Stahl-Hardtail Pelago ThörsmörkDas bessere Gravelbike?

Josh Welz

 · 14.06.2026

Schicker Stahlklassiker fürs große Abenteuer: Pelago Thörsmörk, 1999 Euro.
Foto: Pelago

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Die finnische Fahrradschmiede Pelago stellt mit dem Thörsmörk ein wandlungsfähiges Stahl-Hardtail vor, das für sorgenfreie Expeditionen in die Wildnis gewappnet ist. Kostenpunkt für das Starrbike: 1.999 Euro.

​Schon bei der ersten Ankündigung im Jahr 2022 horchte die Bikepacking- und Trail-Community auf. Jetzt ist das Pelago Thörsmörk endlich serienreif und lieferbar. Benannt nach dem isländischen Gebirgszug Þórsmörk – was übersetzt „Thors Wald“ bedeutet – verspricht dieses geländegängige Adventure-Mountainbike ein verlässlicher Partner in rauer Natur und unvorhersehbarem Terrain zu sein. Während klassische Gravel-Bikes bei tiefen Wurzeln und grobem Geröll an ihre Grenzen stoßen, fängt der Spaß mit dem Thörsmörk dort erst richtig an.

Stahl-Ross: Komfort trifft auf enorme Langlebigkeit

Pelago setzt beim Thörsmörk ganz bewusst auf einen Rahmen aus doppelt konifiziertem 4130 Chromoly-Stahl. Dieses Material genießt in der Reiserad- und Bikepacking-Szene seit Jahrzehnten einen legendären Ruf. Die natürliche Eigendämpfung von Stahl sorgt für ein ungemein geschmeidiges, ruhiges Fahrgefühl auf langen Distanzen, da feine Vibrationen des Untergrunds effektiv geschluckt werden. Gleichzeitig bleibt das Feedback vom Trail direkt und lebendig. Die robuste Bauweise garantiert zudem, dass der Rahmen auch den harten Beanspruchungen des Trail-Alltags und Stürzen im unwegsamen Gelände über Jahre hinweg schadlos trotzt.

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Moderne Trail-Geometrie für volle Kontrolle

Das Herzstück des Thörsmörk bildet seine moderne Trail-Geometrie. Ein flacher Lenkwinkel von 66,5 Grad und der lange Reach verleihen dem Bike spürbare Laufruhe und viel Vertrauen bei steilen Abfahrten und auf technischem Terrain. Damit das Fahrverhalten in engen, verwinkelten Sektionen nicht träge wird, kombinieren die Entwickler dies mit knackig kurzen Kettenstreben von 432 mm. Das Resultat ist ein ausgewogenes und extrem berechenbares Handling.

Ein echter Trumpf ist die große Reifenfreiheit des Rahmens. Fahrer haben die Wahl: Entweder rollt das Bike auf klassischen 29-Zoll-Laufrädern mit bis zu 2,6 Zoll breiten Reifen, oder es wird auf extrem voluminöse 27.5-Plus-Schlappen mit bis zu 3,0 Zoll Breite umgerüstet. Solche High-Volume-Setups erlauben das Fahren mit sehr geringem Luftdruck, was die Traktion, den Komfort und die Kontrolle auf rutschigen Wurzeln, losem Schutt und nassen Felsen drastisch erhöht. Eine Eigenschaft, die besonders für Puristen relevant ist, die das Bike im Starrgabel-Spec fahren.

Chamäleon auf zwei Rädern: Diverse Aufbau-Optionen

Ganz nach dem Pelago-Motto „One bike, many rides“ glänzt das Thörsmörk durch seine Wandelbarkeit. Wer Simplicity sucht, fährt das Rad mit der mitgelieferten, starren Chromoly-Stahlgabel. Zieht es den Fahrer auf anspruchsvolle Singletrails, lässt sich problemlos eine moderne 120-mm-Federgabel nachrüsten, die das Bike in ein waschechtes Trail-Hardtail verwandelt.

