Auch enge Kurven werden zum Kinderspiel mit einem derart kurzen Hinterbau. Der Hauptrahmen des Torrents ist dafür umso länger. Das 636 Millimeter lange Oberrohr und der damit einhergehende hohe Reach-Wert zwingen in eine sportlich gestreckte Sitzposition. Größtes Minus am Norco: die geringe Gangspreizung der 11–36er-Kassette. Zwar haben die Kanadier mit einem kleinen 28er-Ritzel auch keinen deutlich leichteren Klettergang als Specialized und Cannondale, dafür fehlen jenseits der 30 km/h die großen Gänge. Die 1x10-Schaltung spart zwar Geld und Gewicht, bleibt aber ein Kompromiss. Außerdem schlägt die Kette an den nach unten gezogenen Kettenstreben an.
Fazit: Kein anderes Rad ist bergab so verspielt wie das Norco. Relativ leichtes Bike trotz schwerem Rahmen. Das Testurteil "gut" wird nur knapp verpasst.
PLUS Die kurzen Kettenstreben machen das Norco verspielt, langer Hauptrahmen und Radstand sorgen für Laufruhe bei hohem Tempo.
MINUS Kein Teil beeinflusst ein Hardtail so sehr wie die Reifen. Leider wird mit den Performance-Modellen von Schwalbe genau hier gespart.
Die Alternative: Das Torrent 7.1 kostet 2499 Euro. Für über 1000 Euro mehr gibt es hochwertigere Reifen, eine Sram-Elffach-Gruppe mit größerer Gangspreizung sowie eine Teleskopstütze.