Sobald man aber im Sattel sitzt, verblasst der erste Eindruck, und das Grinsen im Gesicht wird umso breiter, je länger sich der wellige Trail durch den Fichtenwald schlängelt. Norco integriert den Fahrer zentral ins Bike und schafft ein Fahrgefühl, das einen nur schwerlich ein 29er unter sich vermuten lässt. Die Balance zwischen Laufruhe und Wendigkeit gefällt und passt perfekt zum Einsatzbereich. Das straffe Fahrwerk giert nach Geschwindigkeit und lässt sich gut durch die Kurven drücken – bis die Performance-Bereifung von Schwalbe die Bodenhaftung verliert. Was leider viel zu früh passiert. Zudem fehlt es der Auslaufbremse von Sram an Biss. Trotzdem möchte man mit dem Norco gleich noch mal zurück zum Trail-Einstieg treten. Kein Problem, die entspannte Sitzposition nimmt selbst langen Anstiegen den Schrecken. Lediglich das hohe Gewicht verlangt nach etwas Kraft in den Beinen. Fazit: moderner 29er mit ausgeprägtem Spieltrieb und sportlich ausgewogenem Fahrwerk. Perfekt für Trail-Touren.
Die Alternative Für 3599 Euro steht das Optic C9.3 mit etwas leichterem Carbon-Rahmen im Laden. Der kann als Basis für ein gewichtsoptimiertes und spaßiges Trailbike dienen. Die Anbauteile sind bis auf Gabel und Bremsen identisch.

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