Die Neuauflage von Cubes Enduro ist kein Facelift, sondern eine komplette Neuauflage. Mit High-Pivot-Heck und spannenden Rahmendetails macht das Fritzz einen sehr potenten und durchdachten Eindruck. Und auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Wie sich der Neuling im rauen Gelände schlägt, muss allerdings erst noch unser ausführlicher Praxistest zeigen. Auf den ersten Blick wirkt das Rad auf jeden Fall eher wie ein rassiges Abfahrts-Bike, weniger wie ein gutmütiger Tourenpartner. Der intensive Praxistest des Neulings läuft! - Florentin Vesenbeckh, Testredakteur
Im Enduro-Weltcup wurde es schon gesichtet, jetzt geht das neue Enduro-Mountainbike von Cube in Serie. Und zwar unter einem altbekannten Namen: Fritzz ist zurück! Und für die Wiederbelebung dieses Klassikers hat sich Cube einige technische Kniffe ausgedacht, die man so im Cube-Portfolio noch nie gesehen hat.
Auffälliges Highlight ist die Hinterbaukonstruktion des neuen Enduros. Zum einen sticht sofort der erhöhte Drehpunkt mit Kettenumlenkung ins Auge - ein absolutes Trendthema bei Enduro-Bikes. Ziel ist eine nach hinten gerichtete Raderhebungskurve. Dadurch sollen Schläge noch geschmeidiger pariert werden und die Traktion noch höher ausfallen. Ein Fakt, den sicherlich die Rennfahrer des Cube Action Teams auf der Wunschliste hatten. Denn das Rennteam war in die Entwicklung mit eingebunden. Optisch besonders ist auch der “semiintegrierte” Umlenkhebel. Doch technisch handelt es sich um einen klassischen Viergelenker.
Von den größeren Fahrern des Enduro-Rennteams stammt auch der Wunsch nach einem Full-29er-Setup, um im harten Gelände noch mehr Speed mitzunehmen. Im Laden steht das Fritzz zwar immer mit Mullet-Konfiguration, also 29er-Vorderrad und kleinerem 27,5er im Heck. Das soll dem Bike ein lebhaftes Handling und mehr Spieltrieb verleihen. Außerdem gibt das kleine Hinterrad kleineren Fahrern mehr Bewegungsfreiheit auf steilen Enduro-Tracks. Doch jedem Bike liegt ein zweiter Satz Ausfalllenden bei, um das Rad auf ein Full-29er-Setup umzurüsten, ohne dabei die Geometrie zu verändern. Lediglich die Kettenstrebenlänge wächst mit großem Hinterrad von 435 auf 447 Millimeter.
Anpassung ist auch beim Lenkwinkel möglich. Über drehbare Lagerschalen lässt sich dieser zwischen moderaten 64,4 und flacheren 63,8 Grad anpassen. Auch die Dämpferaufhängung ist variabel. Durch die zwei Positionen für die Progression soll das Fritzz auch mit Stahlfederdämpfer harmonieren.
Passend zum Vollcarbon-Chassis und der speziellen Dämpferanlenkung hat Cube dem Fritzz weitere durchdachte Details spendiert. Im Unterrohr gibt’s ein neu konstruiertes Staufach inklusive Tasche. Der Verschluss soll jetzt deutlich besser sitzen, auch auf Dauer und mit Trinkflasche. Auf dem Oberrohr sitzt ein Tool-Mount, für den serienmäßig eine Garminhalterung mitgeliefert wird. Alternativ kann anderes Zubehör parkiert werden.
Serienmäßig kommt das Fritzz mit integrierter Zugführung durch den Steuersatz. Doch Cube hat auch an Kritiker und Integrationsmuffel gedacht. Denn dank klassischer Zugeingänge hinter dem Steuerrohr kann das Bike auf eine Servicefreundlichere Leistungsführung umgerüstet werden.
Lediglich zwei Ausstattungsvarianten soll es vom Fritzz geben. Das Einstiegsmodell TM für 2999 kommt mit Fox-Fahrwerk, mechanischer Sram Eagle 90 Transmission Schaltung, Magura Louise Bremsen und dicken Schwalbe Reifen.
Beim Super TM für 4999 Euro bleiben kaum mehr Wünsche offen. Für fluffiges Federn soll das Rockshox Ultimate-Fahrwerk mit ZEB-Gabel und Vivid-Dämpfer sorgen. Geschalten wird elektronisch über Srams X0 Transmission, gebremst mit Sram Maven Silver. Auch bei den Reifen geht’s in die Vollen mit Continentals Kryptotal mit superfetter DH-Karkasse. Lediglich auf Carbon-Parts verzichtet das Enduro. Lenker, Laufräder und Kurbeln sind aus Aluminium.

Redakteur CvD
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