Das Hustok Mahle Hybris ist weit mehr als eine schnelle Design-Studie. Alle Mountainbikes beginnen ihr Leben als ein Entwurf auf dem Computer eines Entwicklers. Von dort aus werden einzelne Teile optimiert, Kinematiken erdacht, Geometrien skizziert und 3D-Modelle entwickelt. Irgendwann steht ein erster Prototyp im Büro und das Testing unter Realbedingungen kann beginnen. Erst wenn alles passt wird ein Bike der Öffentlichkeit vorgestellt, kann produziert und verkauft werden. Die Köpfe hinter Hustok Engeneering sind absolute Experten für diesen komplexen Prozess und helfen Herstellern dabei ihre Ziele zu erreichen. Das Mahle Hybris ist ihre ganz eigene Interpretation eines E-Mountainbikes und definitiv ein ambitioniertes Projekt.
Ich persönlich finde es super, wenn kleine Labels mit wilden Designs das Etablissement aufmischen. Mit dem Mahle Hybris zeigt Hustok kein weiteres Nullachtfünfzehn-E-MTB, sondern ein krasses Konzept-Bike, das schon ab dem ersten Blick im Gedächtnis bleibt. Hustok geht einen eigenen Weg und das ist schön zu sehen, denn ja: Auch E-Bikes dürfen besonders aussehen. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Hustok Engineering ist ein junges spanisches Design- und Engineering-Studio mit Sitz in San Andrés del Rabanedo in der Provinz León. Das Unternehmen wurde 2024 offiziell gegründet und entstand aus der gemeinsamen Erfahrung seiner Gründer Iván Izquierdo und Alex Sanchez, die zuvor unter anderem bei bekannten Fahrradmarken wie Mondraker oder Sram tätig waren. Ursprünglich als Entwicklungs- und Designstudio für die Fahrradbranche konzipiert, verbindet Hustok heute Produktdesign, Engineering und die Entwicklung eigener Produkte. Das Team verfügt über mehr als 30 Jahre gemeinsame Branchenerfahrung und arbeitet an unterschiedlichsten Projekten – von E-Bikes und klassischen Fahrrädern bis hin zu Komponenten und Bremssystemen. Neben der Entwicklung für Kunden entstehen unter den eigenen Marken Hustok Bikes, Hustok Components und Hustok Brakes auch Produkte, die die eigenen Ansprüche an Innovation und Qualität widerspiegeln.
Im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie steht die Verbindung von Design und technischer Funktionalität. Hustok versteht sich nicht nur als Dienstleister, sondern als Entwicklungspartner, der Kunden von der ersten Idee bis zum marktreifen Produkt begleitet. Innovation soll dabei nicht Selbstzweck sein, sondern einen konkreten Mehrwert schaffen. Gleichzeitig legt das Unternehmen Wert auf Nachhaltigkeit: Produkte sollen langlebig und ressourcenschonend entwickelt werden, verantwortungsvoll ausgewählte Materialien nutzen und möglichst mit lokalen Lieferketten hergestellt werden. Die eigene Perspektive als aktive Fahrradfahrer spielt ebenfalls eine zentrale Rolle – die Produkte sollen aus Sicht der Nutzer gedacht und entwickelt werden.
Mit 15 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Fahrwerkskomponenten hilft Hustok Engeneering Firmen und Einzelpersonen zum Beispiel dabei den idealen Custom-Tune für ihren Mountainbike-Dämpfer zu erreichen. Serienprodukte großer Hersteller können getuned werden oder man entscheidet sich gleich für eine Custom-Lösung, wie etwa individuelle Umlenkhebel. Mit Hydraulik kennt man sich bei Hustok aus. Selbst komplett eigene Bremssysteme wurden bereits entwickelt. Doch auch vor kompletten Rahmen schreckt Hustok nicht zurück.
Das Hustok Mahle Hybris E-Bike wurde mit dem Ziel entwickelt ein aufregendes Design zu schaffen ohne zu extrem zu werden. Als Grundlage dient das Mahle M40 Antriebssystem mit 105 Newtonmetern Drehmoment, einer Spitzenleistung von bis zu 850 Watt und einem Motorgewicht von lediglich rund 2,5 Kilo. Das Mahle Hybris sollte keinen für viele E-Mountainbikes typischen “Hängebauch” bekommen, sondern durch gerade Linien und einen ans klassische MTB erinnernden Look bestechen. Dafür wurden Akku und Kabellage ebenso wie die Umlenkung des Hinterbaus besonders kompakt ins Chassis integriert. So konnte auch der Motor in eine verlängerte Linie mit dem Unterrohr platziert werden.
Die Platzierung des Dämpfers soll dem Hustok Mahle Hybris eine zentrale Gewichtsverteilung bescheren, ohne den Bauraum für einen Range-Extender zu beschneiden. Der Hinterbau setzt auf ein High-Pivot System mit Kettenumlenkung, um dem Fahrwerk die Charakteristik eines Race-Enduros zu verleihen. Die Entwicklungszeit fürs außergewöhnliche E-Bike betrug rund zwei Jahre. Entworfen wurde das Hustok Mahle Hybris als sogenannter Open Mold. Das Design kann also lizenziert und von verschiedenen Herstellern gleichzeitig genutzt werden.
Fahrfertige Bikes gibt es bislang nur wenige und auch mit konkreten Informationen zu den Details ihres E-MTB-Designs hält sich Hustok bedeckt. Erste Prototypen zeichnen sich durch ein “Magic Carpet” getauftes Hinterbausystem mit 160 bis 170 Millimetern Federweg und austauschber Ausfallenden aus. Der Lenkwinkel liegt laut Hustok bei 64 Grad. Bilder kursieren sowohl mit Carbon- als auch mit Alu-Rahmen, dessen CNC-gefrästen Hälften miteinander verschraubt werden. Bislang ist das Mahle Hybris vor allem ein Anschauungsprojekt, das zeigen soll was mit cleverem Industriedesign alles möglich ist.
Was meint ihr: gefällt euch der Design-Ansatz von Houstok Engeneering oder setzt ihr lieber auf einen klassischen Look? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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