Da ist zum einen der neue Motor: Der hört jetzt auf den Namen SL 1.2 und ist deutlich leiser und auch stärker geworden. Gerade wer nur moderate Unterstützung abruft, hört bloß ein angenehmes Brummeln statt das hohe Jaulen des Vorgängers. Mehr Leistung bei gleicher Effizienz ist ein willkommenes Plus.
Fahrwerk und Geometrie wurden ebenfalls deutlich überarbeitet. Die komfortable Federung des ersten Levo SL ist einem sensiblen, aber sportiven Performance-Hinterbau gewichen. Dadurch fährt sich das Levo SL eher straff und direkt und lässt sich sehr leicht in die Luft ziehen. Dank hoher Progression können gute Fahrer trotzdem lange die Bremsen offen lassen, wozu auch die neue Geometrie einlädt. Ein Lenkwinkel von bis zu 63,7 Grad in der flachsten Einstellung sowie die robuste Ausstattung passen auch zu echten Enduro-Trails. Die Kettenstreben sind mit 431 Millimetern rekordverdächtig kurz. So ist das Levo SL trotzdem noch extrem handlich und lässt sich ohne Kraftaufwand aufs Hinterrad ziehen.
Der Nachteil: Weniger gute Piloten finden nicht ganz so leicht die richtige Balance auf Specializeds Fahrspaßmaschine. Außerdem ist das S-Works mit 17,7 Kilo zwar schön leicht, aber auch empfindlich teuer. Für das Einstiegsmodell werden immer noch 7900 Euro fällig.
In der neuen Ausbaustufe ist das Specialized S-Works Levo SL extremer, aber auch in fast allem noch besser geworden. Kein Bike für jedermann, dafür das poppigste, leichtfüßigste und verspielteste Trail-E-MTB am Markt.
¹Ermittelt auf den Prüfständen im EMTB-Testlabor, Gewicht ohne Pedale. Akku-Gewicht ggf. inkl. verschraubtem Cover.
²Herstellerangabe
³Stufentest, gemessen mit 36 Zentimeter erhöhtem Hinterrad

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