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Das Cube Reaction Hybrid Race 800 ist ein typisches Beispiel für Cubes Stärke: solide, gut durchdachte Ausstattung zu einem hart kalkulierten Preis. Bosch CX, 800-Wh-Akku, Sram Eagle Transmission und Magura-Bremsen in dieser Kombination für 3.499 Euro – das ist eine starke Ansage. Wer dieses Paket auf gemäßigtem Terrain genießen will, bekommt sehr viel für sein Geld. Für ernstes Gelände oder als Packesel im Alltag ist das Cube aber nicht die richtige Wahl. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik
Es gibt Fahrräder, die auf dem Papier überzeugen und dieses Versprechen auf dem Trail einlösen. Und es gibt solche, bei denen das Kleingedruckte entscheidet. Das Cube Reaction Hybrid Race 800 ist irgendwo dazwischen: ein Hardtail-E-MTB mit einer für seinen Preis bemerkenswert hochwertigen Komponentenauswahl – und gleichzeitig ein Bike, das seine eigenen Ambitionen an zwei entscheidenden Stellen selbst ausbremst.
Beginnen wir mit dem, was Cube hier richtig macht – und das ist Einiges. Für 3.499 Euro bekommt man schon ein Top-Motor-System, bei dem kaum gespart wurde. Trotz Avinox und Co.: Der Bosch Performance Line CX ist in seiner Klasse gesetzt. Er liefert bis zu 120 Nm Drehmoment dank Power-Updates, reagiert präzise auf den Tritt und bleibt auch bei hohen Kadenzen dynamisch. Dazu kommt einer der niedrigsten Tretwiderstände seiner Klasse.
Mit dem Top-Motor kombiniert Cube einen großen 800-Wattstunden-Akku, der in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist. Wer ausgedehnte Touren plant, wird die Reichweite zu schätzen wissen. Gespart wird nur noch beim Display. Statt einem zentralen Kiox-Screen mit Navi-Funktion gibt’s nur ein Purion 200. Das bietet auch schon erweiterte Tacho-Funktionen bis hin zum Powermeter und geht zu diesem Preis völlig in Ordnung.
Ein besonderes Schmankerl am Cube ist außerdem die Sram Eagle 90 Transmission. Sie setzt im Gegensatz zu den teureren GX und XO Schaltungen zwar noch auf Schaltzüge statt Servos und Kabellos-Technik. Aber sie ist auch schon für E-Bikes optimiert und schaltet die zwölf Gänge auch unter Volllast immer weich durch. Gut für Verschleiß und Haltbarkeit und unser Favorit in dieser Preisklasse - der legendären Shimano XT mittlerweile klar überlegen.
Die Magura Louise Bremsen passen ins Bild: Vier Kolben und dicke Scheiben mit großem Durchmesser sind standfest, gut dosierbar und für ein Bike dieses Gewichts sehr angemessen dimensioniert. Eine Federgabel – Cube verbaut hier eine einfache, aber solide Rockshox Recon Gabel mit ausreichend Federweg für ein Hardtail – sowie eine Teleskop-Sattelstütze runden das Paket ab. Letztere ist spätestens im Gelände unverzichtbar und es ist gut, dass Cube auch in diesem Preissegment nicht darauf verzichtet.
Das Cube Reaction Hybrid Race 800 ist z. B. bei Lucky Bike oder Fahrrad XXL aktuell im Angebot.
So gelungen die Antriebskomponenten auch sind – zwei Schwachstellen trüben das Bild spürbar. Zunächst die Bereifung: Die ab Werk montierten Schwalbe Smart Sam Reifen sind eher für Touren und befestigte Wege ausgelegt. Hier punktet das Cube auch mit bequemem Cockpit mit Ergo-Griffen. Auf losem Untergrund, bei nassen Wurzeln oder in schnellen Kurven fehlt der Grip, den ein ernsthafter Trail-Einsatz verlangt. Wer das Reaction Hybrid Race auf anspruchsvolleren Trails bewegen möchte, wird früh oder spät in neue Reifen investieren müssen.
Der zweite Punkt ist das Gewicht. Unser Messgerät zeigte 24,7 Kilogramm – ein Wert, der für ein Hardtail-E-MTB zwar nicht ungewöhnlich, aber spürbar ist. Anders als bei Hardtails bedeutet das: wenig Agilität beim Heben des Vorderrades, weniger Spielfreude in technischen Passagen. Was ein vollgefedertes E-Enduro mit diesem Gewicht durch das Fahrwerk kompensiert, bleibt beim Hardtail unmittelbar am Körper hängen. Keine Schuld von Cube: E-Hardtails sind konzeptbedingt im Gelände einfach im Nachteil.
Und auch wer das Reaction Hybrid Race auch im Alltag nutzen möchte – für den Weg zur Arbeit, Besorgungen oder den gelegentlichen Einkauf – muss gewisse Kompromisse eingehen. Schutzbleche, Gepäckträger und Seitenständer sind ab Werk nicht verbaut und könnten höchstens nachgerüstet werden. Immerhin macht es Cubes Licht-Steckdose im Steuersatz leicht, Beleuchtung auch situativ anzubringen. Cube priorisiert hier aber einfach einen sportlichen Look und den Freizeiteinsatz vor maximalem Alltagsnutzen.
Das Bike passt zu Fahrern, die:
Das Bike passt nicht zu Fahrern, die:

Redakteur
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