Florentin Vesenbeckh
· 12.03.2026
Bei diesem E-Bike muss man mehrfach hinschauen. Kommt Mondraker jetzt mit einem innovativen Fully mit integriertem Dämpfer? Nein. Die auffällige Rahmenkonstruktion entpuppt sich als Hardtail, das durch die spezielle Bauweise aber besonders komfortabel ausfallen soll. Mit einem Einstiegspreis von 4199 Euro will das Mondraker Prime sowohl Gelände-Einsteiger, als auch Alltags-E-Biker ansprechen.
Mondraker bietet das Prime in zwei Versionen an: Das klassische Hardtail Prime richtet sich an sportliche Offroad-Fahrer, während das Prime X zusätzlich mit Alltagsausstattung wie integrierter Beleuchtung, Schutzblechen, Gepäckträgern vorne und hinten sowie einem Ständer aufwartet – und damit als vielseitiger Allrounder für Stadt und Trail positioniert ist. Eine Kategorie, die sich als “SUV-E-Bikes” etabliert hat.
Für 2026 hat Mondraker den Aluminiumrahmen komplett neu entwickelt. Der Hersteller verspricht Standards auf Weltcup-Niveau: Der schlanke Stealth-Alloy-Rahmen mit polierten Schweißnähten basiert auf der gleichen DNA wie die Racebikes der Marke. Die aktualisierte Forward Geometry soll den Fahrer optimal zentrieren und so für ausgewogenes Handling und maximale Kontrolle sorgen.
Ein abfallendes Oberrohr und niedrige Überstandshöhe erleichtern das Auf- und Absteigen. Und das sehr auffällige Design des Hinterbaus soll für Komfort sorgen. Denn diese nachgiebige Rahmenkonstruktion soll Unebenheiten besser schlucken, als klassische Designs. Vorne sorgen 120 mm Federweg für zusätzlichen Komfort.
Herzstück des Prime ist das Bosch Performance CX Gen 5 Smart System mit bis zu 100 Nm Drehmoment (hier im Test!). Gesteuert wird das System über das Purion 200, das ein kleines Display und Bedientaster direkt am linken Griff kombiniert. Die simpelste Lösung im Bosch-Portfolio.
Besonders bemerkenswert: Mondraker stattet alle Prime-Modelle serienmäßig mit dem 800-Wh-Akku aus – dem größten derzeit verfügbaren Bosch-Akku. Der integrierte Akku lässt sich zum Laden herausnehmen und ist mit einem Alu-Cover versehen. Optional kann ein 250-Wh Range Extender die Reichweite weiter erhöhen.
Neu ist die Größe M/L, sodass das Prime 2026 in fünf Größen erhältlich ist: S, M, M/L, L und XL. Die feinere Abstufung soll mehr Fahrern eine optimale Passform ermöglichen. Ein Konzept, das die Spanier in den letzten Jahren schon an anderen Bikes ausgerollt haben.
Prime und Prime X gibt es jeweils in zwei Ausstattungsvarianten. Das Prime X kostet 4199 Euro, das Prime R 4599 Euro. Die Pendants mit Vollausstattung kosten jeweils 300 Euro mehr. Also 4499 Euro für das Prime X und 4899 Euro für das Prime XR. Während die günstigen Varianten jeweils mit einer Rockshox Recon Silver federn, haben die teureren Modelle eine Fox AWL mit 120 mm Hub verbaut.
Mit dem überarbeiteten Prime X positioniert sich Mondraker im wachsenden Segment sportlicher E-MTBs mit Alltagstauglichkeit. Das eigenständige Rahmendesign ist auf alle Fälle ein Hingucker. Die Preise sind für ein Hardtail jedoch nicht super günstig. Dafür ist bei allen Modellen schon der top Bosch-Motor mit großem Akku und üppiger Reichweite an Bord.

Redakteur CvD