Aper KOMPaceCNC-Fräskunst mit Rising Pivot

Jan Timmermann

 · 06.04.2026

Das Aper KOMPace setzt auf ein patentiertes Rising Pivot System, das den Hinterbau besonders schluckfreudig machen soll.
Foto: Aper Bikes
Wenn sich leidenschaftliche Maschinenbauingenieure an der CNC-Fräse austoben und auch noch ein Faible für bunte Eloxalfarben haben, ist das Ergebnis meist alles außer gewöhnlich. Das Aper KOMPace ist das Baby zweier griechischer Entwickler und strotzt nur so vor Besonderheit. Wir haben uns das Enduro-Bike von Aper im Detail angeschaut.

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Wer an Bord des Aper KOMPace um die Ecke biegt, kann sich staunender Blicke gewiss sein. Das Enduro-Bike mit vollständig CNC-gefrästem Aluminiumrahmen ist ein absolutes Hingucker-Mountainbike. Große Augen bekommen Technik-Fans beim kleinen griechischen Label Aper aber nicht nur wegen der Fräsformen und dem bunten Eloxal, sondern auch wegen der verschachtelten Hinterbau-Konstruktion. Manege frei für das Aper KOMPace!

Was eine Maschine: Das Aper KOMPace ist definitiv kein Nullachtfufzehn-Enduro-Mountainbike!Foto: Aper BikesWas eine Maschine: Das Aper KOMPace ist definitiv kein Nullachtfufzehn-Enduro-Mountainbike!

Aper KOMPace im Detail

  • Einsatzgebiet: Enduro
  • Federweg: 170/160 mm
  • Laufradgröße: 29”
  • Rahmenmaterial: 7075er Aluminium
  • Gewicht Rahmen: ab 4080 g
  • Preis Rahmenset: ab 3969 Euro
  • Preis Komplettbike: ab ab 7769 Euro
  • Verfügbare Größen: S1 / S2 / S3
  • Besonderheiten: made in Greece, Rising-Pivot-Hinterbau-Design
Details aus der CNC-Fräse: Der Rahmen des Aper KOMPace entsteht vollständig aus 7075er Aluminium und wir lokal in Griechenland produziert.Foto: Aper BikesDetails aus der CNC-Fräse: Der Rahmen des Aper KOMPace entsteht vollständig aus 7075er Aluminium und wir lokal in Griechenland produziert.

Griechischer Maschinenbau

Hinter Aper Bikes stecken die zwei Maschinenbauingenieure Nikos und Giorgos, selbst Enduro-Biker und Tüftler mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Bike-Industrie. Als Nikos an seiner Abschlussarbeit als Maschinenbauer für Luftfahrttechnik arbeitete, hatte er die Vision einen maximal effizienten Downhill-Hinterbau zu entwickeln. Jahre später kam die Idee auf die Konstruktion für den Enduro-Einsatz zu adaptieren. Bei der Entwicklung trieb die Konstrukteure nichts geringer an als der Anspruch das ultimative Enduro aus hochwertigsten Materialien auf den Markt zu bringen. Inspiriert wurden sie durch das raue Gelände des Erymanthus-Gebirges , das ihre Heimat umgibt. Das Aper KOMPace ist das erste serienreife Komplettbike der Ingenieure und ein aufregender Exot.

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Der Hauptrahmen des Aper KOMPace Enduros entsteht auf der CNC-Fräse aus zwei Schalen, welche anschließend miteinander verklebt werden.Foto: Aper BikesDer Hauptrahmen des Aper KOMPace Enduros entsteht auf der CNC-Fräse aus zwei Schalen, welche anschließend miteinander verklebt werden.
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​Fräs-Faible

Der Rahmen des Aper KOMPace entsteht auf CNC-Fräsen aus 7075er Aluminium in der griechischen Stadt Patras. Der aus der Luftfahrt und von anderen hochwertigen Mountainbikes bekannte Werkstoff soll eine lange Haltbarkeit garantieren. In dieselbe Kerbe schlägt die doppelte Lagerung des Hinterbaus. Rahmengewichte ab 4080 Gramm sind das Ergebnis konsequent massiv konstruierter Hardware. Verbunden werden die Aluminiumteile via eines Hochleistungs-Klebstoffs. Ein Flip-Chip erlaubt zwei unterschiedliche Geometrien. In der flachen Einstellung und mit 170 Millimeter Federgabel liegt der Lenkwinkel bei 63,6 Grad. Der Sitzwinkel steht auffällig steil und ist Rahmengrößen-spezifisch angelegt. Die Kettenstreben fallen mit 430, beziehungsweise 426 Millimetern besonders kurz, die Reach-Werte bis zu 535 Millimeter lang aus.

