​CUBE Aim SLT im CheckMountainbiken für nur 799 Euro. Geht das überhaupt?

Max Fuchs

 · 28.08.2026

799 Euro, 15,0 Kilo und 100 Millimeter Federweg. Je nach Rahmengröße rollt das Aim SLT auf 27,5- oder 29-Zoll-Laufrädern.
Foto: CUBE Bikes
Das CUBE Aim SLT will mit hochwertigem Aluminiumrahmen, 12-fach-Schaltung und Luftfedergabel den Einstieg ins sportliche Mountainbike maximal erschwinglich machen. Für 799 Euro bringt das Hardtail erstaunlich viel Ausstattung mit. Wir haben uns das Bike genauer angesehen und klären, ob CUBE mit dem Aim SLT die neue Einsteiger-Benchmark setzt.

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Einordnung von Max Fuchs, BIKE-Redakteur

Das CUBE Aim SLT tritt trotz dreistelligem Preisschild selbstbewusst auf: Der sauber verschliffene Aluminiumrahmen versteckt die Züge im Inneren, die Geometrie fällt mit 68,2 Grad Lenkwinkel durchaus geländeorientiert aus und eine 100 Millimeter Luftfedergabel verspricht bessere Fahrqualitäten als die meisten Stahlfedergabeln, die in dieser Preisklasse verbaut werden. Dazu spendiert CUBE dem 15,0 Kilo schweren Hardtail ein Shimano-XT-Schaltwerk und eine 12-fach-Kassette mit 10–51 Zähnen.

Der eigentliche Kniff steckt jedoch im Konzept: Das Aim SLT will nicht ausschließlich auf dem Trail glänzen. CUBE versieht den Rahmen mit Aufnahmen für Schutzbleche, Seitenständer und den semi-integrierten SIC-Gepäckträger. Auch eine Dropper Post kann nachgerüstet werden. Damit könnte das Aim SLT deutlich mehr als nur die Feierabendrunde im Wald abdecken. Ein noch geländetauglicherer Aufbau ist ebenso möglich wie ein Alltagstrimm.

Was die attraktive Ausstattung und das schicke Chassis tatsächlich auf dem Kasten haben, muss ein Test zeigen. Für 799 Euro liefert CUBE aber eine äußerst interessante Basis.

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Die wichtigsten Fakten

  • Preis: 799 Euro
  • Gewicht: 15,0 kg
  • Rahmen: Aluminium Lite, 6061, Double Butted
  • Laufräder: 27,5 Zoll in XS/S, 29 Zoll in M/L/XL
  • Federgabel: SR Suntour XCM Disc Air, 100 mm, Remote Lockout
  • Schaltung: Shimano Deore 12-fach mit XT-Schaltwerk
  • Übersetzung: 10–51 Zähne, 32er-Kettenblatt
  • Bremsen: Shimano BR-MT200/UR300, hydraulisch, 160/160 mm
  • Reifen: Schwalbe Racing Ray/Racing Ralph, 2,25 Zoll
  • Felgen: ACID EX25, Tubeless Ready
  • Lenker: CUBE Rise Trail Bar, 680 bzw. 720 mm
  • Dropper-Vorbereitung: vorhanden
  • Gepäckträger-/Schutzblechaufnahmen: vorhanden
  • Max. Fahrergewicht: 100 kg
  • Einsatzkategorie: 2

Rahmen: sportlich, sauber und vielseitig

CUBE setzt beim Aim SLT auf einen Aluminium-Lite-Rahmen mit doppelt konifizierten Rohren und Smooth Welding. Die Schweißnähte fallen dadurch optisch deutlich weniger auf, während die innenverlegten Züge für eine aufgeräumte Optik sorgen.

Noch interessanter wird der Rahmen bei genauerem Hinsehen. CUBE integriert Befestigungspunkte für Schutzbleche und einen Seitenständer sowie die Möglichkeit, den semi-integrierten SIC 2.1-Gepäckträger zu montieren. Wer das Aim SLT später zum Pendler- oder Tourenrad umbauen möchte, bekommt damit deutlich mehr Spielraum als bei den meisten anderen Einsteiger-Hardtails.

Auch eine versenkbare Sattelstütze lässt sich nachrüsten. Das dürfte vor allem Fahrer interessieren, die das Einsatzgebiet des Bikes irgendwann stärker Richtung Trail verschieben wollen. Ab Werk sitzt allerdings eine starre CUBE Performance Post im Rahmen.

