Das Process blüht erst auf, wenn es dauerhaft bergab geht. Der Fahrer steht zentral im Rahmen, die kurzen Kettenstreben und der lange Hauptrahmen formen eine moderne Geometrie. Das weit abfallende Oberrohr lässt den Beinen viel Spielraum in Kurven, begrenzt aber auch den Sattelstützenauszug für große Fahrer. Sein Potenzial verspielt das Kona durch die günstige Ausstattung. Die Sektor an der Front hält mit ihrer geringen Druckstufendämpfung nicht mit dem solide arbeitenden Heck mit. Die Schwerkraft verhindert eine aktivere Fahrweise. Laufräder und Gabel des "Green Hornet" wiegen zusammen über sieben Kilo, da wird der Bunny-Hop zum Kraftakt. Die 10fach-Schaltung wirkt wie vom Wühltisch: ein bischen Shimano, etwas Sram, dazu schlappe Bremsen. Dank des antriebsneutralen Hinterbaus und der Zweifach-Kurbel lässt sich das fast 15 Kilo schwere Bike noch recht entspannt gen Gipfel treten. Fazit: abfahrtslastiges Touren-Bike mit Downhill-Potenzial, aber schwacher Ausstattung.
Die Alternative Das Process 111 mit 29-Zöllern und 130/111 Millimetern Federweg wiegt für 3999 Euro etwa ein Kilo weniger. Die Geometrie bleibt vergleichbar. Somit dürfte das Process 111 das spritzigere Trailbike sein.

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