Vampire Bikes RiperattiBatmans Getriebe-Downhiller aus Titan

Jan Timmermann

 · 15.08.2026

Sogar die Schwinge ist in Form einer Fledermaus gefräst: Im Vampire Ripperatti steckt jede Menge Mountainbike-Popkultur.
Foto: Vampire
Als wäre ein Titan-Downhiller mit Getriebeschaltung noch nicht exotisch genug, steckt hinter dem Vampire Bikes Ripperatti auch noch ein bekannter Name. Bei “Canfield” dürfte es bei eingefleichten Gravity-Bikern noch ordentlich klingeln. Das Vampire Ripperatti nutz Fahrwerks-Patente des ikonischen Herstellers und geht sogar noch einen Schritt weiter.

Themen in diesem Artikel

Das Vampire Bikes Riperatti ist ein direkter Erbe der berühmten Canfield-Bros.-Bikes. Hinter dem 2024 gegründeten Label steckt nämlich niemand geringeres als Chris Canfield. In den 2000ern sorgten die Canfield Brothers mit spektakulären Hinterbau-Konzepten in der Gravity-Szene für für Furore. Daran will das Vampire Ripperatti direkt anknüpfen und basiert auf einigen der alten Patente. Gleichzeitig setzt sich der Rahmen aus einem Titan-Aluminium-Materialmix zusammen und integriert ein Pinion-Getriebe. Ohne Frage: Das Vampire Ripperatti ist ein ganz besonderes Downhill-Bike!

Fazit

Für leidenschaftliche kleine Marken habe ich viel übrig. Das Vampire Bikes Ripperatti steckt voller liebevoller Details und der Titan-Aluminium-Hybridrahmen ist ein absoluter Hingucker. Das variable Fahrwerk mit Canfield-Heritage und die Getriebeschaltung sind weitere coole Alleinstellungsmerkmale. Geile Kiste! - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Das Vampire Ripperatti im Detail

  • Einsatzgebiet: Downhill
  • Federweg: 170-200 / 193-223 mm
  • Laufradgröße: 29 / 27,5” (Mullet)
  • Rahmenmaterial: Titan / Aluminium
  • Gewicht Rahmen: ca. 4,1 kg (ohne Dämpfer)
  • Gewicht Komplettbike: ca. 18,8 kg
  • Preis Rahmen ohne Zubehör: ca. 3580 Euro
  • Preis Rahmen inkl. Dämpfer u. Getriebe: ca. 5940 Euro
  • Besonderheiten: schneller Wechsel zwischen High- und Mid-Pivot-Fahrwerk möglich, Rahmen-Materialmix, Pinion-Getriebeschaltung

Ein Bike, zwei Fahrwerke

Das Fahrwerk des Vampire Ripperatti basiert auf dem CF3-Patent, das sich Canfield einst schützen ließ, und dem bewährten I-Track-System, welches eine an die Federung gekoppelte Umlenkrolle integriert. Innerhalb von nur zwei Minuten soll sich der Hinterbau von einem Mid-Pivot- zu einem High-Pivot-Setup umbauen lassen. Erstere Option verknappt den Federweg um 30 Millimeter und will mit einem reaktiven Verhalten die Einstellung für Jumps und Bikeparks bieten. In der hohen Konfiguration verspricht Canfield ein schluckfreudiges Downhill-Monster für die richtig groben Pisten. Wenige Handgriffe reichen am Vampire Ripperatti also aus, um den Hauptdrehpunkt des Hinterbaus versetzen und den Charakter des Fahrwerks zu verändern.

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Titan und Aluminium in Harmonie

​Am Ripperatti kombiniert er einen Hauptrahmen aus Titan mit einem Aluminium-Hinterbau und einem Pinion-Getriebe. Die ungewöhnliche Materialkombination soll gleichzeitig Vibrationen im Chassis reduzieren und ein präzises Handling ermöglichen. Titan ist bekannt für eine ganz besondere Materialresonanz, die gerne als “lebendig und komfortabel” beschrieben wird. Aluminium wiederum gilt als steif und akkurat. Vampire Bikes macht sich also die Vorteile beider Metalle zu nutze, um ein optimiertes Fahrerlebnis zu schaffen. Das Gewicht des Rahmens gibt Canfield mit 4,1 Kilo ohne Dämpfer an. Komplettbikes sollen bei rund 18,8 Kilo starten.

Geometrie, Ausstattung und Preis

Das Vampire Ripperatti ist in vier Rahmengrößen zu haben. Alle sind entweder mit einer 170er oder einer 200er Federgabel kompatibel und setzen auf größenspezifische Kettenstrebenlängen. Der Lenkwinkel liegt mit 63 Grad flach. Kunden können aktuell ausschließlich Rahmensets ordern. Für das nackte Chassis liegt der Preis bei 4500 US-Dollar, beziehungsweise circa 3580 Euro. In Sachen Getriebe stehen drei Varianten von Pinion zur Auswahl. Alle kommen mit elektronischer Smart-Shift-Funktion und kosten zwischen 1600 und 1800 US-Dollar Aufpreis. Für weitere 700 Dollar zusätzlich gibt’s entweder einen Fox DHX 2 Factory oder einen Rockshox Vivid Coil Ultimate Dämpfer dazu. Das Vampire Ripperatti ist ausschließlich auf Mullet-Bereifung ausgelegt.

Wie seht ihr das: Habt ihr gute Erinnerungen an die Bikes von Canfield? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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Jan Timmermann

Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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