Auch bei den Anbauteilen wurde an alles gedacht: Der Rahmen ist ab Werk für die interne Kabelführung einer Teleskop-Sattelstütze vorbereitet und mit Shimano- sowie Sram-Antrieben kompatibel. Zahlreiche Montagepunkte im und am Rahmendreieck sowie an der Gabel erlauben das Verzurren von maßgeschneiderten Rahmentaschen, Gepäckträgern und Flaschenhaltern. Sogar eine vollständige Schutzblechkompatibilität ist gegeben, was das Bike fit für den Ganzjahreseinsatz im nassen mitteleuropäischen Winter macht.

Kein Schnickschnack: solide Ausstattung

Pelago bietet das Thörsmörk als Komplettbike ab einem Preis von 1.999 Euro an. In dieser Variante ist das Rad mit einem Shimano-Sorglos-Paket ausgestattet: einer bewährten Shimano Deore 1x12-Gang-Schaltung, die dank einer 10-51er Kassette auch an steilsten Wildnis-Rampen eine ausreichend leichte Übersetzung bereithält. Gestoppt wird die Fuhre von hydraulischen Shimano Deore Scheibenbremsen mit standfesten 180-mm-Rotoren. Die robusten WTB STi35 Felgen sind ab Werk mit WTB Ranger Reifen in 29x2,6 Zoll bestückt und damit gut für den harten Offroad-Einsatz gerüstet. Mit einem Gesamtgewicht von rund 14,3 kg in Größe S liefert Pelago hier eine ehrliche, extrem robuste Abenteuer-Maschine ab, die weit abseits ausgetretener Pfade zu Hause ist.

Die wichtigsten Infos zum Pelago Thörsmörk

  • Preis: Ab 1.999 Euro
  • Rahmen: Doppelt konifizierte Chromoly, für Federgabeln kompatibel, Boost-Standard (12x148 mm), 44 mm Steuerrohr
  • Gabel: Starre 4130 Chromoly-Stahlgabel, Boost-Standard (15x110 mm), mit zahlreichen Montagepunkten
  • Laufradgröße: Flexibel nutzbar für 29 Zoll oder 27,5 Zoll Plus
  • Reifen: WTB Ranger 29 x 2.6" (Maximale Freiheit: bis zu 29 x 2.8" ohne Schutzbleche bzw. 29 x 2.4" mit Schutzblechen)
  • Schaltung / Antrieb: Shimano Deore M6100 1x12-fach, 32T-Kettenblatt, Kassette mit 10-51 Zähnen, BSA 73 mm Innenlager
  • Bremsen: Hydraulische Shimano Deore M6100 Scheibenbremsen, Post-Mount-Standard mit 180-mm-Bremsscheiben vorn und hinten
  • Lenker / Vorbau: JD Riser-Lenker (780 mm Breite, 31,8 mm Klemmung, 30 mm Rise, 9° Backsweep, 5° Upsweep) gepaart mit einem kurzen 50-mm-Vorbau
  • Laufräder: WTB STi35 29" Felgen mit Shimano Hubs
  • Gewicht: 14,3 Kilo (Gr. S, Herstellerangabe)
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 130 kg

Geometrie

RahmengrößeSMLXL
Empfohlene Körpergröße155–167 cm164–177 cm174–190 cm187–205 cm
Sitzrohrlänge380 mm420 mm460 mm500 mm
Oberrohrlänge584 mm613 mm643 mm673 mm
Reach438 mm463 mm488 mm513 mm
Stack607 mm620 mm639 mm657 mm
Lenkwinkel66,5°66,5°66,5°66,5°
Sitzwinkel74,5° / 73,9°74,5° / 73,9°74,5° / 73,9°74,5° / 73,9°
Kettenstreben432 mm432 mm432 mm432 mm
BB Drop65 mm65 mm65 mm65 mm
Steuerrohrlänge100 mm115 mm135 mm155 mm
Radstand1165 mm1194 mm1227 mm1260 mm

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Josh Welz

Josh Welz

Chefredakteur

Josh Welz ist studierter Sportjournalist und prägt als Chefredakteur die publizistische Ausrichtung der BIKE. 2016 griff Welz den E-Trend auf und entwickelte den Titel EMTB. Entsprechend bewegt er sich gerne zwischen den Welten. Da seine Begeisterung für knackige Trails aber größer ist als sein Trainingsfleiß, schlägt das Pendel häufig in Richtung „E“ aus.

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