Fuji Rakan 29 3.3 im Test

Florentin Vesenbeckh

 · 22.01.2018

Fuji Rakan 29 3.3 im TestFoto: Wolfgang Watzke
Fuji Rakan 29 3.3 im Test
Schweift der Blick über die Alu-Rohre des Fuji Rakan 29, bleibt er unweigerlich an der Kettenstrebe hängen: zweigeteilt, ein Gelenk in der Mitte.

Das sogenannte M-Link ist der Clou der Hinterbautechnologie, die Fuji und Breezer verwenden. Und siehe da: Der Hinterbau des Fuji Rakan 29 bleibt im Anstieg dermaßen ruhig, dass wir gar nicht auf die Idee kamen, den Plattformhebel zu betätigen. Die Gabel lässt sich für volle Bergauf-Power zudem vom Lenker aus blockieren, was allerdings ein überfrachtetes Cockpit mit sich bringt. Spätestens beim Blick auf die Waage findet die Bergauf-Euphorie ein jähes Ende: Das Rakan wiegt fahrfertig über 14,5 Kilo, immerhin hält der 2x11-Antrieb die passenden Klettergänge parat. Und in der Abfahrt? Die Flowtrails in Pod Smrkem waren für den verspielten Charakter des Rakans wie geschaffen. In wilderem Gelände, wie auf den Wurzel-Trails in Rabenberg, rutscht der Zeiger in Richtung unruhig. Zwar bietet der Hinterbau durchaus Komfort, die Geometrie vermittelt aber wenig Sicherheit und Laufruhe. Immerhin: Schwalbes Nobby Nic-Reifen bieten angemessene Reserven.

Test-Fazit zum Fuji Rakan 29

Komfortables Bike mit gemütlichem Charakter. Das M-Link sorgt für Ruhe im Heck, leider ist der Rahmen sehr schwer.

  Die Geometrie des Fuji Rakan 29 im ÜberblickFoto: BIKE Magazin Die Geometrie des Fuji Rakan 29 im Überblick  Fuji Rakan 29 3.3 – Kennlinien: Eher soft, aber ausgewogen: Das passt zum gemütlichen Charakter des Rakans. Gabel und Hinterbau bieten wenig Gegendruck.Foto: BIKE Magazin Fuji Rakan 29 3.3 – Kennlinien: Eher soft, aber ausgewogen: Das passt zum gemütlichen Charakter des Rakans. Gabel und Hinterbau bieten wenig Gegendruck.  Das Fahrverhalten des Fuji Rakan 29 3.3: So bewerten es die BIKE-Tester.Foto: BIKE Magazin Das Fahrverhalten des Fuji Rakan 29 3.3: So bewerten es die BIKE-Tester.


Die Alternative: Das Fuji Rakan 3.1 ist zwar deutlich teurer, dürfte mit einem Einfach-Antrieb und Fox-Fahrwerk aber etwas weniger wiegen.


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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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