​Thok Enduro TK02Mehr Saft für steile Linien

Dimitri Lehner

 · 28.03.2026

Die neuen E-Enduros aus Italien mit Bosch-Antrieb in schicker Optik.
Foto: Thok
THOK TK02 bringt Bosch-Power, 170 mm Federweg und Mullet-Setup zum Kampfpreis.

Mit dem TK02 legt der italienische Hersteller THOK ein Enduro-E-MTB nach, das klar Richtung Abfahrt zielt – ohne den Uphill zu vergessen. 170 mm Federweg, der neue Bosch-CX-Motor der fünften Generation und ein 800-Wh-Akku sollen lange Tage im Gelände ermöglichen. Der Preis bleibt dabei überraschend bodenständig: 5.490 Euro.

Enduro-DNA mit Trail-Ambitionen

Nach dem TK02-S folgt nun das TK02 – ein E-Enduro mit Aluminiumrahmen, das bewusst zwischen Trailbike und Bikeparkgerät positioniert ist. 170 mm Federweg markieren die Ansage: Dieses Bike will bergab arbeiten. Gleichzeitig sorgt die moderne Geometrie mit 64,5° Lenkwinkel und 77,5° Sitzwinkel dafür, dass auch steile Uphills nicht zur Geduldsprobe werden.

Die Mullet-Konfiguration kombiniert ein 29-Zoll-Vorderrad mit einem 27,5-Zoll-Hinterrad – vorne Laufruhe, hinten Wendigkeit. Ein Setup, das inzwischen zum Standard moderner Enduro-E-MTBs geworden ist.

Bosch CX Gen5: Mehr Drehmoment, mehr Reichweite

Im Unterrohr sitzt der neue Bosch Performance Line CX Gen5 mit satten 100 Nm Drehmoment. Zusammen mit dem integrierten 800-Wh-Akku richtet sich das TK02 klar an Fahrer, die lange Touren mit technischen Abfahrten kombinieren wollen.

Wer noch weiter hinaus will, kann den 250-Wh-Range-Extender montieren – dann wächst die Kapazität auf 1.050 Wh. Angezeigt wird alles über das kompakte Purion-200-Display.

Kurz gesagt: Reichweitenangst oder Akku-Paranoia wie wir es nennen, ist hier kein Thema mehr.

Solides Fahrwerk für harte Einsätze

Beim Fahrwerk setzt THOK auf robuste Komponenten statt Leichtbau-Show.

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Vorne arbeitet eine RockShox Domain Gold R mit 38-mm-Standrohren und 170 mm Federweg. Hinten übernimmt ein speziell abgestimmter Deluxe Select-Dämpfer die Kontrolle. Zusammen ergibt das ein Setup, das eher nach Bikepark als nach Feierabendrunde klingt.

Gebremst wird mit Magura Louise Elite, geschaltet mit SRAM Eagle S100.

Funktion vor Prestige – und genau das passt zum Charakter des Bikes.

Geometrie-Daten

GrößenSMLXL
Sitzrohrlänge (mm)385415450495
Oberrohrlänge (mm)582600629660
Tretlagerhöhe (mm)355355355355
Tretlagerabsenkung15151515
Kettenstrebenlänge (mm)453453453453
Sitzrohrwinkel77,5°77,5°77,5°77,5°
Steuerrohrwinkel64,5°64,5°64,5°64,5°
Steuerrohrlänge105115131149
Radstand (mm)1212123312651298
Stack614623638654
Reach423439464491
Lenkerbreite (mm)780780780780
Vorbaulänge (mm)37373737
Kurbelarmlänge (mm)165165165165
Gabelversatz44444444
Vario-Sattelstütze125150170170
Überstandshöhe783783783783

Auffällige Farben, klare Linie

Optisch bleibt THOK seiner Motorsport-DNA treu.
„White Heat“ erinnert an klassische Rennwagenlackierungen, „Neon Pulse“ setzt bewusst auf maximale Sichtbarkeit im Gelände. Technisch sind beide Varianten identisch – hier entscheidet allein der Geschmack.

Viel Federweg zum fairen Kurs

Mit 5.490 Euro positioniert THOK das TK02 erstaunlich offensiv im Marktsegment der langhubigen E-Enduros mit Bosch-Gen5-Antrieb. Erhältlich ist das Bike in vier Größen von S bis XL – über THOK-Points, online und in ausgewählten Bikepark-Testflotten etwa in Finale Ligure oder Breuil-Cervinia.

Fazit

Unterm Strich ist das TK02 kein Lifestyle-E-Bike für die Cappuccino-Runde, sondern ein Werkzeug für Fahrer, die bergab ernst machen wollen – und bergauf genug Energie übrig behalten möchten.

​Über Thok E-Bikes

​THOK E-Bikes ist ein Brand der KP Srl mit Sitz in Alba (Cuneo, Italien), die sich auf die Herstellung von hochwertigen E-MTBs spezialisiert ist. THOK E-Bikes produziert und vertreibt seit 2017 in Italien entwickelte und designte Fahrräder mit Tretunterstützung, bei denen Performance höchste Priorität hat. Die Geschichte des Unternehmens ist eng mit der Geschichte seiner Gründer verbunden: Stefano Migliorini, ehemaliger BMX-Weltmeister, Downhill-Profifahrer und heute Geschäftsführer von THOK; Livio Suppo, einer der erfolgreichsten Teammanager aller Zeiten im Motorsport, mehrfacher Weltmeister und ehemaliger Teamchef unter anderem der Teams wie Ducati, Honda HRC und zuletzt von Suzuki Moto; Giuseppe Bernocco und Sebastiano Astegiano, Gründer und Unternehmensleiter des florierenden TCN Unternehmenskonzern im Herzen der Langhe (Piemont/Italien).

Dimitri Lehner ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ihn fasziniert fast jede Disziplin des Funsports – neben Biken ganz vorne: Windsurfen, Skifahren und Fallschirmspringen. Seine neueste Leidenschaft: das Gravelbike. Damit fuhr er kürzlich von München an die Ostsee – und fand es herrlich. Und anstrengend. Herrlich anstrengend!

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