Giant Talon E+ EX - TestKann das leichte SUV E-Bike vom Fahrradgiganten überzeugen?

Adrian Kaether

 · 18.03.2026

Das Talon E+ EX ist Giants Idee eines günstigen, schlanken und vielseitigen SUV E-Bikes. Preis: Nur 2749 Euro.
Foto: Georg Grieshaber

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Ungewöhnlich für ein E-Bike: Das Giant Talon E+ kombiniert einen schlanken Look, einen breiten Einsatzbereich und einen fairen Preis. Der Schlüssel dazu liegt im besonderen Motorsystem. Wir wollten das Trekkingrad mit Mountainbike-Genen fahren und hatten das SUV-Bike des Fahrradgiganten zum Test.

Fazit zum Test des GIANT Talon E+ EX Gen2

Das Mountainbike-inspirierte Talon E+ EX ist optisch schlank und sehr preiswert. Als sportives SUV macht es auch auf Schotter eine gute Figur, könnte aber etwas wendiger sein. Echte Trail-Ausflüge sind mit der einfachen Ausstattung aber nicht drin.

Daten und Fakten zum GIANT Talon E+ EX Gen2

Preis2.749,00 €
Gewicht24.2 kg
MotorYamaha SyncDrive Sport2
AkkuGiant EnergyPak
SchaltungShimano Cues

Innovationen immer nur in der obersten Schublade, Neu-Entwicklung nur mit breiter Modellpalette? Nicht bei Giant. Gerade hat der Fahrradgigant seinen neuen Motor im Mittelklasse-Modell Stance E+ vorgestellt. Und auch das Talon mit lediglich zwei günstigen Varianten unter 3000 Euro bekommt für 2026 eine komplette Frischzellenkur.

Leicht & schlank: Giant Talon E+ EX

Die Besonderheit am Talon ist das reduzierte Motor-System. Im Tretlager steckt zwar ein kräftiger Syncdrive Sport2 Motor mit 75 Newtonmetern. Der Akku fasst aber nur 430 Wattstunden. Das ermöglicht auch das sehr schlanke und relativ leichte Chassis des Talon E+ EX. Insgesamt bringt es das Talon E+ EX auf 24,2 Kilo, trotz üppiger 156 Kilo Gewichtszulassung. Konventionelle Trekking- und Touren-E-Bikes wiegen drei bis vier Kilogramm mehr.

Trotz Leichtbau-Konzept soll das Talon benutzerfreundlich bleiben. Dazu gehört für Giant auch, dass die zwei Kilo leichte 430 Wattstunden Batterie klassisch entnehmbar bleibt. Das Rad muss zum Laden also nicht direkt neben der Steckdose stehen. Optional kann man die Reichweite per Range-Extender im Flaschenhalter aufrüsten.

Nahtloser Look, und der Preis: deutlich unter 3000 Euro

Die Bedienteile hat Giant gerade neu aufgelegt. Das Display ist scharf und schick, manche Werte wie der Akkustand sind nur etwas klein geraten. Das Rad lässt sich per Apple “find my” tracken. Eine gute Idee, bei der Android-User aber leider leer ausgehen.

Preis: 2749 Euro >> hier erhältlich

Die zwei Kilo leichte Batterie kann klassisch aus dem Rahmen genommen werden.Foto: Georg GrieshaberDie zwei Kilo leichte Batterie kann klassisch aus dem Rahmen genommen werden.
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Verschliffene Schweißnähte im Steuerrohrbereich für einen nahtlosen Look gönnt sich Giant, ansonsten ist das Talon E+ auf Sparkurs gesetzt. Das ist bei einem Preis von deutlich unter 3000 Euro aber auch kein Wunder. Die Gänge wechselt eine Shimano Cues 4000 Schaltung mit neun Gängen.

Die Federgabel ist einfach, Sattel, Lichter und Schutzbleche kommen von Giant selbst. Wer sich noch etwas bessere Parts wünscht, und auch etwas mehr auszugeben bereit wäre, wird enttäuscht. Eine Premium-Variante des Talon E+ EX gibt es nicht.

Fazit: MTB-Anleihen - so fährt sich das Giant Talon E+

Dem Fahrerlebnis sind die einfachen Anbauteile zum Großteil wenig abträglich. Dazu muss man wissen: Das Talon E+ gibt’s auch ohne Schutzbleche und Licht als MTB-Hardtail. Entsprechend holt sich auch die Geometrie Anleihen beim Mountainbike. Das Talon E+ glänzt dadurch mit gutem Geradeauslauf und hoher Fahrsicherheit auch wenn der Schotter mal grober wird. Die Reifen bieten viel Grip.

Sehr wendig fährt sich das Talon E+ EX aber nicht. Daran hat auch der breite Lenker einen Anteil. Wer maximalen Komfort erwartet, kommt mit der sportiven Haltung auch nicht voll auf seine Kosten. In echtem Gelände limitiert die schwache Federgabel. Als SUV-Bike für sportlich aktive Menschen, die sich auf dem Fahrrad etwas mehr Sicherheit im Alltag und auf Schotter erhoffen, macht das Giant dagegen eine gute Figur.

Etwas Vorsicht ist bei der Reichweite geboten. Der Motor ist stark und dynamisch, der Standard-Modus Auto kräftig abgestimmt. So saugt man den kleinen Akku zügig leer. Besser, man stellt etwas moderatere Unterstützung ein. Dann sind auch Touren um 50 Kilometer kein Problem.

Stärken

  • Hohe Fahrsicherheit
  • Schlanker Look trotz attraktivem Preis
  • Starker Motor...

Schwächen

  • ...der aber schnell den kleinen Akku leert
  • Einfache Federgabel

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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