Leichter als die meisten Konkurrenten, ein Zentimeter mehr Federweg und durchdacht bis ins Detail. Die Canyon-Produkt-Manager haben sich beim Thema "29er-Fully" Zeit gelassen, dafür alle neuralgischen Punkte beachtet. "Fühlt sich rauf und runter top an", resümiert Lesertester Stefan. "Super bergab", urteilt Bernd. "Ausgewogenes Handling", attestiert George. Dem kann die BIKE-Testcrew nur beipflichten. Die leichten Laufräder gewährleisten eine gute Beschleunigung, die Fox-Komponenten stammen aus der höherwertigen Performance-Linie. Die Trail-Einstellung des CTD-Systems ist am Heck optimal. Das Nerve AL ist kein kompromissloser Racer wie Bulls oder Specialized (bäumt trotz steilem Sitzwinkel etwas auf), dafür ein Multifunktions-Tool mit so überlegenem Handling bergab, dass man sich souveränere Reifen wünscht. Hier fehlt definitiv eine Teleskop-Sattelstütze.
Fazit: Das Nerve 29 ist ein ausgewogener Tourer mit viel Fahrspaß, durchdachtem Fahrwerk und hochwertiger Ausstattung. Mehr Reserven als bei den Mitbewerbern.
PLUS Durchdachte Ausstattung, sehr gutes Handling, leichte Laufräder, Shadow-Plus-Schaltwerk
MINUS Steckachse hinten mit Inbus
Die Alternative
Wer 400 Euro mehr ausgeben kann, kriegt beim Nerve Al 9.9 SL ein Fox-Factory-Fahrwerk mit Fernbedienung, SRAM-Schaltung und Crossmax-SLR-Laufräder. Für seriöse Sportler lohnt der Aufpreis.