Mit Sierra und Ridge stellt Fantic zur Saison 2026 zwei neue E‑MTB‑Plattformen vor, die unterschiedliche Materialkonzepte und Einsatzbereiche adressieren. Gemeinsam ist beiden der neue Bosch Performance Line CX Gen5 mit 800‑Wh‑Akku.
Mit der Einführung von Sierra und Ridge leitet Fantic im E‑Mountainbike‑Segment eine neue Plattformstrategie ein. Statt einzelner Modellupdates setzt der italienische Hersteller erstmals auf zwei klar voneinander abgegrenzte technische Grundlagen: eine Carbon‑Plattform für performancelastige Trail‑Anwendungen und eine Aluminium‑Plattform mit Fokus auf Robustheit, Vielseitigkeit und Zugänglichkeit. Beide Baureihen wurden parallel entwickelt und teilen sich zentrale Technologien, allen voran den Bosch Performance Line CX der fünften Generation.
Der neue Bosch‑Antrieb liefert bis zu 120 Nm Drehmoment und spielt insbesondere bei steilen Anstiegen und technischen Passagen seine Stärken aus. Die Energieversorgung übernimmt der Bosch PowerTube Akku mit 800 Wh Kapazität. Der Akku lässt sich zum Laden aus dem Unterrohr entnehmen, für längere Touren oder alpine Einsätze ist die Nutzung eines zusätzlichen 250‑Wh‑Range‑Extenders vorgesehen.
Die Sierra‑Modelle bilden die sportlichere und stärker leistungsorientierte der beiden neuen Plattformen. Basis ist ein vollständig neu entwickelter Carbon‑Rahmen, der sich an Fahrerinnen und Fahrer richtet, die auf anspruchsvollen Trails, in ruppigen Abfahrten und auf technisch fordernden Strecken maximale Kontrolle erwarten.
Zentrales Element der Rahmenkonstruktion ist das sogenannte Cobra Design – eine Rahmenarchitektur, bei der Steifigkeit gezielt dort aufgebaut wird, wo sie für präzises Lenkverhalten und Stabilität unter hoher Belastung erforderlich ist, während weniger beanspruchte Bereiche bewusst schlanker ausgeführt sind. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis aus Kontrolle, Rückmeldung und Gewicht.
Der Federweg liegt bei allen Sierra‑Modellen bei 160 Millimetern an der Front und 155 Millimetern am Heck. Ergänzt wird das Fahrwerkskonzept durch ein Flip‑Chip‑System im Hinterbau. Dieses erlaubt den Umbau von einem klassischen 29‑Zoll‑Setup auf Mullet‑Mix mit 27,5‑Zoll‑Hinterrad, ohne die grundlegende Balance des Bikes zu verändern. Fahrerinnen und Fahrer können so je nach Einsatzbereich zwischen maximaler Laufruhe und erhöhter Wendigkeit wählen.
Ein weiterer konstruktiver Besonderheit ist das koaxiale Horst‑Link‑Gelenk am Hinterbau. Dabei ist der Bremssattel um den Drehpunkt der Hinterradachse angeordnet. Ziel dieser Lösung: Die Bremseinflüsse sollen für bessere Traktion vom Fahrwerk entkoppelt werden.
Alle Sierra‑Modelle sind in den Farben Arctic White und Volcanic Bronze erhältlich. Die Sport‑Version soll ab Herbst zusätzlich mit Shimano‑Antrieb verfügbar sein.
Mit dem Ridge ergänzt Fantic die Carbon‑Baureihe um eine Aluminium‑Plattform, die gezielt auf Vielseitigkeit und Haltbarkeit ausgelegt ist. Der Rahmen ist für alle Ridge‑Varianten identisch und bildet die Basis für zwei unterschiedliche Einsatzbereiche: Trail und All Mountain.
Auch beim Aluminium‑Rahmen kommt das Cobra Design zum Einsatz. Das Unterrohr ist mit variabler Wandstärke ausgeführt und im Bereich des Steuerrohrs gezielt verstärkt, um die Torsionssteifigkeit zu erhöhen. Gleichzeitig wurde das Sitzrohr so geformt, dass bergab mehr Bewegungsfreiheit entsteht – ein Detail, das insbesondere auf technisch anspruchsvollen Strecken relevant ist.
Die Trail‑Versionen setzen auf 150 Millimeter Federweg vorne und hinten und sind auf ein möglichst breites Einsatzspektrum ausgelegt. Die All‑Mountain‑Modelle mit 170 Millimetern Federweg richten sich dagegen an Fahrerinnen und Fahrer, die regelmäßig in anspruchsvollem Gelände unterwegs sind und zusätzliche Reserven im Fahrwerk wünschen.
Alle Ridge‑Modelle sind in den Farben Desert Gold und Storm Grey erhältlich und können über Fantics Click‑&‑Collect‑System online reserviert und über das Händlernetz abgewickelt werden.

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