20-Kilo-Full-Power-E-MTBDas Raymon Tarok kriegt den neuen Avinox M2S verpasst

Laurin Lehner

 · 09.04.2026

Das neue Raymon Tarok mit Bumms nach oben...
Foto: Raymon
Raymon stellt mit dem Tarok ein Full-Power-E-Mountainbike mit dem neuen Kraft-Motor Avinox-M2S-Antrieb vor. Das Topmodell soll dabei nur etwas mehr als 20 Kilogramm wiegen. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Raymon stellt das Tarok vor, in dem Full-Power E-Mountainbike steckt der neue Avinox M2S-Antrieb, der bis zu 150 Nm Drehmoment und 1.500 Watt Spitzenleistung liefert.

Der HSC-Carbonrahmen wiegt 2,4 Kilogramm, das Topmodell Tarok Ultimate erreicht ein Systemgewicht von 20,4 Kilogramm. Das Fahrwerk arbeitet mit 160 mm Federweg vorne und 150 mm hinten im Mullet-Setup. Die Modellpalette umfasst vier Varianten von Comp bis Ultimate. Kostenpunkt: ab 4999 Euro.

Powered by: Avinox M2S - mit 1.500 Watt Spitzenleistung

Der Avinox M2S-Antrieb erreicht im Boost-Modus ein Drehmoment von 150 Nm und eine Spitzenleistung von 1.500 Watt. Eine Unterstützung von bis zu 800 Prozent ermöglicht eine präzise dosierbare Leistungsentfaltung. Laut Hersteller bleibt das System auch bei wiederholter Belastung stabil und liefert konstant hohe Performance.

Die Leistungsfähigkeit ergibt sich aus dem Zusammenspiel mit der FP700 High-Energy-Batterie. Deren Zellchemie erreicht eine Energiedichte von bis zu 220 Wh/kg und ermöglicht einen Output von bis zu 2.000 Watt. Trotz einer nominellen Kapazität von 700 Wh soll das System hinsichtlich Effizienz und Leistungsabgabe klassische 800-Wh-Lösungen übertreffen. Erst die Kombination aus M2S-Antrieb und FP700-Akku erlaubt laut Hersteller die vollständige Entfaltung der Performance bei gleichzeitig reduziertem Gewicht.

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HSC-Carbon mit 2,4 Kilogramm Rahmengewicht

Der Rahmen basiert auf einer HSC-Carbonkonstruktion und wiegt 2,4 Kilogramm. Er ist konsequent auf Steifigkeit, Haltbarkeit und Integration ausgelegt. In Kombination mit einem Mullet-Setup aus 29-Zoll-Vorderrad und 27,5-Zoll-Hinterrad sowie 160 mm Federweg vorne und 150 mm hinten entsteht ein Fahrwerkssystem, das Laufruhe und Agilität vereinen soll.

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Die Geometrie zielt auf eine zentrale, kraftsparende Sitzposition ab und unterstützt Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten sowie in technischen Passagen. Das Verhältnis von Reach zu Stack positioniert den Fahrer laut Hersteller direkt im Schwerpunkt des Bikes und verbessert so Stabilität und Präzision. Extralange Dropper-Posts schaffen zusätzlichen Bewegungsspielraum für aktiven Körpereinsatz.

Total-Control-Fahrwerkskonzept

Die Hinterbaukinematik ist so ausgelegt, dass sie ein sensibles Ansprechverhalten im Anfangsbereich mit kontrolliertem Support im mittleren Federwegsbereich kombiniert. Auch unter Bremslast bleibt das Fahrwerk aktiv und gewährleistet maximale Traktion. Ein spezifisch abgestimmtes Dämpfer-Tuning ist exakt auf Kinematik und Rahmen abgestimmt und sorgt für konsistentes Feedback in allen Fahrsituationen. Die reduzierte Überstandshöhe sowie die Kompatibilität mit extralangen Dropper-Posts erhöhen zusätzlich die Bewegungsfreiheit.

