Ebenfalls lässig: Die kultigen Amis geizen nicht mit exotischen Bauteilen. Einen American-Classic-Laufradsatz mit breiten Felgen oder die Formula R1-Racing-Leichtbau-Bremsen sind einzigartig im Testfeld. Mit zwei 160er-Bremsscheiben, einem unergonomischen Hebel und zu wenig Power, ist die Bremse allerdings der Schwachpunkt des Exoten-Bikes. Untypisch auch die Aluminiumsattelstütze, damit gewinnt das Niner aber die Komfortmessung in unserem Labor. Der lange Ergon-Sattel erhöht das Wohlgefühl in der Praxis zusätzlich. Wir haben den Sattel weit nach vorne geschoben, um den flachen Sitzwinkel zu kompensieren. Als einziger Hersteller unter den hochpreisigen Bikes verbaut Niner die etwas günstigere XO1-Eagle-Schaltgruppe, die jedoch bereits über die 12fach-Technologie verfügt. Dank kurzem Radstand war selbst auf der verwinkelten Rennstrecke keine Kurve zu eng.
Fazit: Paradiesvogel mit gelungenem Rahmen. Die schwache Bremse trübt das Bild.
Die Alternative: Das Air 9 RDO 3 Star XT kostet trotz XT-Ausstatung nur unwesentlich weniger.
Simon Stiebjahn: Nicht nur wegen des farbenfrohen Designs hat das Niner Exotenstatus.Steuersatzkappe mit Kronkorken und seltene Anbauteile findet man nur bei einer amerikanischen Kultmarke.