KTM-NeuheitenGleich vier neue Modelle

Stefan Frey

 · 02.07.2015

KTM-Neuheiten: gleich vier neue ModelleFoto: Georg Grieshaber
KTM-Neuheiten: gleich vier neue Modelle
Vom Race-Hardtail bis zum Plus-Bike. Für die kommende Saison hat KTM seine komplette Offroad-Palette neu auf die Laufräder gestellt.

Die Mattighofener geben Vollgas. Für 2016 bleibt in der KTM-Palette nahezu kein Modell, wie es in der aktuellen Saison auf den Rädern steht. Dabei beschränken sich die Österreicher nicht nur auf kosmetische Korrekturen. Für die Fullsuspension-Modelle wurde eine komplett neue Hinterbau-Kinematik entwickelt.

KTM Scarp mit komplett neuem Hinterbau-System

Das Scarp wurde von Grund auf neu konstruiert. Vor allem beim Hinterbau setzt KTM auf eine runderneuerte Kinematik. So steht der Dämpfer nun nicht mehr vor dem Sitzrohr, sondern liegt horizontal unter dem Oberrohr. Angelenkt wird der Dämpfer über das so genannte Straight-Line-Link. Die Kräfte sollen damit direkter in den Dämpfer eingeleitet werden. KTM verspricht sich davon ein feineres Ansprechverhalten, sowie besser nutzbaren Federweg bei gröberen Schlägen. Das SLL-System spart außerdem einige Lager am Hinterbau ein, was sich vor allem beim Gewicht bemerkbar macht. Doppelt gedichtete und größer dimensionierte Kugellager an der Dämpferaufnahme sollen zudem haltbarer sein, als beim Vorgänger-Modell. Das 29er Race-Fully bietet 100 Millimeter Federweg an der Front und 90 am Heck. Je nach Preislage wird der Rahmen komplett aus Carbon, nur der Hauptrahmen aus Carbon oder der komplette Rahmen aus Aluminium gefertigt. Die Preise liegen zwischen 2299 Euro und 6899 Euro.

Die Lycan-Topversion mit Rock Shox RS1 und XX1 Antrieb.
Foto: Georg Grieshaber

KTM Myroon: schnelle Cross-Country-Feile

Das schnellste Bike im Stall von KTM ist nach wie vor das Myroon. Für die kommende Saison gibt es beim Cross-Country-Hardtail allerdings einige Neuerungen. So wurde das Steuerrohr leicht verkürzt. Damit sitzt man auf dem Myroon noch etwas sportlicher als bisher. Gleichzeitig wird der Fahrer, dank steilerem Sitzwinkel, noch zentraler über dem Tretlager positioniert, wodurch sich noch mehr Vortrieb generieren lassen soll. Auch die neue Boost-Technologie hält bei KTM Einzug. Der 148 Millimeter breite Hinterbau, soll in Verbindung mit 13 Millimeter kürzeren Kettenstreben ganze 21 Prozent steifer sein, als der Vorgänger. Ebenfalls neu: Der Umwerfer sitzt, falls ein Modell mit zweifach Kurbel gewählt wird, als eType-Modell auf einer schön integrierten Halterung am Sitzrohr. Das Myroon wird in vier Größen und ganzen zehn unterschiedlichen Ausstattungsvarianten zu haben sein. Die Preise starten bei 2599 Euro und reichen bis 6799 Euro für das Modell mit XTR Di2, das gerade mal 8,9 Kilo wiegt.

Das KTM Myroon Prestige B11 bringt gerade mal 8,9 Kilo auf die Waage.
Foto: Georg Grieshaber

KTM Lycan

Das neue Lycan basiert auf dem gleichen Rahmen wie das Scarp. Es bietet allerdings mit 130 Millimeter vorne und 125 hinten etwas mehr Federweg als die Marathon-Version und rollt außerdem auf 27,5-Zoll-Laufrädern. Auch hier sind die verschiedenen Carbon- und Alu-Varianten, natürlich mit angepasster Ausstattung erhältlich.

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KTM Kapoho: Lycan mit Plus-Bereifung

Dem Trend zur Plus-Bereifung folgt KTM mit dem Kapoho Tribut. Das Trailbike basiert im Wesentlichen auf dem Lycan-Alu-Rahmen und bietet ebenfalls 130 beziehungsweise 125 Millimeter Federweg vorne und hinten. Zur kommenden Saison wird es vom Kapoho lediglich eine Version mit 3,0 Zoll breiten Reifen geben. Die kommt mit der neuen 11-fach XT-Schaltgruppe von Shimano , in drei Rahmengrößen, zum Preis von 3899 Euro.

Das Kapoho mit 27,5 x 3,0 Zoll Bereifung basiert auf dem neuen Lycan.
Foto: Georg Grieshaber
Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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