​Mondraker Zendit R und SE-Enduro mit Avinox M2S ab 6499 Euro

Adrian Kaether

 · 20.10.2026

Rampage Star Andreu Lacondeguy lässt es auf dem neuen Zendit fliegen.
Foto: Mondraker
Mondraker erweitert die Zendit-Familie um zwei günstigere Modelle. Das neue Zendit R und Zendit S kombinieren den bekannten Carbon-Hauptrahmen mit einem Aluminium-Hinterbau. Die Preise starten bei 6499 Euro.

Themen in diesem Artikel

​BIKE-Einordnung: Das Zendit wird bezahlbarer

Mit dem Zendit R und besonders dem Zendit S korrigiert Mondraker einen der größten Kritikpunkte der ursprünglichen Modellfamilie. Der Einstiegspreis sinkt von bislang 8499 auf 6499 EuroTrotzdem bleiben der Carbon-Hauptrahmen, der Avinox-M2S-Antrieb, der große 800-Wh-Akku und die grundlegende Fahrwerksplattform erhalten. Ein Schnäppchen werden die neuen Modelle damit zwar noch nicht. Im Vergleich zu den bisherigen Vollcarbon-Versionen fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis aber deutlich attraktiver aus. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik

Mit dem Zendit präsentierte Mondraker im April 2026 ein kompromisslos ausgelegtes E-Enduro: Vollcarbon-Rahmen, Mullet-Laufräder, 165 Millimeter Federweg am Heck und der leistungsstarke Avinox M2S Motor. Einziger Haken: Das Mondraker Zendit mit Avinox M2S kostete bislang mindestens 8499 Euro.

Genau diese Lücke sollen ab Oktober 2026 das Mondraker Zendit R für 7499 Euro und das Zendit S für 6499 Euro schließen. Die Spanier sparen dabei nicht am Motor oder am Carbon-Hauptrahmen, sondern setzen bei beiden Neuheiten auf einen eigens entwickelten Aluminium-Hinterbau. Trotzdem bleibt das Zendit angenehm leicht: Das neue Zendit R in Größe M/L hatten wir im BIKE-Testlabor schon an der Waage. Mit 23,84 Kilogramm (BIKE-Messung) ist es gemessen an Einsatzbereich und Preis definitiv nicht zu schwer geraten.

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Mondraker Zendit R und S: Carbon trifft Aluminium

Der vordere Rahmenteil besteht weiterhin aus Mondrakers Stealth-Air-Carbon. Neu ist der Alu-Hinterbau samt Umlenkhebel. Das spart gegenüber den bisherigen Vollcarbon-Modellen RR, RR S und XR Kosten, ohne die grundlegende Fahrwerksplattform oder die Geometrie zu verändern. Das Mehrgewicht liegt bei rund 1000 Gramm.

Auch der neue Rahmen nutzt Mondrakers überarbeitetes Zero-Suspension-System mit virtuellem Drehpunkt (VPP). Am Hinterrad stehen 165 Millimeter Federweg zur Verfügung, vorne arbeiten Gabeln mit 170 Millimetern Hub. Weniger variabel sind die neuen Modelle bei der Laufradwahl: Während sich die Vollcarbon-Versionen auch mit einem 29-Zoll-Hinterrad fahren lassen, ist der neue Aluminium-Hinterbau konsequent für ein Mullet-Setup aus 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten konstruiert. Der Flip-chip des Carbon-Hecks entfällt.

Avinox M2S und 800-Wh-Akku bleiben gesetzt

Beim Antrieb macht Mondraker keine Unterschiede zwischen den günstigeren Zendit-Modellen und den teuren Vollcarbon-Ausführungen. Sowohl das Zendit R als auch das Zendit S erhalten den aktuellen Avinox M2S in Kombination mit einem fest im Unterrohr integrierten 800-Wh-Akku.

Der kompakte Motor gehört zu den stärksten E-Bike-Antrieben auf dem Markt und kann bis zu 150 Newtonmeter Drehmoment liefern. Wie sich der Antrieb in Labor und Praxis schlägt, zeigt unser ausführlicher Test des Avinox M2S. Dort überzeugte der Motor insbesondere mit seinem Leistungs-Gewichts-Verhältnis und seiner gut kontrollierbaren Leistungsentfaltung.

Beide Zendit-Neuheiten kommen mit:

  • Avinox-M2S-Motor
  • fest integriertem 800-Wh-Akku
  • Avinox-DP100-Touchdisplay
  • zwei kabellosen BC100-Lenkertastern
  • 4-Ampere-Ladegerät

Damit sind Zendit R und S technisch auf demselben Antriebsniveau wie die teureren Modelle. Einen Überblick über weitere E-Mountainbikes mit diesem Motor gibt es in unserer Marktübersicht zu den E-Bikes mit Avinox M2S.

Verstellbare Geometrie und fünf Rahmengrößen

Ein Flip-Chip an der unteren Dämpferaufnahme erlaubt weiterhin zwei Geometrie-Einstellungen. In der Standardposition beträgt der Lenkwinkel flache 63,5 Grad. Das Tretlager liegt 345 Millimeter hoch, der effektive Sitzwinkel beträgt 77 Grad.

