Durchdachtes Racebike zum fairen Preis

Florentin Vesenbeckh

 · 27.04.2018

Durchdachtes Racebike zum fairen PreisFoto: Florentin Vesenbeckh
Durchdachtes Racebike zum fairen Preis
Das Conway RLC überzeugt mit pfiffigen Detaillösungen am komplett neu entwickelten Carbonrahmen. Beim BIKE Festival in Riva feiert das Hardtail Premiere.

Wie kann man sich mit einem technisch simplen Produkt wie einem Hardtail-Rahmen von der Masse absetzen? Diese Frage haben sich die Conway-Entwickler gestellt. Herausgekommen ist ein 29er-Carbon-Racebike, das mit speziellen Detaillösungen überzeugen und mit den Top-Hardtails der Konkurrenz mithalten will.

  Eigenständig: Conway verpasst seinem RLC-Rahmen einen formschönen Sitzdom.Foto: Florentin Vesenbeckh Eigenständig: Conway verpasst seinem RLC-Rahmen einen formschönen Sitzdom.  Saubere Lösungen für die interne Zugverlegung sind bei Conway selbstverständlich. Im Inneren sind die Züge mit einer Polsterung ummantelt, das verhindert simpel und effektiv Klappern. In der unteren Steuersatzschale befindet sich ein Lenkanschlagsbegrenzer.Foto: Florentin Vesenbeckh Saubere Lösungen für die interne Zugverlegung sind bei Conway selbstverständlich. Im Inneren sind die Züge mit einer Polsterung ummantelt, das verhindert simpel und effektiv Klappern. In der unteren Steuersatzschale befindet sich ein Lenkanschlagsbegrenzer.

Die harten Fakten vorneweg: Das Komplettrad soll ab 1800 Euro erhältlich sein, der Top-Rahmen soll unter 1000 Gramm wiegen. Hier kommt eine hochwertigere Carbon-Fertigungstechnik zum Einsatz. An den günstigeren Modellen wird ein etwas einfacherer und schwerer Rahmen verbaut.

  Die Distanzhülse verringert den Sattelrohrdurchmesser von 30,9 auf 27,2 Millimeter und liegt allen Bikes bei - egal ob serienmäßig eine Telestütze verbaut ist oder nicht.Foto: Florentin Vesenbeckh Die Distanzhülse verringert den Sattelrohrdurchmesser von 30,9 auf 27,2 Millimeter und liegt allen Bikes bei - egal ob serienmäßig eine Telestütze verbaut ist oder nicht.

Zu den Detaillösungen: Conway setzt auf einen Sattelrohrdurchmesser von 30,9 Millimetern. Somit steht eine breite Auswahl an Teleskop-Sattelstützen bereit. Die Zugverlegung für Dropper-Posts läuft komplett im Inneren des Rahmens. Wer mit starrer Stütze fahren möchte, kann auf gut flexende 27,2er-Modelle zurückgreifen. Dazu legt Conway eine passende Distanzhülse bei und verbaut diese an Modellen ohne Telestütze.

  Alle Modelle mit Einfach-Schaltung kommen mit einer minimalistischen Kettenführung. Der Rahmen hat alle Vorrichtungen für die Umwerfermontage.Foto: Florentin Vesenbeckh Alle Modelle mit Einfach-Schaltung kommen mit einer minimalistischen Kettenführung. Der Rahmen hat alle Vorrichtungen für die Umwerfermontage.

Um das Oberrohr vor unschönen Einschlägen von Schalt- und Bremshebeln oder Lenkerenden zu schützen, setzt Conway auf einen Lenkanschlagsbegrenzer, der im unteren Teil des Steuersatzes steckt. Somit können problemlos flache Race-Lenker gefahren werden. Der Rahmen ist für die Montage von Umwerfern vorbereitet, es wird Modelle mit Einfach- sowie Mehrfach-Antrieben geben.

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  Hier findet ein Di2-Akku klapperfrei Platz, außerdem hilft die große Öffnung bei der internen Zugverlegung.Foto: Florentin Vesenbeckh Hier findet ein Di2-Akku klapperfrei Platz, außerdem hilft die große Öffnung bei der internen Zugverlegung.

Im Unterrohr unter dem Flaschenhalter ist eine größere Öffnung für den Akku einer Shimano Di2 vorgesehen. Das erleichtert zudem die Verlegung der komplett innen verlaufenden Züge.

Weiteres Gimmick: Die Gewindeeinsätze an den Bremssattelaufnahmen sind wechselbar. Ein kaputtes Gewinde stellt somit kein Problem mehr dar. Dies gilt für alle Gewinde am Rahmen, denn alle Inserts sind wechselbar.

  Die seitlich einsetzbaren Gewindeeinsätze sind austauschbar und versprechen damit Sorgenfreiheit, auch wenn das Gewinde mal ausgenudelt wird.Foto: Florentin Vesenbeckh Die seitlich einsetzbaren Gewindeeinsätze sind austauschbar und versprechen damit Sorgenfreiheit, auch wenn das Gewinde mal ausgenudelt wird.
  Ein dünner aber effektiver Schutz am Unterrohr und an den Kettenstreben soll den Rahmen dauerhaft schonen, ohne das Gewicht unnötig in die Höhe zu treiben.Foto: Florentin Vesenbeckh Ein dünner aber effektiver Schutz am Unterrohr und an den Kettenstreben soll den Rahmen dauerhaft schonen, ohne das Gewicht unnötig in die Höhe zu treiben.  Die Züge laufen von vorne bis hinten sauber im Rahmeninneren.Foto: Florentin Vesenbeckh Die Züge laufen von vorne bis hinten sauber im Rahmeninneren.

Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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