Jan Timmermann
· 08.08.2026
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Bis vor kurzem war das Specialized Epic 9 Expert mit einem UVP von 6999 Euro noch das günstigste Bike der brandneuen Epic-9-Familie. Inzwischen rangiert es im Mittelfeld zwischen dem 4199 Euro günstigen Specialized Epic 9 Sport und dem 14.499 Euro teuren S-Works. In seiner neusten Ausbaustufe bekennt sich das legendäre Epic-Modell noch stärker zum Cross-Country-Rennsport. Es ist leichter geworden und wurde im Vergleich zum Vorgänger noch kompromissloser auf den Wettkampf abgestimmt. Ein Blick auf die Details des Specialized Epic 9 Expert zeigt, ob der Gewinner-Anspruch auch in niedrigeren Preisklassen aufgehen kann.
Wenn ich von meinem eigenen Geld ein Bike aus dem Epic 9 Lineup kaufen würde, wäre es wohl das Expert-Modell. Es mischt Anschaffungspreis, Ausstattung und Fahrleistung für normalsterbliche Cross-Country- und Marathon-Racer am besten ab. Auch wenn zu den Topmodellen ein Gewichts-Abstand klafft, gibt es mit dem Specialized Epic 9 Expert keine Ausrede nicht aufs Podium zu fahren. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Bereits das Specialized Epic 8 erfreute sich in der BIKE-Redaktion großer Beliebtheit. Es vereinte ein anständiges Bike-Gewicht mit bis dato unerreichter Kompetenz im Gelände. Inzwischen hat nicht nur die Konkurrenz aufgeholt, auch der Cross-Country-Rennsport hat sich nochmals weiterentwickelt. Das neue Epic 9 verzichtet auf ein Rahmenstaufach und ist im Vergleich zum laut Specialized “overingeneered” Epic 8 deutlich leichter geworden - jedenfalls in der S-Works-Variante. Dort werden (auch dank extrem leichter Laufräder und Anbauteile) Gewichte ab 8,1 Kilo erreicht.
In Größe S haben wir das Specialized Epic 9 Expert mit 11,1 Kilo gewogen. Ein guter Wert, der jedoch nicht ganz so sensationell ausfällt, wie am mehr als doppelt so teuren Topmodell. Zum Vergleich: Für die Expert-Variante mit vergleichbarer Ausstattung des Epic 8 hatten wir in Größe XL mit 11,4 Kilo ermittelt. Racebikes anderer großer Marken wiegen im Preisbereich unter 7000 Euro aber meist noch etwas mehr. Gewicht ist aber bekanntlich nicht alles - nicht einmal im Cross-Country-Sport.
Nun hat Specialized aber nicht nur Rahmendetails, sondern auch Geometrie und Fahrwerk überarbeitet. Dabei haben die Kalifornier offensichtlich einiges richtig gemacht, denn unserer Test-Erfahrung nach besitzt das Epic 9 eines der besten Cross-Country-Fahrwerke aller Zeiten. Gepaart mit der dreistufigen Dämpfungsplattform der Rockshox Federelemente und einer progressiven Race-Geometrie fliegt das Specialized förmlich durch Up- und Downhills gleichermaßen. In den richtigen Händen handelt es sich hier um ein verdammt schnelles Bike.
Das Specialized Epic 9 Expert trägt bereits alles an Bord, was ein modernes Racebike benötigt. Federgabel und Dämpfer aus der Select+-Klasse dürften selbst anspruchsvolle Racer bereits zufriedenstellen. Gleiches gilt für die Sram Motive Vierkolben-Bremsen des Bronze-Levels. Nur große und schwere Fahrer sollten mit einen Scheiben- und Belags-Update noch etwas mehr Power rausholen.
Das Epic 9 Expert rollt bereits auf Carbon-Laufrädern der Hausmarke Roval, verzichtet am Cockpit jedoch auf Carbon-Parts. Die Sram GX Eagle AXS Transmission ist ein absolutes Arbeitstier, funktioniert zuverlässig und überzeugt mit Funktion. Insgesamt finden Racer am Bike aber noch die ein oder andere Stelle für etwas Gewichts-Tuning. So oder so: Das Specialized Epic 9 Expert ist bereits out of the box “race ready”.
Wie seht ihr das: Hat das Specialized Epic 9 Expert das Zeug zum Wolks-Racer oder was sind eure Alternativvorschläge? Schreibt es uns in die Kommentare!

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