100 Millimeter Hub und eine Luftfeder

An der Front arbeitet eine SR Suntour XCM Disc Air mit 100 Millimetern Federweg und Remote Lockout. Die Luftfeder lässt sich im Gegensatz zu den Stahlfedermodellen, die in diesem Preisbereich häufig verbaut werden, deutlich einfacher auf unterschiedliche Fahrergewichte abstimmen.

Die 100 Millimeter Federweg ordnen das Aim SLT klar in die sportliche Hardtail-Ecke ein. Für schnelle Touren, Waldwege und gelegentliche Abstecher auf moderate Trails reichen die Federwegsreserven aus. Wer vorrangig im Gelände Spaß haben möchte, stößt mit diesem Bike jedoch früh an seine Grenzen.

Shimano XT am Schaltwerk – für 799 Euro

Beim Antrieb setzt CUBE auf eine interessante Mischung. Das Highlight bildet das Shimano XT RD-M8200-SGS-Schaltwerk mit 12 Gängen. Geschaltet wird über einen Deore SL-M6200-Schalthebel, während die Deore-Kassette 10 bis 51 Zähne abdeckt. Um das Tretlager dreht sich eine ACID-Kurbel mit 32 Zähnen.

Das ergibt eine großzügige Übersetzungsbandbreite, mit der man für alle Szenarien den passenden Gang parat hat. Gerade an steileren Anstiegen dürfte das große 51er-Ritzel die nötige Kletterhilfe liefern. Gleichzeitig erlaubt das 10er-Ritzel ordentlich Tempo bergab oder in der Ebene. Einen vollständigen XT-Antrieb gibt es allerdings nicht – CUBE kombiniert das hochwertige Schaltwerk mit günstigeren Deore- und ACID-Komponenten.

Reifen mit XC-DNA

Bei den Reifen greift CUBE zu einem bewährten Cross-Country-Duo: Vorne rollt ein Schwalbe Racing Ray, hinten ein Racing Ralph, jeweils in 2,25 Zoll und mit Addix-Performance-Gummimischung. Die Kombination spricht eher für geringen Rollwiderstand und sportliches Vorankommen als für maximalen Grip und viel Komfort auf ruppigen Trails.

Geometrie: mehr Trail als Baumarkt-Hardtail

Mit 68,2 Grad Lenkwinkel positioniert sich das Aim SLT nicht extrem, aber durchaus modern für ein Hardtail dieser Preisklasse. Der Sitzwinkel liegt bei 74 Grad. Beim 29er in Größe M misst der Reach 414 Millimeter, der Radstand 1141 Millimeter.

CUBE verfolgt zudem sein Size-Split-Konzept: XS und S rollen auf 27,5-Zoll-Laufrädern, M bis XL auf 29 Zoll. Das soll kleineren Fahrern ein handlicheres Laufradformat und größeren Fahrern die Vorteile der 29er bieten.

Fazit

Das CUBE Aim SLT wirkt wie ein Hardtail für Fahrer und Fahrerinnen, die sich nicht auf eine Disziplin festlegen wollen. Der Rahmen bringt Trail-relevante Details wie eine Dropper-Vorbereitung und eine Luftfedergabel mit, gleichzeitig erlauben Gepäckträger-, Schutzblech- und Seitenständeraufnahmen einen unkomplizierten Einsatz im Alltag. Dazu kommt eine solide Schaltung mit 12 Gängen und ein hochwertiges XT-Schaltwerk. Mehr Ausstattung gibt´s zu dem Kurs bei kaum einem anderen Hersteller.

Der Prei macht das Paket besonders interessant für all jene, die ihre ersten Mountainbike-Versuche wagen wollen, aber nicht all ihre Ersparnisse auf eine Karte setzen wollen. Wenn's mit dem Mountainbiken nämlich doch nicht klappen sollte, funktioniert das Bike ebenso gut im Alltag.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Sehr umfangreiche, solide Ausstattung für 799 Euro
  • Shimano-XT-Schaltwerk und 12-fach-Antrieb
  • Luftfedergabel mit Remote Lockout
  • Moderne, vielseitige Rahmenplattform
  • Dropper-Vorbereitung
  • Gepäckträger-, Schutzblech- und Seitenständeraufnahmen
  • 27,5/29-Zoll-Size-Split

Schwächen

  • SR Suntour XCM bleibt eine eher einfache Luftfedergabel
  • Shimano-BR-MT200/UR300-Bremsen mit kleinen 160-mm-Scheiben eher auf Allround-Einsatz ausgelegt als auf maximale Verzögerungskraft
  • Starre Sattelstütze ab Werk
  • Racing-Ray/Racing-Ralph-Kombi eher XC- als komfortorientiert

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Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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