Diese Showbike-Version des Aper KOMPace setzt auch bei der Ausstattung auf Fräs-Parts, zum Beispiel von Hope aus Großbritannien.Foto: Aper BikesDiese Showbike-Version des Aper KOMPace setzt auch bei der Ausstattung auf Fräs-Parts, zum Beispiel von Hope aus Großbritannien.

Rising Pivot

Fürs KOMPace hat Aper ein komplett eigenständiges Hinterbau-System entwickelt. Im Enduro-Segment werden High-Pivot-Systeme für ihre optimierte Raderhebungskurve gefeiert. Bei den meisten Bikes ist jedoch limitiert, wie weit das Hinterrad wandern kann. Aper spricht für den Großteil der Konkurrenz von einem Bewegungsradius über rund 25 Millimetern fürs Hinter- und 70 Millimetern fürs Vorderrad. Das patentierte Rising-Pivot-Design soll es dem Hinterrad ermöglichen einem Hindernis in Kraftrichtung auszuweichen und bis zu 45 Millimeter nach hinten zu wandern. Dafür sitzt die untere Dämpferaufnahme auf einem beweglichen Schlitten. Aper verspricht mit dem Rising Pivot System eine geschmeidigere Fahrt in ruppigem Gelände zu erreichen.

Der Dämpfer des Aper KOMPace liegt tief im Rahmen und gleitet auf einem beweglichen Schlitten.Foto: Aper BikesDer Dämpfer des Aper KOMPace liegt tief im Rahmen und gleitet auf einem beweglichen Schlitten.

Rahmensets und Komplettbikes

​Im Online-Shop können Kunden entweder ein Rahmenset für 3969 Euro ohne Dämpfer oder Komplettbikes ab 7769 Euro ordern. Soll es eine andere Elox-Farbe sein als SChwarz, kostet das 300 Euro Aufpreis. Das hier gezeigte Aper KOMPace MY2026 Special-Edition mit Fox Podium Federgabel und CNC-Frästeilen von Hope sowie Alugear schlägt mit 12.969 Euro zu Buche. Drei verschiedene Rahmengrößen stehen zur Wahl.

Stabiles Aluminium und doppelte Hinterbaulager sollen das Aper KOMPace besonders langlebig machen.Foto: Aper BikesStabiles Aluminium und doppelte Hinterbaulager sollen das Aper KOMPace besonders langlebig machen.

Wilder Eber

Als Symbol für ihre junge Firma wählte man bei Aper den Erymanthos-Eber, ein Symbol für die wilde, ungezähmte Natur aus der antiken griechischen Mythologie. In der Gegenwart assoziiert Aper mit dem lateinischen Wort für “wilder Eber” den Nervenkitzel beim Mountainbiken. Im Geiste des mythischen Wildtiers sollen Aper Bikes ihre Fahrer auf die Trails der Wildnis tragen und ihnen ein unverfälschtes Fahrerlebnis voll Adrenalin in anspruchsvollem Gelände bieten.

Der Eber ist das Markenzeichen von Aper Bikes. Ein Apell an das Mountainbiken in der wilden Natur.Foto: Aper BikesDer Eber ist das Markenzeichen von Aper Bikes. Ein Apell an das Mountainbiken in der wilden Natur.

Fazit

Aus den vollen gefrästen Aluminiumrahmen kann ich nur schwer widerstehen. Das Aper KOMPace ist definitiv ein Hingucker. Aber das lokal gefertigte Bike ist nicht nur optisch, sondern auch technisch interessant. Mit einer sehr progressiven Geometrie und der eigenen Rising Pivot Technologie präsentiert es sich als ein krasses Enduro für richtig wildes Gelände. Cool! - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Jan Timmermann, BIKE-RedakteurFoto: Georg GrieshaberJan Timmermann, BIKE-Redakteur

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Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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