Olympiasieg, Weltmeistertitel und kürzlich der Triumph beim Cape Epic: Das Specialized Epic 29 hat schon alle wichtigen Rennen gewonnen. Selbst beim preisgünstigsten Modell für 2799 Euro schimmern die Anlagen von Jaroslav Kulhavy und Christoph Sauser durch – die sitzen schließlich auf identischer Geometrie. Das leichteste Bike des Tests rollt mit "mitdenkendem" Brain-Fahrwerk und leichten Laufrädern an die Startlinie. Man wird das Epic lieben oder hassen – wer Gas geben will, schließt es ins Herz: Wiegetritt, schneller, schneller, die Zeit läuft. Leser George lobt das schnelle Fahrgefühl auf festem Untergrund. Die konsequente Ausrichtung gefällt und da drückt man sogar bei der mageren Ausstattung ein Auge zu: "Schaltung und Bremsen sind ein schlechter Witz" – Zitat Bernd. Die Dämpferabstimmung mit Autosag funktioniert nicht immer korrekt, aber der Federweg ist da, wenn man ihn braucht. Das Limit setzen bergab die schmalen Reifen.
Fazit: Das Epic Comp ist eine Langstreckenwaffe. Es besitzt die Qualitäten der teuren Modelle, wird durch günstige Ausstattung jedoch bezahlbar. Die erste Wahl für Marathonisti.
PLUS Kein Gewichts-Limit, konsequent sportliches Handling, leichtes Bike, Type-2-Schaltwerk
MINUS Kleine Bremsscheibe hinten, schwache Bremskraft, unpräzise SRAM-X7-Schalthebel
Die Alternative
Für 900 Euro mehr kriegt man beim Modell Epic Comp Carbon einen Kohlefaser-Hauptrahmen mit Alu- Hinterbau (leichter). Die Shimano-SLX/XT-Schaltgruppe mit Shadow Plus ist ein Gewinn an Präzision.