Ein Konstrukteur, der jede freie Minute auf dem Bike verbringt, hat noch keinem Hersteller geschadet. Im Fall von Rose heißt dieser Andreas Heimerdinger, den der Bocholter Versender vor zwei Jahren als Frontmann verpflichtet hatte. Heimerdinger konstruiert schon seit Jahren, ist passionierter Freerider und testet jedes seiner Bikes auf den ruppigen Trails seiner Wahlheimat am Comer See. So ist es kaum verwunderlich, dass das Uncle Jimbo 6 eine vernünftige Geometrie hat, mit Fingerspitzengefühl spezifiziert ist und alle Anbauteile am richtigen Platz sitzen. Das Fahrwerk, eine Symbiose aus Fox-RP-23-Dämpfer und absenkbarer Talas-Gabel, spricht auf jeden Kieselstein an, besitzt viel nutzbaren Federweg und lässt sich bei Bedarf mit wenigen Handgriffen in den Uphill-Modus bringen. Tipp: Für leichte Fahrer bietet Rose den Dämpfer auch mit reduzierter Zugstufendämpfung an.
Die kompakte Geometrie mit extrakurzen Kettenstreben verleiht dem Bike Agilität und Sprungkraft – ein echtes Spiel-Bike im Park und auf kurvigen Singletrails. Dass das Jimbo bergauf keine Spitzenleistung bringt, liegt an der gedrungenen Sitzposition, die man mit einem anderen Vorbau deutlich verlängern könnte. Denn grundsätzlich ist das zweitleichteste Bike im Testfeld mit seinem Plattformfahrwerk auch zum Klettern erste Wahl (leichte Laufräder!).
Die Ausstattung (mit vielen Syncros-Teilen) ist durch die Bank überdurchschnittlich gut auf den Einsatzbereich abgestimmt. Und wer auch auf stimmige Optik Wert legt, ist bei Rose jedenfalls goldrichtig: Die schwarzgoldene Optik zieht sich bis ins kleinste Detail.
FAZIT: Stimmiges, auch optisch gelungenes Enduro-Bike mit überdurchschnittlich guter Ausstattung.
+ Gelungene Geometrie
+ Harmonisches Fahrwerk
+ Leichte Laufräder
- Reifen für Enduro nicht optimal
Web: www.rose.de