In der Low-Position sinkt das Tretlager um fünf Millimeter. Gleichzeitig wird der Lenkwinkel auf 63,15 Grad abgeflacht und der Reach verkürzt sich um vier Millimeter. Hier die wichtigsten Geometrie-Werte in der Übersicht.

Flip-Chip PositionRegularLow
Lenkwinkel63,5°63,15°
Effektiver Sitzwinkel77°76,65°
Tretlagerhöhe345 mm340 mm
Reach480 mm in M/L476 mm in M/L
Stack640 mm in M/L 643 mm in M/L

Mondraker bietet beide Modelle in fünf Größen von S bis XL an. Die zusätzliche Größe M/L soll kleinere Sprünge zwischen den Rahmengrößen ermöglichen. Der Reach reicht in der Standardposition von 440 Millimetern in Größe S bis 520 Millimeter beim XL-Rahmen. Ungewöhnlich für ein modernes Enduro ist der recht tiefe Stack-Wert in Kombination mit üppigem Reach von 480 Millimetern bei Größe M/L, die Mondraker bis circa 1,85 Meter empfiehlt.

Bei den Kettenstreben verfolgt Mondraker einen größenabhängigen Ansatz: In S, M und M/L messen sie 450 Millimeter, die Größen L und XL erhalten 455 Millimeter lange Streben. Sehr gut: Die Positionen der Hinterbau-Drehpunkte wurden laut Hersteller ebenfalls an die Rahmengrößen angepasst, damit die Übersetzungskennlinie über alle Größen möglichst identisch bleibt.

Mondraker Zendit R: Fox-Fahrwerk und kabellose Sram-Schaltung

Das höherwertige der beiden neuen Modelle kostet 7499 Euro. Mondraker kombiniert eine Fox 38 Performance mit 170 Millimetern Federweg mit einem Fox Float X Performance am Heck.

Geschaltet wird elektronisch: Das Sram S1000 Eagle AXS-Schaltwerk arbeitet nach dem robusten T-Type-Standard und wird mit einer 10–52-Zähne-Kassette kombiniert. Die Stromversorgung ist an den Hauptakku des E-Bikes angebunden.

Bei den Laufrädern greift Mondraker zum E-MTB-tauglichen DT Swiss Hybrid H 1900 Spline. Verzögert wird mit Sram Maven Base Vierkolbenbremsen und 200-Millimeter-Scheiben. Vorne sitzt ein Maxxis Assegai in MaxxGrip-Mischung und EXO+-Karkasse, hinten ein robuster Minion DHR II mit Double-Down-Karkasse.

Ausstattung des Mondraker Zendit R

  • Preis: 7499 Euro
  • Rahmen: Carbon-Hauptrahmen, Aluminium-Hinterbau
  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: 800 Wh
  • Gabel: Fox 38 Performance, 170 mm
  • Dämpfer: Fox Float X Performance
  • Schaltung: Sram S1000 Eagle AXS T-Type
  • Kassette: Sram XS-1270, 10–52 Zähne
  • Bremsen: Sram Maven Base, 200/200 mm
  • Laufräder: DT Swiss Hybrid H 1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Assegai 29 x 2,5 / Minion DHR II 27,5 x 2,5
  • Variostütze: Onoff Pija, größenabhängig verstellbarer Hub
  • Gewicht: 23,95 kg laut Hersteller
  • Farben: Greyhound Grey, Ionite Blue

Mondraker Zendit S: voller M2S-Antrieb für 6499 Euro

Das Zendit S übernimmt Rahmen, Motor, Akku und Geometrie vom R-Modell. Gespart wird vor allem bei Fahrwerk, Schaltung und Laufrädern.

An der Front arbeitet eine RockShox ZEB Base RC mit 170 Millimetern Federweg. Der passende Super Deluxe Select übernimmt die Federung am Heck. Die mechanische Sram-70-Eagle-Schaltung nutzt ebenfalls den T-Type-Standard und eine Kassette mit 10–52 Zähnen.

Bei den Laufrädern setzt Mondraker auf Mavic E-Access XR30 mit 30 Millimetern Innenweite. Reifen und Bremsanlage entsprechen weitgehend dem R-Modell: Auch hier kommen Maxxis Assegai und Minion DHR II sowie Sram Maven Base zum Einsatz. Die X-Fusion Manic TA lässt sich im Hub verstellen und wird passend zur jeweiligen Rahmengröße verbaut.

Ausstattung des Mondraker Zendit S

  • Preis: 6499 Euro
  • Rahmen: Carbon-Hauptrahmen, Aluminium-Hinterbau
  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: 800 Wh
  • Gabel: RockShox ZEB Base RC, 170 mm
  • Dämpfer: RockShox Super Deluxe Select
  • Schaltung: Sram 70 Eagle T-Type, mechanisch
  • Kassette: Sram XS-1270, 10–52 Zähne
  • Bremsen: Sram Maven Base, 200/200 mm
  • Laufräder: Mavic E-Access XR30
  • Reifen: Maxxis Assegai 29 x 2,5 / Minion DHR II 27,5 x 2,5
  • Variostütze: X-Fusion Manic TA
  • Farben: Obsidian Grey, Optic White
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Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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