5 Highlight-FeaturesDarum ist das Canyon Torque AL das perfekte Park-Bike

Max Fuchs

 · 29.05.2026

Vom modularen Dropout bis zum Category-5-Rahmen – was das neue Park-Bike von Canyon technisch auszeichnet.
Foto: Max Fuchs
Mit dem neuen Canyon Torque AL 2026 kehrt Canyons Freeride-Bike zu seinen Wurzeln zurück: 180 mm Federweg vorne und hinten, ein Mullet-Setup und ein einfacher, robuster Alu-Rahmen. Vom günstigen Park-Shredder bis zur kompromisslosen DH-Version mit Doppelbrücke – vier Modelle zwischen 2.499 € und 3.999 € stehen zur Wahl. Das sind die fünf Technik-Highlights der neuen Modellfamilie.

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Das Torque war schon immer das ehrlichste Bike im Canyon-Portfolio: grob, kompromisslos, ohne Allüren. Das neue AL setzt noch eine Schippe drauf. 180 mm Federweg überall, Mullet, modulare Dropouts für zwei Kettenstrebenlängen – und das für unter 4.000 Euro mit Fox-Factory-Fahrwerk. Canyon beweist einmal mehr, dass man für kompromisslose Gravity-Performance nicht die Carbonkarte spielen muss. – Max Fuchs, BIKE-Testredakteur

1. 180 mm Hub – mehr Federweg, mehr Reserven

Canyon hebt den Federweg des neuen Torque AL auf 180 mm vorne und hinten an und lässt damit keinen Zweifel an der Einsatzphilosophie. Der 4-Bar-Hinterbau nutzt ein progressives Hebelverhältnis: früh im Hub sensibel und traktionsstark, am Ende des Hubs mit kräftigem Gegenhalt für harte Landungen. Gegenüber den Vorgängergenerationen wurde der Anti-Squat-Wert angehoben, aber dennoch der Pedalrückschlag reduziert. Einzige Ausnahme: Größe XS fährt mit 170 mm Hinterbau-Federweg und einem kleineren 250 × 70-mm-Dämpfer.

2. Modulare T-Type-Ausfallenden: zwei Kettenstrebenlängen, ein Bike

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal versteckt sich am Hinterbau. Canyon verbaut modulare, T-Type-kompatible Ausfallenden. Je nach Spezifikation messen die Kettenstreben 430 mm (kurz, verspielt, agil) oder 440 mm (länger, stabiler bei hohem Tempo). Beide Varianten liegen dem Bike im Karton bei – kein Zubehörkauf nötig. Der Wechsel dauert nur wenige Minuten mit einem Innensechskant. Für Fahrer, die das Torque sowohl im Bikepark als auch auf Enduro-Strecken bewegen, ist das ein echter Mehrwert: gleicher Rahmen, zwei verschiedene Charaktere.

3. Category-5-Alu-Rahmen: die härteste Prüfnorm

Canyon prüft den neuen Torque-AL-Rahmen nach Category-5-Standard – der strengsten EU-Belastungsnorm, reserviert für Bikes in DH-, Bikepark- und Rampage-Szenarien. Das sind konkrete, definierte Prüflasten – keine Marketingaussage. Auch gut für die Haltbarkeit: gummierte Rahmenschützer an allen neuralgischen Punkten (Unterrohr, Sitzstrebe, Kettenstrebe). Das Rahmengewicht gibt Canyon mit 3,5 kg für Größe M (ohne Dämpfer) an.

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4. Coil oder Air: Beide Dämpfertypen willkommen

Im vorderen Rahmendreieck des Torque AL haben sowohl Luft- als auch Stahlfederdämpfer Platz. Wer den weichen, weniger progressiven Charakter eines Stahlfederdämpfers bevorzugt, kann diesen problemlos nachrüsten. Die serienmäßigen Luftdämpfer bieten ein breites Abstimmungsspektrum – durch Sag und Dämpfungseinstellungen finden alle Fahrertypen mit dem Torque ihr perfektes Setup. Coil-Fahrer müssen auf die korrekte Federhärte achten.

5. Single-Crown- oder Doppelbrückengabel-tauglich

Das Torque AL lässt sich mit einer Doppelbrückengabel auch zum Mini-Downhiller umrüsten – Canyon gibt explizit grünes Licht, sofern der Federweg der Gabel auf 190 mm begrenzt bleibt (der Rahmen ist nicht für mehr als 190 mm Vorderbau getestet). Wer nicht selbst upgraden will: Canyon bietet das AL-DH-Modell mit der RockShox BoXXer Select bereits ab Werk an – für 2.999 Euro inklusive 7-fach-DH-Antrieb. Das Torque AL ist damit eines der wenigen Bikes in dieser Preisklasse, die ein derart breites Einsatzspektrum abdecken. Bei Nutzung einer Doppelbrücke wird der Lenkwinkel um ca. 0,5 Grad flacher, was sich per Flip-Chip an der Dämpferaufnahme kompensieren lässt.

Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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