Schlank und schnell sieht das Superfly 100 schon im Startblock aus. Die gleichen Attribute sollten auch auf den Fahrer zutreffen, denn das Trek will rasen, nicht reisen. Das sehr leichte Fahrwerk besticht mit einer optimalen Dämpferabstimmung. Das FOX-CTD-System leistet hier wirklich, was man von ihm erwartet: drei Positionen, drei unterschiedliche Effekte. Während Shimanos XT-Gruppe dem Einsatzbereich gerecht wird, verlangen die schmalen Reifen eine angepasste Fahrweise. Aufpassen, wohin man das Vorderrad setzt, Steinfelder umfahren, sich an Kanten leicht machen. Dafür rollt das Bike wie der Teufel, klettert ausgezeichnet (verursacht kaum Rückenbeschwerden) beschleunigt flott, geht auch in den Spitzkehren des Bachler-Trails flink um die Ecken, fühlt sich auch in der Fall-Linie von der Resterhöhe stabil an. Wer sich jetzt auf die Suche nach dem (ausverkauften) Bike macht, wird ein 2014er-Modell finden.
Fazit: potente Rennmaschine, die erst mit fetteren Schlappen ihren Einsatzbereich erweitert. Das Fahrwerk ist nahezu perfekt, fürs Rennen fehlt nur eine Bedienung am Lenker.
PLUS Sehr leichtes Fahrwerk, top Sitzposition, wendiges Fahrverhalten
MINUS Stramme Übersetzung, schmale Reifen mit mäßiger Traktion, harte Griffe, kleine Bremsscheiben
Die Alternative: Guter Geschmack ist teuer: Entweder man nimmt das Top-Modell SF 100 Pro SL (7999 Euro) ins Visier oder man greift zum SF 100 SL für 3799 Euro (Foto). Hier werkelt dann nur eine SRAM-X7/X9-Gruppe.