SpieltriebRocky Mountain Slayer im Test

Peter Nilges

 · 14.09.2017

Spieltrieb: Rocky Mountain Slayer im TestFoto: Wolfgang Watzke
Spieltrieb: Rocky Mountain Slayer im Test
Mit dem neuen Rocky Mountain Slayer stellen die Kanadier eine echte Wuchtbrumme auf die 2,5 Zoll breiten Reifen. Wir haben das Super-Enduro im BIKE-Labor und im Gelände getestet.

Das Top-Modell 790 MSL des Rocky Mountain Slayer wartet mit einem 2561 Gramm leichten Vollcarbon-Rahmen (ohne Dämpfer) auf und stellt dem Fahrer üppige 168 bzw. 165 Millimeter zur Seite. In Sachen Ausstattung geht Rocky Mountain ebenfalls keine Kompromisse ein. Shimano-Saint-Bremsen, Fox-Float-X2-Dämpfer und robuste Alu-Kurbeln zählen zur Grundausstattung. So gerüstet, tendiert das Bike aus Vancouver bereits in Richtung Freeride, was auch das Fahrgefühl voll und ganz bestätigt. Trotz Größe L will das Slayer keinesfalls ein lang gestrecktes Race-Enduro sein, das voll und ganz auf schnelle Zeiten getrimmt wurde. Viel deutlicher spürt man die Handschrift von Thomas Vanderham, Teamrider und Freerider der ersten Stunde, der bei der Entwicklung stark involviert war. Durch die hohe Front und die eher kurze Position sitzt man recht kompakt auf dem Slayer, was dem Bike ein spielerisches Handling verleiht. Die kurzen Kettenstreben unterstützen den wendigen Charakter und sorgen dafür, dass sich das Rocky entspannt zum Manual aufs Hinterrad ziehen lässt. Wird die Abfahrt mal rauer, bügelt der potente Hinterbau selbst grobe Schläge souverän glatt. Bergauf hätten wir uns bei dem nur mit Werkzeug zu verstellenden Fox-Float-X2-Dämpfer allerdings einen Plattformhebel gewünscht, um den Hinterbau im Wiegetritt schnell zu straffen. Durch den steilen Sitzwinkel klettert das Slayer trotz entspannter Sitzposition recht souverän. Statt der Geometrieverstellung Ride-9 setzt Rocky Mountain jetzt auf das abgespeckte Ride-4-System (Detail), mit dem sich die Kinematik zusätzlich feintunen lässt.


Peter Nilges, BIKE-Testleiter: Das neue Rocky Mountain Slayer bewegt sich genau zwischen Enduro und Freeride. Entgegen dem Trend der immer laufruhigeren Race-Geometrien besitzt es eine gehörige Portion Verspieltheit und richtet sich an Fahrer, die den Abfahrtsspaß über die schnellste Zeit bergab stellen. Gemessen am Preis fällt die Ausstattung durchschnittlich aus.

  Peter Nilges, BIKE-TestleiterFoto: Marius Maasewerd Peter Nilges, BIKE-Testleiter  Das Rocky Mountain Slayer 790 MSL im BIKE-Test.Foto: Wolfgang Watzke Das Rocky Mountain Slayer 790 MSL im BIKE-Test.  Die Kettenführung ist fest an der Kettenstrebe verschraubt. Durch die Ride-4-Verstellung lassen sich am Slayer Geometrie und Kennlinie verändern. Foto: Wolfgang Watzke Die Kettenführung ist fest an der Kettenstrebe verschraubt. Durch die Ride-4-Verstellung lassen sich am Slayer Geometrie und Kennlinie verändern.   Die versteckten, einseitigen Lager an Ketten- und Sitzstreben geben dem Slayer eine eigene Optik. Foto: Wolfgang Watzke Die versteckten, einseitigen Lager an Ketten- und Sitzstreben geben dem Slayer eine eigene Optik. 
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  Geometrie des Rocky Mountain Slayer in Rahmengröße L.Foto: BIKE Magazin Geometrie des Rocky Mountain Slayer in Rahmengröße L.  Erstaunlich verspielt für ein Super-Enduro mit fast 170 mm Federweg: das Rocky Mountain Slayer.Foto: Wolfgang Watzke Erstaunlich verspielt für ein Super-Enduro mit fast 170 mm Federweg: das Rocky Mountain Slayer.  Ausrichtung und Fahrverhalten des Rocky Mountain SlayerFoto: BIKE Magazin Ausrichtung und Fahrverhalten des Rocky Mountain Slayer


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