Integration & Konnektivität

Das schlanke Unterrohr integriert die Batterie, während der Schwerpunkt zentral und tief positioniert ist. Diese Konstruktion minimiert Energieverluste und sorgt für ein Fahrverhalten, das sich stärker an modernen Trailbikes als an klassischen E-MTBs orientiert.

Standardisierte Komponenten, austauschbare Frame-Inserts und eine bewusst reduzierte Feature-Integration erhöhen Wartungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit. Im Bereich Konnektivität setzt das Tarok auf ein integriertes System mit 2-Zoll-OLED-Touchdisplay, hoher Auflösung und automatischer Helligkeitsanpassung.

Eine App-Anbindung ermöglicht erweiterte Funktionen wie die individuelle Anpassung von Fahrparametern, GPS-Tracking und eine digitale Diebstahlsicherung. Die Integration von LTE-Technologie sorgt für eine permanente Vernetzung des Systems.

Vier Modelle von Ultimate bis Comp

Die Tarok-Modellpalette umfasst vier Varianten: Tarok Ultimate (9999 Euro), Tarok Ultra (7499 Euro), Tarok Pro (5999 Euro) und Tarok Comp (4999 Euro). Im Letzteren steckt der Avinox M2.

Das Topmodell Tarok Ultimate erreicht ein Systemgewicht von 20,4 Kilogramm.

Die Topmodelle sind serienmäßig mit einem 12A-Schnellladegerät ausgestattet, das den Akku in 1 Stunde und 24 Minuten von 0 auf 80 Prozent lädt. Diese Schnellladefähigkeit ist ein durchgängiges Merkmal der gesamten Plattform. Tarok Pro und Tarok Comp unterstützen ebenfalls schnelles Laden, das entsprechende 12A-Ladegerät ist hier jedoch optional erhältlich.

Das Tarok Comp nutzt den Avinox M2-Antrieb, der bis zu 125 Nm Drehmoment und 1.100 Watt Spitzenleistung liefert. Die Kombination aus Carbon-Hauptrahmen und Aluminium-Hinterbau sorgt für eine wirtschaftlich optimierte Konstruktion, ohne das charakteristische Fahrverhalten der Tarok-Plattform zu beeinträchtigen.

Raymon Tarok: Technische Daten & Preis

  • ​Rahmen: HSC-Carbon, 2,4 kg
  • Federweg: 160 mm vorne, 150 mm hinten
  • Laufräder: Mullet-Setup (29"/27,5")
  • Antrieb: Avinox M2S (Ultimate/Ultra/Pro), Avinox M2 (Comp)
  • Drehmoment: 150 Nm (M2S), 125 Nm (M2)
  • Spitzenleistung: 1.500 Watt (M2S), 1.100 Watt (M2)
  • Unterstützung: bis zu 800 %
  • Akku: FP700 High-Energy-Batterie, 700 Wh, 220 Wh/kg Energiedichte
  • Output: bis zu 2.000 Watt
  • Schnellladung: 0-80 % in 1 Stunde 24 Minuten (12A-Ladegerät)
  • Display: 2-Zoll-OLED-Touchdisplay mit automatischer Helligkeitsanpassung
  • Konnektivität: App-Anbindung, GPS-Tracking, LTE-Technologie
  • Reifen: Continental Kryptotal (Topmodelle)
  • Kategorie: 4 (Sprünge bis 1,20 m)
  • Systemgewicht: 20,4 kg (Tarok Ultimate)
  • Modelle: Comp, Pro, Ultra, Ultimate
  • Preis: 4999 bis 9999 Euro
Raymon-Rider Johannes Fischbach auf Speed-Jagd mit dem neuen Raymon Tarok.Foto: RaymonRaymon-Rider Johannes Fischbach auf Speed-Jagd mit dem neuen Raymon Tarok.

Laurin Lehner

Laurin Lehner

Redakteur

Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.

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