Nukeproof ist die einzige Marke, die selbst das Top-Modell noch aus Aluminium fertigt, was sich beim Rahmengewicht deutlich bemerkbar macht. Mit 3186 Gramm hat das Mega den schwersten Rahmen im Test, gibt sich dafür aber durchweg robust. In Anbetracht der Massenstürze auf dem Gletscher und den rauen Geröllfeldern der Rennstrecke ist das nicht die schlechteste Eigenschaft. Auch bei der Ausstattung vertraut man auf haltbare Anbauteile. Eine solide Kettenführung hält die Kette selbst nach großen Sprüngen auf dem Kettenblatt, und die Deemax-Laufräder von Mavic haben sich während unseres Tests als besonders stabil erwiesen. Mit 14,1 Kilo liegt das fahrfertige Gesamtgewicht vertretbare 500 Gramm über dem Durchschnitt des Testfelds. Bergab verlangt der flachste Lenkwinkel und längste Radstand im Test nach viel Körpereinsatz im verwinkelten Singletrail. Das Nukeproof will mit Nachdruck durch die Kurven gefahren werden. Technisch weniger versierte Fahrer haben mit anderen Bikes bergab mehr Spaß. Fahrtechnik-Asse werden die Spurtreue bei hohen Geschwindigkeiten lieben. Das Rockshox-Fahrwerk arbeitet auf Augenhöhe mit der Konkurrenz von Fox. Jedoch freuten wir uns in der langen Abfahrt über die potente 170er-Gabel. Wer nur gemütlich über die heimischen Singletrails zuckeln will, findet passendere Bikes. Wer nach einer robusten Vollgas-Maschine sucht und selbst gelegentliche Bikepark-Besuche nicht ausschließen will, wird mit dem Nukeproof Mega glücklich werden.
Ludwig Döhl, BIKE-Redakteur: Das Nukeproof verlangt nach einer strammen Führung bergab. Uns hat es vor allem auf den schnellen Abschnitten des Megavalanches gut gefallen. Mit Aluminiumrahmen und stabilen Laufrädern steckt das Mega auch härtere Einsätze locker weg.
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