Enduro-Test 2024Scott Ransom 920 - das Präzisionsgerät mit voller Integration

Peter Nilges

 · 29.06.2024

Das Scott Ransom 920 kostet 5999 Euro und bringt 16,5 Kilo auf die Waage.
Foto: Georg Grieshaber
Enduro ist nicht gleich Enduro. Unser Testfeld im Enduro-Spezial mit acht Bikes von 3999 bis 10.890 Euro zeigt, dass es viele Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede im Federwegsbereich um 170 Millimeter zu entdecken gibt. Im Test: Das Scott Ransom 920.

Das neue Ransom steckt voller Innovationen und will durch Systemintegration und breiten Einsatzbereich überzeugen.

Ausstattung

  • Gabel: RockShox Select+
  • Dämpfer: Fox Float X Nude
  • Schaltung: Sram SX/NX
  • Übersetzung / Bandbreite: 32; 11–50 / 454 %
  • Bremsen: Sram DB8 200/200 mm
  • Telestütze / Hub: Syncros Duncan / 180 mm
  • Laufräder: Syncros Revelstoke 2.5
  • Reifen: Maxxis Assegai Maxxgrip Exo+ / Dissector Maxxterra DD 29 x 2,5/2,4

Messwerte

  • Gesamtgewicht: 16,53 kg (ohne Pedale)
  • Gewicht: Laufräder 5704 g
  • Beschleunigung Laufräder: 4352 kg x cm²

Präzisionsgerät Scott Ransom 920

Leider war das Ransom 920 für diesen Test nicht in Größe L verfügbar, weshalb wir mit Rahmengröße M vorliebnehmen mussten. In BIKE 3/24 konnten wir jedoch bereits das Topmodell in Large, mit einem Reach von 476 Millimeter testen. Definitiv die bessere Wahl für Fahrer mit 1,80 Meter Körpergröße. Im Vergleich zur Topvariante bringt unser Testbike gut 1,1 Kilo mehr auf die Waage, kostet dafür aber auch schlappe 4000 Euro weniger.

Gemessen an der ähnlich teuren Konkurrenz in diesem Test glänzt das Ransom 920 mit einer Fülle an nützlichen Details wie einem integrierten Tool im Staufachdeckel und in der Steckachse, SAG-Anzeige oder Remote-Hebel für den Dämpfer. Bei der Ausstattung hingegen ist das Ransom eher dünn ausstaffiert. So schalten die Sram SX-Schalthebel wenig knackig, die Übersetzungsbandbreite fällt schmal aus, und den Sram DB8 Bremsen fehlt der Biss auf langen Abfahrten.

Im Downhill kann das Ransom durch seine ausgewogene Geometrie überzeugen. Man steht zentriert im Bike und trifft mit Präzision jede erdachte Linie. In verblockten, schnellen Passagen kann der Hinterbau jedoch nicht komplett überzeugen. Es kommt kein sattes Fahrgefühl auf, und viele Schläge werden an den Fahrer weitergereicht, was auf Dauer ermüdet. Der Blick auf unsere Steifigkeitsmessung im Labor erklärt, warum. Der Alu-Hinterbau des 920er Ransom mit Carbon-Hauptrahmen fällt unglaublich steif aus und lässt nur sehr geringen seitlichen Flex zu. Im direkten Vergleich zum Mondraker fährt sich das Ransom wenig fehlerverzeihend. Bergauf und im Toureneinsatz kann das Scott mit hoher Effizienz und sehr guter Traktion glänzen.

Scott Ransom 920Foto: BIKE-MagazinScott Ransom 920

Peter Nilges, Testleiter BIKE

Das Ransom 920 zeigt eindrucksvoll, wieso Scott zu den Technologie-Pionieren in der Branche zählt. Magere Ausstattung und zu hohe Rahmensteifigkeit beim Aluhinterbau beschneiden jedoch die Fahrleistung des Enduro

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Testurteil:

Freeride Testurteil Scott Ransom 920Foto: BIKE-MagazinFreeride Testurteil Scott Ransom 920

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