

Um dem erweiterten Einsatzbereich gerecht zu werden ist auch der Federweg im Vergleich zum Standard Fuel gewachsen. Am Heck verwendet Trek nun einen Dämpfer mit dem neuen Metric Shock Sizing Standard, der 130 Millimeter Federweg generieren soll. An der Front werkeln, je nach Modell, entweder Rock Shox oder Fox Gabeln mit 140 Millimeter Federweg und 110 Millimeter Achsbreite. Die Geometrie lässt sich bei der Plus-Variante ebenfalls verstellen. Hier kommt ein Flip Chip zum Einsatz, wie man ihn bereits aus dem Remedy kennt. Damit lässt sich mit wenigen Handgriffen der Lenkwinkel um etwa ein halbes Grad verstellen. In diesem Zuge variiert auch die Tretlagerhöhe. Somit kann das Fuel EX 27,5 Plus auch mit 29 Zoll Laufrädern gefahren werden, ohne dass sich die Tretlagerhöhe groß verändert.

  Die Geometrie lässt sich einfach über einen Flip Chip verstellen.Foto: Stefan Frey Die Geometrie lässt sich einfach über einen Flip Chip verstellen.  Heute schon Standard: die Züge werden sauber und versteckt durch den Rahmen geführt.Foto: Stefan Frey Heute schon Standard: die Züge werden sauber und versteckt durch den Rahmen geführt.  Sauber verlegt Züge und Unterrohr-Schutz.Foto: Stefan Frey Sauber verlegt Züge und Unterrohr-Schutz.  Das Unterrohr wird großflächig vor Steinschlag geschützt.Foto: Stefan Frey Das Unterrohr wird großflächig vor Steinschlag geschützt.

Carbon-Rahmen nur für die Top-Version

Während die beiden preiswerteren Modelle mit einem Alu-Rahmen auf den Trail rollen, wird das Top Modell Fuel EX 9.8 27,5 Plus komplett aus Carbon gefertigt. Auch bei der Ausstattung gibt es auffällige Unterschiede. Lediglich das mittlere Modell wird mit einer 1x11 Schaltung von Sram ausgeliefert. Das Topmodell ist mit einer kompletten Shimano XT 2x11 Gruppe bestückt. In der heutigen Zeit fast schon ungewöhnlich bei Trailbikes. Allerdings dürfte sich mit der Zweifach-Schaltung und der damit verbundenen größeren Bandbreite auch der Einsatzbereich erweitern. Probleme mit der Übersetzung dürften somit die wenigsten bekommen – weder im Anstieg, noch in der Abfahrt. Bei den restlichen Anbauteilen setzt Trek überwiegend auf die hauseigenen Bontrager-Komponenten. Das trübt zwar etwas die ansonsten sehr hochwertige Optik, dürfte aber funktionell kaum zu Einbußen führen.

  Ungewöhnlich aber lobenswert: das Top-Modell kommt mit 2x11 Antrieb von Shimano. Das verspricht mehr Bandbreite.Foto: Stefan Frey Ungewöhnlich aber lobenswert: das Top-Modell kommt mit 2x11 Antrieb von Shimano. Das verspricht mehr Bandbreite.  Das Fuel EX 27,5 Plus ist auch für die Montage einer Kettenführung vorbereitet.Foto: Stefan Frey Das Fuel EX 27,5 Plus ist auch für die Montage einer Kettenführung vorbereitet.  Damit der schicke Rahmen bei einem Sturz nicht beschädigt wird, begrenzt ein spezieller Steuersatz den Lenkeinschlag.Foto: Stefan Frey Damit der schicke Rahmen bei einem Sturz nicht beschädigt wird, begrenzt ein spezieller Steuersatz den Lenkeinschlag.  Ungewohnte Optik: gelenkt wird beim Fuel EX 27,5 Plus mit 35 Millimeter Oversized Lenkern.Foto: Stefan Frey Ungewohnte Optik: gelenkt wird beim Fuel EX 27,5 Plus mit 35 Millimeter Oversized Lenkern.

Was das neue Fuel EX 9.8 mit Plus-Bereifung wirklich leistet, werden wir heute Nachmittag bei einer ersten Testfahrt herausfinden. Mehr Infos gibt es in Kürze auf unserer Webseite.

Alle Modelle sind bereits auf der Hersteller-Seite zu sehen. www.trekbikes.com/de

Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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