CNC-Kunstwerk Paladin AM1Das Bike der Roboter-Spezialisten

Jan Timmermann

 · 22.09.2026

Das Paladin AM1 ist ein technisch faszinierender Prototyp mit Hintergrund aus der Robotertechnik.
Foto: Paladin
Noch ist das Paladin AM1 ein Prototyp, doch die technologische Power hinter dem All-Mountain-Fully ist groß. So steckt die CNC-Technik von Paladin zum Beispiel auch in den Sparrow-Robotern der Amazon-Logistikzentren. Was es mit dem Paladin AM1 genau auf sich hat, verrät dieser Artikel.

Themen in diesem Artikel

Mit seinem CNC-gefrästen Aluminium-Rahmen sieht das Paladin AM1 äußerst futuristisch aus. Doch die Optik ist nicht das einzige faszinierende am Mountainbike-Prototypen. Paladin Engeneering Services hat sich auf humanoide Roboter, Medizintechnik, Exoskelette und Werkzeuge zur Tubinen-Fertigung spezialisiert. Das AM1 ist damit der MTB-Ableger einer beeindruckenden Firma mit Zugriff auf jede Menge Schlüsseltechnologien. Wir haben uns das Paladin AM1 im Detail angeschaut.

Fazit

Im Vergleich zu Roboter-Technik und hochpräziser Multimillionen-Werkzeuge scheint das Paladin AM1 zwar wie eine Spielerei, doch der Prototyp ist sowohl optisch als auch technisch faszinierend. Ob das Hightech-Bike jemals in den freien Handel kommt, bleibt abzuwarten. Ich finde das Bike jedenfalls todschick. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Das Paladin AM1 im Detail

  • Einsatzgebiet: All-Mountain / Enduro
  • Federweg: 150-160 / 140-150 mm
  • Laufradgröße: 29 / 27,5” (Mullet) oder Full-29
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Gewicht: ca. 15,6 kg
  • Preis: k.A. (Prototyp)
  • Besonderheiten: aus Vollmaterial gefräster Rahmen, lokale Fertigung

Aus den Vollen gefräst

Auf den mehrachsigen CNC-Fräsen von Paladin in Portland, Oregon, entstehen allerhand Hightech-Produkte. Auch der Rahmen des AM1 Prototypen ist ein faszinierendes Stück Technik. Anstatt das Chassis, wie bei den CNC-gefrästen Aluminium-Rahmen anderer Hersteller, aus Einzelteilen zusammenzukleben, entstehen die fünf großen Bauteile aus einem soliden Block. Dazu wird 7075er Aluminium in vielen Maschinenstunden auf der Fräse so lange bearbeitet, bis nur noch der Rahmen übrig bleibt. Kunden sollen im geplanten Orderprozess auch Wünsche hinsichtlich persönlicher Gravuren einbringen können.

Durch den Verzicht auf Klebe- oder Schraubverbindungen, sollen beim Fahrgestell des Paladin AM1 besonders geringe Fertigungstoleranzen möglich sein. Um das Gewicht zu drücken, werden Ober- und Unterrohr großzügig ausgefräßt. Und tatsächlich: Mit rund 15,6 Kilo fällt das Paladin im Vergleich zu anderen Voll-Aluminium-Fullys recht leicht aus. Der Hinterbau wurde nach dem Prinzip der "Elevated Chainstays" designet und ist damit eine Hommage an legendäre Bikes der frühen 90er.

Gewicht und Ausstattung

​Das AM1 lässt sich mit variablem Federweg und austauschbarer Laufradgröße am Hinterrad aufbauen. Je nach Dämpfermodell holt das Bike 140 bis 150 Millimeter Federweg aus dem Hinterbau und lässt sich wahlweise mit einer 150er oder einer 160er Gabel kombinieren. Noch handelt es sich beim Bike um einen Prototypen. Vorbestellungen werden jedoch bereits entgegengenommen. Der Preis ist noch Betriebsgeheimnis. Der Prototyp arbeitet mit einem Fox Factory Fahrwerk mit Stahlfederdämpfer und kommt mit Mullet-Laufradsatz von Race-Face. Auch die lange Fox-Dropper-Post trägt die Kashima-Beschichtung des Transfer-Topmodells. Verzögert und geschaltet wird via Komponenten von Sram. Das Showbike setzt auf Maxxis-Reifen und ein Cockpit mit hohem Lenker-Rise.

Wie seht ihr das: Braucht es hochpräzise Robotertechnik im Mountainbike-Bereich? Welche Vorteile könnte das haben? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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Jan Timmermann

Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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