Jan Timmermann
· 17.09.2026
In Deutschland bekommt man die Mountainbikes von Pinarello bislang selten zu Gesicht. Mit einem Ausstattungs-Update und einem angepassten Namen soll sich das nun ändern. Das Dogma XCR richtet sich an kompromisslose Cross-Country-Racer auf der Jagd nach Sekunden, während dich die XCT-Familie auch dann wohlfühlen soll, wenn es nicht gegen die Uhr geht. Was gäbe es bei einem Update für eine bessere Marketing-Maßnahme, als einen frisch gebackenen Weltmeistertitel? Der Brite Tom Pidcock raste auf dem Pinarello Dogma XCR in Val di Sole zu seinem zweiten Satz Regenbogen-Streifen. Wir werfen ein Auge auf sein Weltmeister-Bike und dessen Geschwister.
Tom Pidcock und Pinarello lieben Machtdemonstrationen: Einfach bei der XCO-WM auftauchen und Gold einfahren - verrückt! Auch das neue Cross-Country-Lineup ist krass. Mit neuen Ausstattungsvarianten und der Wahl-Option zwischen Vollblut-Racer Dogma XCR oder dem vielseitigeren XCT decken die Italiener eine große Bandbreite ab. Günstiger als 6500 Euro wird’s leider nicht. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Wenn man ehrlich ist, ändert sich am Pinarello Dogma XCR und XCT nicht allzu viel fürs neue Modelljahr: Rahmen, Geometrie und Kinematik bleiben dem Italo-Racer erhalten. Warum auch ein völlig neues Bike an den Start schieben, wenn Tom Pidcock doch beweist, dass man auf dem Dogma XCR der schnellste Mann der Welt sein kann? Was sich jedoch ändert ist die Ausstattungs-Strategie und hier schafft Pinarello mit der Trennung nach XCR und XCT klare Linien. Das XCT wird mit einer Fox 34 SL Gabel und einem Float Dämpfer ausgeliefert. Außerdem setzen diese Bikes auf einen stärker profilierten Maxxis Rekon Reifen und zweiteilige Cockpits. Damit entschärft Pinarello das Race-Konzept ein wenig und will dem XCT mehr Vielseitigkeit auch abseits der Rennstrecke einimpfen.
Das Pinarello Dogma XCR bleibt das schnellste Pferd im Stall der Italiener. Diese Bikes kommen mit einem Rockshox-Cross-Country-Fahrwerk. In der 15.000 Euro teuren Topversion wird dieses durch Rockshox elektronisches Flight Attendant System gesteuert. Tatsächlich war auch Tom Pidcock bei seinem Weltmeister-Ritt mit dieser Technik unterwegs. Das Ausnahme-Talent ist offensichtlich von der Elektronik überzeugt, war die Jahre zuvor aber noch auf einem elektrifizierten Fahrwerk von SR Suntour unterwegs. Wie gehabt ist der prestigeträchtige “Dogma”-Namen den teuersten Bikes im Lineup vorbehalten. Die Bikes ohne das “Dogma” starten bei 6500 Euro.
Der Rahmen aus japanischem Toray-T900-UD-Carbon bleibt fürs neue Modelljahr der gleiche, setzt auf einen besonders starken Tretlagerbereich für eine effiziente Kraftübertragung und einen asymmetrischen, zweiteiligen Hinterbau mit Flex-Pivot-Design. Der Federweg ist je nach Einbaulänge des Federbeins variabel: 100 oder 120 Millimeter quetscht das System aus dem Hinterbau. Den Lenkwinkel gibt Pinarello mit 68 Grad in den Größen L und XL, beziehungsweise 67,5 Grad in S und M an. Die Reach-Werte bauen mit 475 Millimetern in Größe L weiterhin modern, die Kettenstreben fallen in allen Rahmengrößen nur 427,5 Millimeter kurz aus. Das soll dem Pinarello Dogma auch in technisch anspruchsvollen Sektionen ein einfaches Handling bescheren.
Wie seht ihr das: Würdet ihr euch gerne so einen italienischen Flitzer mit Weltmeister-Potential in die Garage stellen oder setzt ihr lieber auf ein anderes Racebike? Schreibt es uns in die Kommentare!

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