Niner Air 9 RDO Race

Ludwig Döhl

 · 04.06.2017

Niner Air 9 RDO RaceFoto: Daniel Simon
Niner Air 9 RDO Race
Egal, in welchen Startblock, das farbenfrohe Niner zieht die Blicke auf sich. Der Kronkorken auf der Aheadkappe versprüht dabei solche Lässigkeit wie einst die Zigarette im Mund von Helmut Schmidt.

Ebenfalls lässig: Die kultigen Amis geizen nicht mit exotischen Bauteilen. Einen American-Classic-Laufradsatz mit breiten Felgen oder die Formula R1-Racing-Leichtbau-Bremsen sind einzigartig im Testfeld. Mit zwei 160er-Bremsscheiben, einem unergonomischen Hebel und zu wenig Power, ist die Bremse allerdings der Schwachpunkt des Exoten-Bikes. Untypisch auch die Aluminiumsattelstütze, damit gewinnt das Niner aber die Komfortmessung in unserem Labor. Der lange Ergon-Sattel erhöht das Wohlgefühl in der Praxis zusätzlich. Wir haben den Sattel weit nach vorne geschoben, um den flachen Sitzwinkel zu kompensieren. Als einziger Hersteller unter den hochpreisigen Bikes verbaut Niner die etwas güns­tigere XO1-Eagle-Schaltgruppe, die jedoch bereits über die 12fach-Technologie verfügt. Dank kurzem Radstand war selbst auf der verwinkelten Rennstrecke keine Kurve zu eng.


Fazit: Paradiesvogel mit gelungenem Rahmen. Die schwache Bremse trübt das Bild.


Die Alternative: Das Air 9 RDO 3 Star XT kostet trotz XT-Ausstatung nur unwesentlich weniger.


Simon Stiebjahn: Nicht nur wegen des farbenfrohen Designs hat das Niner Exotenstatus.Steuersatzkappe mit Kronkorken und seltene Anbauteile findet man nur bei einer amerikanischen Kultmarke.

  Simon StiebjahnFoto: Moritz Ablinger Simon Stiebjahn  Niner Air 9 RDO RaceFoto: BIKE Magazin Niner Air 9 RDO Race  Niner Air 9 RDO RaceFoto: BIKE Magazin Niner Air 9 RDO Race

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