Max Fuchs
· 15.07.2026
Die Kultmarke aus British Columbia ist eigentlich für sündhaft teure High-End-Bikes bekannt. Mit dem Fluid öffnet Norco sein Portfolio jedoch für Einsteiger und alle, die für ihr neues Bike kein Vermögen ausgeben möchten. Diesen Ansatz hat bereits das Vorgängermodell überzeugend umgesetzt. Im Test begeisterte das alte Fluid mit seinem superunkomplizierten und sicheren Fahrverhalten. Das beliebte Motto „Draufsitzen und Wohlfühlen“ war hier tatsächlich Programm. Auch das Fahrwerk überzeugte mit viel Traktion und mehr Komfort, als man angesichts des nominellen Federwegs erwarten würde.
Das neue Fluid, der Nachfolger, konnten wir bislang noch nicht fahren. Die Eckdaten sind jedoch vielversprechend und lassen darauf hoffen, dass Norco an die Stärken des Vorgängers anknüpfen kann. Der überarbeitete Rahmen bietet nun zusätzlich die Möglichkeit, unterschiedliche Laufradgrößen zu kombinieren, während das Chassis etwas abgespeckt hat. Mit Preisen vermutlich zwischen 2500 und 4000 Euro könnten Fluid-Modelle erneut eine sichere Bank für alle werden, die einen unkomplizierten Alleskönner suchen – ohne dafür das Budget zu sprengen.
Kern der neuen Generation ist ein komplett überarbeiteter Rahmen aus 6066-Aluminium. Laut Norco wiegt er weniger als der des Vorgängers – eine konkrete Gewichtsangabe zum Rahmen nennt der Hersteller allerdings nicht. Die fluid-typischen 140/130 Millimeter Federweg bleiben. Die Züge verlaufen im Rahmeninneren durch Nylonröhrchen vom Steuerrohr bis in die Kettenstrebe. Das soll die Montage vereinfachen. Ein UDH-Schaltauge, ein Flipchip, um auf Mullet-Bereifung zu wechseln, sowie die größenspezifische Geometrie runden das Gesamtpaket ab.
Am Heck vertraut Norco weiterhin auf ein einfaches Horst-Link-Design nach dem VPS-Prinzip (Virtual Pivot Suspension) mit 130 mm Federweg. Norco setzt bei jedem Modell auf einen eigens abgestimmten Dämpfer-Tune. Ein Flip-Chip im Umlenkhebel stellt das Fluid vom reinen 29er auf ein Mullet-Setup (29" vorn, 27,5" hinten) um – laut Norco, ohne Geometrie und Kinematik zu verändern.
Die Geometrie gibt Norco für alle fünf Größen mit 65° Lenkwinkel, 44 mm Gabel-Offset und einer effektiven Sitzwinkel-Spanne von 76,5° bis 77,5° an. Der Reach wächst von 432 mm (S1) auf 512 mm (S5), die Kettenstreben wachsen mit der Rahmengröße (428 bis 444 mm im 29"-Setup). Der Radstand reicht von 1.178 bis 1.289 mm.
Das neue Fluid startet mit drei Ausstattungsstufen. Das Topmodell A1 kombiniert RockShox Select+Federelemente mit einer Shimano-XT-Schaltung, das A2 fährt mit Psylo-Gold-Gabel und Shimano Deore Antrieb, das Einstiegsmodell A3 mit einer RockShox Recon Gabel, DVO-Opal-Dämpfer und Shimano-CUES-Antrieb. Das A3 gibt es in zwei Farben (Schwarz und Pistaziengrün), das A1 in Blau und das A2 in Raw-Alloy-Silber.
| A1 | RockShox Lyrik Select+ 140 mm | RockShox Super Deluxe Select+ 130 mm | Shimano XT, 12-fach | 16,2 kg |
| A2 | RockShox Psylo Gold RC 140 mm | RockShox Super Deluxe Select 130 mm | Shimano Deore, 12-fach | 16,0 kg |
| A3 | RockShox Recon RL 140 mm | DVO Opal 130 mm | Shimano CUES, 10-fach | ab 16,8 kg |
Die Kultmarke aus British Columbia ist eigentlich für sündhaft teure High-End-Bikes bekannt. Mit dem Fluid öffnet Norco sein Portfolio jedoch für Einsteiger und alle, die für ihr neues Bike kein Vermögen ausgeben möchten. Diesen Ansatz hat bereits das Vorgängermodell überzeugend umgesetzt. Im Test begeisterte das alte Fluid mit seinem superunkomplizierten und sicheren Fahrverhalten. Das beliebte Motto „Draufsitzen und Wohlfühlen“ war hier tatsächlich Programm. Auch das Fahrwerk überzeugte mit viel Traktion und mehr Komfort, als man angesichts des nominellen Federwegs erwarten würde.
Das neue Fluid, der Nachfolger, konnten wir bislang noch nicht fahren. Die Eckdaten sind jedoch vielversprechend und lassen darauf hoffen, dass Norco an die Stärken des Vorgängers anknüpfen kann. Der überarbeitete Rahmen bietet nun zusätzlich die Möglichkeit, unterschiedliche Laufradgrößen zu kombinieren, während das Chassis etwas abgespeckt hat. Mit Preisen vermutlich zwischen 2500 und 4000 Euro könnten Fluid-Modelle erneut eine sichere Bank für alle werden, die einen unkomplizierten Alleskönner suchen – ohne dafür das Budget zu sprengen.

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