Salsa El Mariachi

Markus Greber

 · 19.10.2011

Salsa El MariachiFoto: Markus Greber
Salsa El Mariachi
Stahlrahmen, Singlespeed und Starrgabel – das Salsa ist ein echter Klassiker. Gebaut für harte Jungs und Anhänger des Minimalismus.

Salsa – bei diesem klangvollen Namen bekommen Traditionalisten feuchte Augen. Vor Jahrzehnten von Kultschweißer Ross Shafer gegründet, besaß die kleine amerikanische Schmiede schon bald Kultstatus. Handgemachte, feinst verarbeitete Stahlrahmen mit viel Liebe zum Detail – diesen Nimbus besitzt Salsa noch heute. Das El Mariachi gibt es schon seit 2007. Markenzeichen ist der aus japanischen „Kung Fu“-Rohrsatz gefertigte Rahmen. Dreifach konifiziert und mit biaxial ovalisiertem Unterrohr markiert das Chassis den State of the Art des Stahlrahmenbaus. Das „Alternator“-Ausfallende ist eine brandneue, hauseigene Entwicklung: Hier spannt man bei Singlespeed-Modellen die Kette. Außerdem ist das aufwändig gefräste CNC-Teil vorbereitet für die Montage einer Kettenschaltung. Unser Test-Bike hatte Deutschland-Importeur Cosmic mit Singlespeed und starrer Enabler-Gabel, ebenfalls aus dem Hause Salsa, aufgebaut. Wenn schon traditionalistisch schlicht, dann richtig. Richtig modern ist hier eigentlich nur die 29-Zoll-Bereifung, die Salsa an diesem Modell bemerkenswerterweise schon seit 2007 verbaut.

Diese verleiht dem starren Gerät zumindest ein bisschen Komfort, sodass man recht gemütlich Schotterpisten und weniger anspruchsvolle Trails meistern kann. Wird es jedoch ruppig, muss der Fahrer selbst für Dämpfung sorgen – das Salsa hilft ihm dabei nicht. Das aber wird Puristen, die sich für diese Art Bike interessieren, nicht aus der Ruhe bringen. Wenn man die Kraft hat, mit der dicken Singlespeed-Übersetzung Anstiege zu bewältigen, dann freut man sich über die sportlich gestreckte Sitzposition, die einen guten Kraftfluss ermöglicht. Der lange Radstand sorgt dabei für Spurtreue und bringt Ruhe ins Gefährt. Nur im Wiegetritt mangelt es etwas an Traktion.


MEIN FAZIT
Das Salsa ist ein echtes Schmuckstück, Rahmenbaukunst par excellence. Als Singlespeed-Variante mit starrer Gabel eignet es sich wirklich nur für Puristen. Mit Schaltung und Federgabel wäre es deutlich allroundtauglicher.

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  Pfiffig: wechselbares Ausfallende mit Kettenspanner.Foto: Markus Greber Pfiffig: wechselbares Ausfallende mit Kettenspanner.  Klassisch: saubere Schweißnähte und gerade Linien.Foto: Markus Greber Klassisch: saubere Schweißnähte und gerade Linien.

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